Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 33 (18.8.1846)
- Date
- 1846-08-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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-sGA 281 - MD musterhaftem Charakter , voll Heiliger Liebe für alles Edle und Gute, voll edlen Eifers für das Erhabene und wahrhaft Religiöse und Ceremonielle sein muß, und daS Kind wird unter Aufsicht der Eltern, die mir edler Thal und schönem Beispiele vorangehen, sich so an daS Gute und Fromme gewöhnen, an,.^2N u. s. w. — - Als dritter Moment zur Bildung unseres Schülers bemerken wir die nothwendige Bildunq zum Schönen wozu die äußere Sitte und der Anstand gehört, durch welche Besserung, Veredlung und Läuterung der Empfindungen bewirkt wird. Dieses, mit Erlernung aller andern Fertigkeiten und d>S erstens den Wissens begreife ich unter dem Namen obgleich eS wohl bekannt ist, daß unter diesem Wo re auch vorzugsweise weltliche Beschäftigungen, Handrhierungen, Handwerke u. s. s verstanden werden. Hierin hiebt wieder der Talmud schöne Berhalrungsregeln; treffend ist in dieser Beziehung die Stelle in der Mischna. Kidduschin 40 b.^22 ^>2 mit der Anlehnung an die Bibelstelle Kvhelerh 4 12 Urbanität, feine Bildung und ein edles, freundliches Wesen sind Eigenschaften, die dem Menschen Eingang in die Herzen Andere«, Zutritt und Achtung bei Jedermann verschaffen; siehe auch hierüber Maimonides Hitchoth Deorh. Die Arroganz, der Dünkel, die Zudringlichkeit, Unbeholfenheir, Ungelenkigkeit, Mangel an Gewandtheit und äußerem Anstande, Nachlässigkeit in der Haltung und Führung im Aeußern u. s w. sind gegen alle Vorschriften des Talmud. Und sind solche Erscheinungen durch die mangelhafte, nicht sorgfältig genug gehandhabte körperliche Erziehung veranlaßt worden, gingen hervor aus einer unverzeihlichen Nonchalance, rheils auch waren und sind sie Folgen des Drucks der Knechtschaft, worin Israel gefangen lag, der Fesseln, die ihm bis in die neuere Zeit herab anglegt wurden, des harren ZocheS, unter dem es so lange seufzte; dieser Druck ist Gs. D. größrentheilS beseitigt, von der Knechtschaft ist Israel befreit, die Fesseln sind ihm jetzt abgenommen, daSIoch gebrochen durch das Wohlwollen und die Huld der erhabenen Regenten, welche Europas Staaten beherrschen. Somit wird jetzt eine Jugend erstehen, welche geadelt durch innere und äußere Dignität, gebildet durch die erhabenen Prinzipien de» Talmuds und seiner Commentatoren, Heil und Prosperität in Zukunft unter den Menschen verbreiten wird. Wäre nun Erziehung und Unterricht innerhalb dev Sphären de» Wahren. Guten und Schönen vollbracht, so darf auch das nationale Element nicht vernachlässigt werden.' Hat der Zögling daS Wesen seiner Nation erfaßt > die« Etgenrhümkichkeit feines Volkes beachtet, kennt er den Geist desselben, seine Größe und Bedeutung, seine Mission seine Stellung in der Weltentwickelung-, semen Einfluß, den eS auf die Geschichte geübt, so wird er dessen Vollkommenheit, Vorzüge und Mängel erkennen. Der reifere Schüler muß allmälig auf diese Interessen aufmerksam gemacht werden, und mir diesen muß die Bedeutsamkeit der Liebe zum Vaterland«, das ihn geboren, zur Anhänglichkeit, zur Aufopferung für dasselbe in Zeilen der Gefahr hervorgehoben und eingeprägt werden. Die Verachtung gegen die Neligionögenoffen, Abneigung gegen die nationalen Anordnungen, Abscheu gegen die tiefsinnigsten, religiösen Gebräuche werden schwinden, wenn auf die Hebung deS nationalen Gefühles, der religiösen Empfindungen gehörige Rücksicht genommen, wenn der große Werth der bedeutsamen wie mächtig sie an die dahingegangene nationale Größe erinnnern! Erläutert muß werden, wie in früheren Zeiten große Männer in Israel erstanden, die Vorzügliche» leisteten, als Meister in den Wissenschaften, in religiösen und moralischen; in ihnen erblickten wir große Kämpfer, energische Sprecher, deren Charakter, deren Gesinnungen und Tharen für Religion, Staunen erregte. Die Neligionsübungen werden dargestellr als heilsam, Mäßigkeit und Nüchternheit befördernd, theils auch als Symbolisirung erhabener, oft unsere Begriffe übersteigender Ideen. Somit hätten wir unfern Schüler gut für daS Leben vorbereitet, seinen Geist nach allen Richtungen gebildet, sein Herz nach allen Beziehungen veredelt, sein Gemürh durchwärmt und durchdrungen von den schönsten Ideen, von Liebe zu Gort, Religion, zur Menschheit, zum Volke, unter dem er lebt, zum Judenthume, zur Nation, der er angehört Wir haben ihn gebildet nach den Principien unserer Religion, wie sie Talmud und Commenrare geben, nach den Lehren der Moral, die uns dorr geboten, und er ist glücklich, in seinem Gewissen beruhigt, ein guter Mensch, liebevoller Vater, treuer Anhänger des Staates, echter Bürger und Unrerthan. Daß eine Erziehung nach den gegebenen Grundsätzen schon herrliche Resultate