Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 31 (4.8.1846)
- Date
- 1846-08-04
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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der Schüler dem Lehrer gegenüber. -7- Aber eben dieses Selbftbewußsein. das jeder in sich trägt, wodurch eigentlich dieser Kampf heraufbeschworen wird, ist cs, das dem Volke seine Kraft und seinen Glauben erhalten hat. Diese innere Aufreibung, wie es für den ersten Augenblick scheint, ist cs, die die^ Theile so sehr zusammenhält, sie zu einem Ganzen formt und ihre Kraft stählt. Nur da soll der Mensch lernen die Bedeutung, '!"N22mi2 rcv 22'.",i22'siO. und sollte es inne werden, daß nicht der Mensch mit seiner Vernunft, die göttliche,, über Zeit und Raum erhabene, bemessen kann. Der Kampf ist daher nothwendig, nur wäre es zu wünschen, daß er nicht um Lappalien und Quisqujlien sei, daß nicht jeder um und für sein lrebes Ich kämpfe und streite; und da ist denn eigentlich der böse Fleck an dem die Zeit, das Iudenrbum, leidet, und dadurch nimmt der Geist der Parthei- und Zanksucht mit jedem Tage mehr überhand, und erbt sich von Vater und Sohn fort. Wer und was diese Umstände bessern könnte? nach meiner Ansicht: der Rabbiner und Iugendlehrcr. Einer mit dem andern im heiligen Feuereifer könnten alles wirken, sie könnten das Herz des Vaters mit dem Herzen des Sohnes' wieder vereinigen. Und da könnte man denn auf viele sagen, vp, da wissen denn viele nicht, wozu sie berufen sind, und daß es allenfalls dem Rabbiner einzig und allein anheimfalle, daß sie Gesetz und Recht Israel lehren sollen. Mögen sich all die Herren überzeugt halten, daß den Schreiber dieser Zeiten nichts anderes leitet, als das Wohl seiner Brüder gefördert zu sehen, und er legt es ihnen desto nrehr an's Herz, weil es nicht blos gilt sich für den Augenblick zu wahren und zu hüten, sondern für die nächste Zukunft, seitdem leider aus unserer eigenen Mitte Delatoren aufcrstanden sind. Die Rabbinen sollen daher auf ihrer Hut sein, und Israel vor jedwedem ferner» Bruch und Riß wahren. Man hat zu sorgen für jene, die für jetzt noch verkappt die Ritter spielen, bis sich ihnen eine gelegene Zeit und Stunde bieten wird, zwar ohne alle innere Kraft; die aber desto mehr mit äußerem Anstriche, durch erlernte Kunstgriffe beim Boren sich die schwache Seite des Gegners zu Nutze machen werden. In einer solchen Zeit, sage ich, ist es nothwendig NLP ^-.1.2' 22 -v'dv, daß die Söhne Israels Bogen. Lanze und Feder zu führen und zu handhaben wissen. Ja, das junge Israel, das muß zum Kampfe gerüstet sein, es muß seine und die Kraft des Gegners zu bemessen wissen, es muß, da wie dort, den Boden kennen, daß sie Rede, stehen können, .-M P-. Nur dann, dann erst, läßt sich eine Aenderung und Umgestaltung erwarten, nur so wird die Lauheit und Unentschiedenheit, Jndifferentismus und Gleichgültigkeit mit Nachdruck bekämpft. den Rabbinen der Standtpunkt verbleiben, den sie nie hätten verlassen sollen, der einzig nützliche unter den obwaltenden Zeilumsiändcn. Pädagogische Aphorismen (in Briefen) mitgetheilt von V. * * * Zweiter Brief. Lieber Freund! In meinem jüngsten Schreiben, meldete ich Dir, daß ich Deinem Wunsche, demzufolge Du Aufklärung verlangtest über die Corruption der Zeitgenossen, woran nach meinem Dafürhalten die schlechte Erziehung und der mangelhafte Unterricht einen bedeutenden Anrheil har, gerne nachzukommen gewilligt bim Hierbei mußt Du jedoch nicht denken, daß ich Dir, wenn auch vielleicht nur in Betreff des Confessionellen, eine vollständige Pädagogik oder Didaktik zu liefern, gesonnen bin, sondern ich mill^Dir nur innerhalb dieses reichen unübersehbaren Gebietes, einige Partien bezeichnen, einige Principien erläutern, aus denen sich die vielen übrigen leicht von selbst ergeben möchdn. Nur durch eifrige Thotkraft und gewissenhaftes Wirken in dem Bereiche der Erziehung, Gewöhnung und Belehrung der Kleinen möchte noch ein günstiges Resultat in der Besserung unseres Geschlechts zu gewärtigen sein, eingedenk der Worte des begeisterten Sängers: NIO' L'jN'l '22 und des talmudischen Spruches ^>2.12 "2171 ^21 j'x s22 N'2 ^27 Durch.das Heranbild-.n unserer Jugend,der unschuldigen Kleinen zurächten Religiösitätkann dcr Schaden geheilt, die Fehler berichtigt, die Mängel ergänzt, die göttliche Religion wicder in ihre alten.