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Der treue Zionswächter · 1846-08-04 · 31 (4.8.1846) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
31 (4.8.1846)
Date
1846-08-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Per Organ zur Wahrung der Interessen -es orthodoxen Iudenthums. Mir Königl. Dänischem Privilegio. Verantwortlicher Nedacteur: vr. En och, Dircctor und Oberlehrer zu Altona. - - 2. Jahrgang. Altona, den 4. August 184b. 31. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal. Dienstags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 fl Cl. (2 Thlr. pr., 3Fl. 30Xr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und ZeitungS-Erpcdirionen. Inhalt. Die richtige Stellung der Rabbinen von G. W> Pädagogische Aphorismen von U. * * * Pflichten der Gegenwart vou D' L. Straffer. Skizzen einer Rede des Herrn Rabbiners C. Lipschütz. (Forts.) Zeitungsnachrichten aus: Breslau, Hamburg, Frankfurt, Prag, London. Amsterdam, Presburg. Miscelle. -- Anzeiger. Briefwechsel. -->-^-x,x-<^WN>D-S-S§<rZSSW»-s-c^^-«>- Die richtige Stellung der Aabbinen von G. W. So oft ich mit prüfendem Geist und Blick die jüdischen Um- und Zustände betrachte, drängt sich mir immer die Ueberzeugung auf, wie sehr die Judenheit im Argen, wie getrennt sie in ihren Theilen ist, und wie hoch und erhaben der Weltengeist darüber schwebt, der diese Trennung und Sonderung begeistigt. Was mich auf diese Idee bringt, ist: Die positiv-historisch Fortschreitenden, wie die über Thal und Berg Fortlaufenden sagen und behaupten: das Judenthum ist krank. Nun, ich gestehe es, und jeder orthodoxe Jude wird es eingestehen, daß das Judenthum durch äußere und innere Einflüsse Orpdtheile angenommen hat, welche eine böse Materie im Körper des Judenthums bilden, und da ist es denn allerdings nothwendig, daß man Aerzte berufe, die auf's genaueste mit der Heilmethode vertraut sind, und zugleich mit ihrer Geschichte, da diese eigentlich die Wissenschaft ausmacht. Aerzte, die aus dem jetzigen Zustande, wie durch die seit seinem Entstehen vorkergegangene Lebensart und Weise eine genaue und richtige Diagnostik machen können; zudem aber die Individualität des zu behandelnden Kranken, bis auf den kleinsten Nerv nnd die unbedeutendste Faser kennen. Nnn aber frage ich, sucht man solche Aerzte? Nein! Und weil jeder sich berufen fühlt ohne irgend eine Kenntniß, ja ganz ohne nähere Anschauung, Mittel anzurathen, deshalb stellen sie sich aufdem Standpunkte der Homöopatie, deren Behandlungsweise im Negiren besteht. Da gilt einmal oder V2 , und sie bedenken freilich nicht, wie ein berühmter Redner bemerkt, daß wenn alle heilig waren, kein Korach unter ihnen sein könnte. Und so ist jetzt der Satz: das Judenthum ist krank, blos so ein eingeschlichener, wie man von manchen Begriffen sagt, das Kind hört es von Jugend auf von seinem Vater und Erzieher, und spricht es eben so nach, da wiA jeder lerne Meinung geltend machen, der Laie dem Priester,

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