Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 32 (11.8.1846)
- Date
- 1846-08-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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dient , schmutziger und frevelhafter Zeitverlust und verbrechericher Verrarh gegen den Sraar. Gleichgültigkeit ist Tugend, wo cs unsere eigene angerastece Ehre berriffr, wo eS sich hingegen um GvrceS und die und durch die einzige Erklärung ihnen die Mittel an Händen gegeben worden,. den fürchterlichen Sturm zu besänftigen, so muß auch uns durch unsere Ermannnng die Rettung gegegen har, und an dieser halten mir noch eben so fest, ehren, lieben, Hochschatzen sie, als unsere Vorfahren, im ersten Augenblick, da sie vor Entzücken hall auS unserm Herzen, und wir bewahren sie gleich unserem Augapfel, lassen sie nicht modificiren, nicht qualificiren noch specificiren und wie dis alle „Ciren" heißen mögen. Und wenn sich ihre Nebenbuhlerin Aufklärung an die Seite drängt, um ihr den Vorzug abzugewinnen, und sie ihrer Herrschaft unterwerfen will, da lassen wir uns nicht irre machen, und gehen fort die angefangene Bahn und zum sicheren Leitfaden steht,da ihr Zwillingsbruder, der Talmud. Dieser erhellet, waS uns vorhin dunkel war, löst waS uns Rathsel blieb, und führet uns sicher durch die schönen aber leicht zu verwirrenden Gefilde der Religion. Und eben darum lassen wir auch an ihm den verjüngten Maßstab der jetzigen Zeit nicht anlegen, um zu messen und zu verkürzen, sondern lieben und schätzen ihn gleich der von Gottes Hand unmittelbar gegebenen, und von seinen Fingern geschriebenen Religion. Dieses ist unser Princip, unsere Erklärung, die wir geben, und geben müssen, wenn wir sagen, daß ww Hebräer sind, und wer nach dieser Erklärung nicht lebet, und sich von dem Wahne einer Reformation, oder Modisiarion kann nicht mik> denn wir gehen von verschiedenen Gesichtspunkten aus, und steuern nach verschiedenen Orren, und so muß ja das Religionsschiff zerrissen werden. Wer sich uns näherr, um als Bruder mir uns zu leben, der muß von gleichen Gefühlen und gleichen Grundfähen beseelt sein, sonst entsagen wir seiner Brüderschaft, und VaS Band, welches unsere Herzen verbunden, ist zerrissen. Nur durch ein solches Verfahren können wir uns unseres Stammes fähig machen, und die Würde behaupten, die durch Jahrtausende unser Eigenchum war. Denn dies ist Israels Ruhm des Erstgebornen, von jeher auserkorenen, treu zu wandeln an der Hand deö Herrn» nicht um Nationen zu überwälligen und nur gewaltigem Sceprer weite Länder zu beherrschen, sondern an sich darzustellen, ein Bild des kräftigen Glaubens, um nur Feuersglurh der Religion in die riefe Finsterniß des Aberglaubens kknziibrechen, die dunklen Mächte mit der Sonnr der Wahrheit zn beleuchten, und mir ausdauerndem Murhe gegen die Tücke tzeS Lasters, und jeder seine Wahrheit gngrerfende Pfeile zu kämpfen. Forscher hin nach dem Schicksale Israels, und die Geschichte, diese heilige, strenge, unparrheiische Richten» aller Welrbegebenheiren, wird euch sagen, daß eS eine Kecre der mannigfaltigsten Begebenheiten bildet, daß noch keine Nation so reich an Erlebnissen war» .noch kein Volk so vielen Druck von Feindeshand gelitten, als das Unserige. Und das Alles um seiner' Wahrheit willen. Uud diese wird auch genügen, daß Scrpticismus Atheismus, Karaismus, Saducaismus u. s. w., die sich wider unfern reinen Glauben stets erhoben, um ihn zu vertilgen, auch jetzt nicht triumphiren werden. Es 'raten zusammen unsere Vorfahren, das kleine Hauste,n Israel's, einig durch daS Band der Treue und kämpften und siegten; und das Alles zur Zeit da noch tiefer Obskurantismus und barbarische Abgötterei bei den mächtigsten Nationen ihren Sitz hatten Und sollte dasselbe jetzt nicht uns gelingen, zu einer Zeit, wo Helle Erleuchtung, und einiger vorurrheilsfreier ungerheilrer Glaube an den einzigen Gott in allen vier Welttheileu herrscht, wo ein jeder seine angeerbke Meinung äußern darf, ohne dabei vor Strafe der Gegenmeinung zu zittern, wo wir unter einer glorreichen gnädigen Herrschaft stehen, und von dem Scepker des Edeimuthrs beherrscht, nur Kinder eines Vatersind; da sage ich,