Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 31 (4.8.1846)
- Date
- 1846-08-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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nur di? Kinder unseres Gkaubensmüssett wir verrheidigcnaus Wohlwolletthejr aus Geschwisicrliebe, für sie daS Schwerdt führen, danrir.. sie nickt von ihrer kreyen Mutwr, Religion, in eine fremde ^eimnkh weggelockt werden. Nur.dem Zuden müssen wir das Wocr der Wahrheit reden, nur seines. eigenen'Hortheiles willen, sein cvrrisseyes Gur ihm wieder einräumen. - Dieses ist deine Pfiichr, du für Religion wahrhaft beseelter Orthodoxe, dieses fordert die Ichzeic von dir nebst deinen anderen Pflichten Und bist du noch so fromm, mir dem allein hast du dem Gesammtr glauben noch nichc Genüge geleistet. Hast du deinem innern Krieg auSgefochren, und über jenen Feind als Sieger dich behauptet, so mußt du suchen auch in dem äußern Kampf zu treten, und als Held dich auch daselbst zu bewähren. Darum richte ich mein Wort an dich « und sage, dass du einen Theil deiner Pflichten vergessest, und dein Stillschweigen desto mehr Sünde ist, weil du Kraft zu streiten hast, und in bloßem Hinstarxen-deine Zeit verlierest "sS .->ridr Urei nnr) dieses geht außer Acht. . Du mußt ihm die Äugen öffnen, und. Licht und Wahrheit über den zerrütteten Zustand verschaffen, du mußt ihm die Gedanken und die Worte in den.Mund legen, damit er deutlich einsehe uud verstehe, ..waS er zu unternehmen habe um . Hy...feindliche^»,. Pf^Uxr „des Unglaubens zu entgehen, du irqußt..fh,w. xdey.; ,DqlsaW zuberciten, der ihm als Vorschutzm irret dienend, ., von der würhenden Pest der Secrirpreirotte, und die schöne, aber falsche Farben spielende und Trugstrahlen einer neuen Welt ihm vorspiegelnde Binde von den Augen wegnehmend, mußt du ihm den Weg eines ächten Zsraeliten mit den unverlöschbaren Spuren deiner Liebe bezeichnen. Zch höre dich aber fragen: Was sei denn zu rhun um dem Feinde die Stirn bieten zu können? Zst nichc unser trotziger Widerstand, unsere ausharrende Verrbeidigung der Religion, genug Kampf um sie vor Feindes Händen zu schirmen? Und wo es dem Kampf der Wahrheit gilt, mir was kann anders sie vertheidigr werden als mir sich selbst?! Aber eben hierin liegt der Stein des Anstoßes, daß du Murrer und Kind verwechselst, und wo es den lebendigen Kampf deS letzter» gelten soll, dich zur Vercheidigung der ersten stellst. Wenn gleich die Burg um die gestritten wird, und derer Gewinnst des Feindes größter Triumph und Lohn ist. sicher vor dem Umsturz dastchr, so müssen die Vertheidigec dennoch auf die Zinnen treten, um dem Volke Much der Ausdauer zuzureden, und es müssen Srreifzüge gemacht werden, um auch die Umgegend von der Verheerung feindlicher Truppen, zu retten. — Aber es ist das dein Fehler, daß du die Schliche und Wege nicht genau kennst, welche der Gegner gegen dich nimmt. Und wenn du glaubst, du brauchest aus dem Schranken deiner Sicherheit nicht zu rreren, innerhalb welcher du dich bis jetzt als Mann bewährt, so ist das fälsch gedacht, und so kann unmöglich Rettung werden. Denn anders ist die Kriegsraktik als die schone Ordnung des Friedens, anders die Maßregeln, die in einer bewegten Zeit zu treffen sind, als die zur Zeit der Ruhe. Du darfst dich auf deiner, gegen daS Religionsschiff weit aufschwellende stürmische Dahn, nicht nach jenem Wegweiser immer halten, der dir bisher und zwar bei stiller Fahrt und heiterem Wetter solche treffliche Dienste geleistet, sondern du mußt auch neue Mittel erfinden, um dadurch aus der gefährlichen Brandung dich herauszuwinden, und durch sie. und mit ihnen den Zweck deines Srrebens zu erlangen. Darf doch der kundige Schiffmann zur Zeit des Sturmes sich nach der sonst ihm so sicher gegen Mitternacht zeigende Magnetnadel nicht richten, und muß er eine ganz andere Ordnung treffen, um sich vor Untergang zu bewahren; hast du auch dieses oder jene Mittel erprobt, und stets für gur befunden, um die Wunde, an welcher unsere Religion leider, von den sie benagenden moralischen Ungezifern zu reinigen, und glaubst, es khut nickt Noch der neuen Mittel; so wisse, es sind bei großer Gefahr andere schärfer eindringende Nemedien da, um daS Nebel zu heben, und muß auch manches gesunde Stück Fleisch zur Heilung der Wunde ausgeschnitten werden, so ist's ja nur die Besserung zu beschleunigen, und gewisser zu machen. — Ü'L'IIL' 7D PN die Hauprerforderunz. welche die bedrängte Gegenwart an dich thur, und dieser Aufforderung genügend zu entsprechen, muß dein ganz-S Streben sein. Weil unsere Gegner den heimachlichen Boden verlassen, um nach ihrem Dünken auf fremden uns unbekannten kämpfend, den Sieg vielleicht eher davon zu tragen; so müssen auch wir's nicht verabsäumen, ihnen in allen Wegen und allen Sieger uns aueznzeicbncn. (Fortsetzung folgt.)