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Der treue Zionswächter · 1846-07-21 · 29 (21.7.1846) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
29 (21.7.1846)
Date
1846-07-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
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traurige Ruhm Vorbehalten sein. Hör' Israel, und merke wohl auf, «in neues Wörr ist erstanden. Freue Dich? Die Zeiten der Zersplitterung sind vorüber, jene unheilvollen bedauerlichen Kampfe, die in deinem Innern mit selbstmörderischem Schwerte wucheren, sie sind dahin, keine Verdächtigung, keine Anfeindung mchf, versöhnt. umschlingen sich/die längst Merpennren, ein heißer Drüherküß; Erhaltung und Fortbildung sie sinken auf halbemWege einander in die liebsehnenden Arme und verjüngr sieigt auS Beider Asche, in erneutem Glanze, in. heherem Fluge der wellbeglückende Phömr hervor — der mäßige Fortschritt! O, der bitteren Täuschung! Das — wäre Alles? Meine Träume, meine Ideales — Doch wir wollen nicht schmachten, wollen nicht winseln, rechten wollen wir mit einander vor ünserm eigenen Gewissen, im Angesichte des Herrn, im Beisein der heiligen Gemeinden Israels. Nicht das erste Mal richten wir in. dieser Angelegenheit das ruhige, ernste Worr an Euch, die Ihr Euch Männer des «gemäßigten"Fortschrittes nennr, die Ihr das Panier eines neuen Wortes entfallen wollet, im Hciligthume der jüdischen Gesetzgebung,, die Ihr für die mehr als schmerzlichen Zen- Wehen und Wirren kein anderes Mittel wisset, als Vermittelung. Schon einmal haben wir es Euch erklärt, daß Judcnthum Fortschritte ganz und gar aueschlicße/ Forrschrltt heißt Vergänglichkeir, Fortschritt leuguct die Göttlict^eir der Nctigion. Offenbarung, jüdische Offenbarung war nicht KündgebüNg eines religiösen D e g risse s, sondern A u s d r u ck eben kleinsten' Hexhaltnisse' des. menschlichen' Lebens. Uebcrhaüpr schließe es keinen kleinen Grad von Inconsequenz in sich von Neformen innerhalb der Grenzen des Talmuds sprechen zu wollen- Ist die talmudische Tradition göttlichen Ursprungs, hat sich diese Ueberlieserung durch den Mund der Lehrer im Talmud forrgetragen, lag selbst in ihren gerheilten, divergirenden Ansichten, immer noch der 'Keim' göttlichen'. Ursprungs', war endlich die definitive Gesetzee- Bestimmung M-N nach feststehenden, unabänderlichen, göttlichen Satzungen ein für allemal anqeordnet, dann läßt, sich in diesen Grenzen nicbrs mehr refonnircn, heißt, eigenmächtig auf^ ihrem Gebiete forrschretren wollen./ die Tradstion selbst läugnen 2'ö'r-Ä. 'E'.D," so'' schlossen, wir unsere Ansprache. Was gewinnet Ihr durch Eure färb- und gthältlös, des Mannes, des Juden, des Geistlichen so sehr unwürdige Haltung? Ihr wollt die Gegensätze vermitteln? wollt ' das Cemrum bilden, dem beide Pole sich nähern, um wttcheS sie sich bewegen sollen? Täuschet Euch nicht? Nicht um menschliche Interessen handelt rs/sich, da wäre Vermittelung vielleicht möglich- ElN Gottes!-Kampf ist ausgebrochen gegen Wahn, Gleißncrei und Menschenfurchr; hier Uedrrzenqung zu opfern hieße Feigheit, schmähliche Furätt. Geber sie aas diese unhaltbare Stellung! Sg dorr! Was zwar damals noch unenrhüllr und verborgen mir der Zusehenden, prüfenden Auge nicht nuhr verborgen bleiben, indeß immer noch durch einen kräftigen Entschluß Eurerseits rückgängig zu machen war, es ist jetzt schon zum Worte, fast schon zur Thar geworden Ihr habt abermals eine neue blutige Wunde geschlagen, dem Herzen der getreuen, allernährenden Mutter-Religion, Ihr habt den schon bestehenden Riß noch klaffender und offenkundiger dem unheiligenschadenfrohen Auge preis gegeben Ihr habt nicht versöhnt, nein! mehr nocy zersplittert und verfeindet. War es nicht die sichtbare Hand Gottes, daß jene erste Versammlung, gerichtet und vkrürrheilt von Gort und Menschen, kaum noch unbemirlcideten, sichern, . unrühmlichen Todes dahinstcrbend, darstehen wird ein Srrafzeichen für alle Zeiten) Züm Gleichniß, zur Warnung? Und Ihr wählet irtz4 denselben Weg? Aber Ihr rechnetet vielmehr äilf Euch, geblendet durch hie und da gestreucren Weihrauch, vertrauend auf ein behutsameWlauf Zutrauen berechnetes Verfahren, daß allgemeiner ^Beifall Euer Unternehmen lohnen wird! Doch, — das waWauschung! — Nie und Nimmer? ^Beschluß folgt.) Protest der Rabbinen in Odschon unsere heilige Glaubens-Sache, in ihrem Kampfe gegen Ncuernngs- und Zcrftörungssucht kaum noch qualitativ, geschweige denn quantitativ gehoben werden kann, wird es doch reu Gläubigen in, Zsracl zu erfahren lieb sein, wie so eben die Zahl der protcstirenden Ziabbinen. durch den Beitritt durch Gelehrsamkeit und Frömmigkeit, wie keine andern mehr, an ihrer Spitze der erste in selbst, haben ihr Velo gegen die Rabb.-Bersamnllnng ausgesprochen ihre Zustimmung zu den Grundsätzen der Majorität der Deuts.. Franz., Holland, lind Ungar. Nabberklärt. Ans der interessanten Brocküre, übcrschriebcn) und aus Kosten eines in Wien lebenden hochherzigen türkischen Juden, Zuda Lion Adnt dcrausgegcbcn. werden wir nicht verfehlen, einzelne Auszüge

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