Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 31 (4.8.1846)
- Date
- 1846-08-04
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Uebunz der alrehrwürdigen Bräuche und Girren wieder hergcsiellt werden. Leicht empfänglich ist das kindliche P'emnrh, den Belehrungen, die ihm von ächten gerne Folge leistend, die Beispiele, die es vor sich ausüden stehet willig und mir Freuden nachahmend Dies ist's,was bis ins späte Alter ihm anhafrer. '2 ^-22 112' dr? j'jpp '2 Oü '211- — Der Erwachsene aber, dem die Gewohnheit znr Verachtung alles Religiösen zur andern Natur geworden, der im Sinnengenuß schon so befangen, dem irdischen Treiben, der Welt sich schon so sehr hingegeben har, daß er nur mit größter Mühe demselben Widerstand zu leisten, ja sich schwerlich dem Gemeinen zu entreißen vermag, bei einem solchen, sage ich, wird es uns selten gelingen, durch Belehrungen, Warnungen, Beispiele u. s. w. etwas Ersprießliches zu leisten, ihm auf die Dahn des Besseren, der Tugend zurückzuführen, wenn nicht besonders günstige Momente Mitwirken. Wir wollen demnach unser Augenmerk auf Erziehung sind Unterricht der Kinder richten, wobei wir zu bemerken nicht unterlassen können, daß wir die frühere Zeit uns hierin nicht ganz zur Richtschnur dienen lassen, nicht als Maßstab anlegen können; denn in unseren Zeiten ist die Erziehungs- und Unterrichtsmethode eine andere, als in der der Vergangenheit. Die Didaktik ist eine Kunst, und zwar eine schwierige, die nur von dem wahrhaft erkannt werden kann, der sie zu seiner Beschäftigung gemacht, sie sich als Studium vorgesetzt. Und wie bereits früher in diesen Blättern so schön dargerhan worden, fordern wir auch den Fortschritt vom orthodoxen Standpunkte, aber nur in Wissenschaft und Kunst; das Religiöse mit dem Moralischen, wie eS uns der Talmud mit den Rischonim und Acharonim lehret, kennet keine Zeit; dieß ist ewig, wie die Gottheit, durch die es gegeben, in Flammenschrift gezeichnet, unauflöslich und unwandelbar. Durch Israels herrliche und blühende Tage sowohl, als auch durch die stürmischen und drangvollen Zeilen bis auf unsere Gegenwart herauf, behauptete das Gesetz bei den Bessergesinnten, die es herzlich mit der Religion meinen, seinen ruhmvollen Glanz Liebevoll umfaßte das Gesetz der wahre Israelit, weil es ihm Trost gewahrte in den Zeiten der Unruhe, weil es ihn aufrichrere in den Zeiten der Noch und des Drangsals, unter seinen Schuh begab er sich, wenn gewaltige Stürme ihn erfaßten, wenn die Sonne des Lebens sich ihm durch schwarze Wolken verdüsterte. Dieselben Befehle des Allmächtigen, denen die Erzväter m«t Freuden nachkamen,, dieselben Gesetze, die Israel in der Wüste ausübre, in Kanaan, während des Tempels, nach der Zerstörung, die Vorschriften, die zur Zeit des Talmuds und nach Abfassung dessen mir Gewissenhaftigkeit, Eifer, Liebe und Gehorsam befolgt wurden, dieselben Verbindlichkeiten finden auch jetzt, mir Ausnahme der Gesetze, welche auf daS Land Israel und den Tempel Bezug haben, für uns statt; nicht lossagen können wir uns von dem Eide, der von unfern Voreltern für alle folgende Geschlechter geschworen wurde. Prägen wir diese Grundsätze, diese Lehren und ewigen Wahrheiten unfern Kindern fest ein, legen wir so den Grund für dauernde Anhänglichkeit in unsere heilige Thora, entfernen wir alles Schädliche, Verderbliche, jene Freigeisterei und Verachtung alles Erhabenen, womit jetzt die Jugend so groß rhur, mit der sie sich brüstet, als wenn die Aufklärung in der Desertion (im Niederrreten), und in der Destruktion des Heiligen bestände. Eine »Besserung kann nur durch gediegene Grundsätze; der Erziehung erzielt werden, welche der folgende Brief geben wird Dein Freund Pflichten -er Gegenwart für den orthodoxen Inden. von David Leopold Straffer. (Fortsetzung.) Und um Letztere ist es uns am meisten zu rhun, um sie blutet mir daS Herz, die unversehens in die aufgestellte Falle laufen, um ihrenrwillen müssen wir mir dem kämpfen, und ihm den Zahn des Witzes und des Raisonements stumpf machen, daß er sie nicht mehr durch seine verwirrenden und blendenden Trugbilder in das schlammige Meer des Unglaubens hin» unterziehe. Nicht die Religion noch den Glauben brauchen wir zu vertheidigen, nicht das Iudenthum bedarf unseres Schutzes, denn Religion bleibt Religion noch immer dieselbe, die wahre und ewige, und zählt sie auch zehnmahl hunderttausend ihrer Kinder weniger;