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Der treue Zionswächter · 1846-07-21 · 29 (21.7.1846) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
29 (21.7.1846)
Date
1846-07-21
Page
– (sequence 7)
Language
German
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<»KO 217 M-D Skizzen einer Rede-es Herrn Nabbiuers Lipschntz (Fortsetzung.) - Redner zeigt, wie bei Erwägung dieieS Principes von selbst sich die Nichtigkeit der Frage darrhue, wozu so viele Gesetze,ML2 eine weit zu große Summe für's Leben? — Reichen aber tausend Gesetze hin zur Beschreibung auch nur Einer Seite deines Leibes, wie sich da Ader mit Ader, Theil mit Theil verbindet, und für deinen ganzen Geist, der doch unendlich mehr, als dein Leib ist. sollten 613 Gebote, nachdem auch diese Summe noch durch Abzug der sMU M'lvrill W2V be. deutend verringert wird, zu viel sein? Liegt eine herrische, linkische Absicht Gottes darin, oder nicht vielmehr die väterlichste, schonendste, daß er, wie in der Narur kein Vedürfniß zu gering geachtet, um eS nach einem bestimmten Gesetze und einer festen Regel zu leiten, auch in den höheren Angelegenheiten deS Lebens an Anweiiungen es nicht fehlen läßt, die uns in jedem Behältnisse den rechten, zum Heile führenden Weg zeigen (1. Schemorh Rabba i-rr so) Du weißt n'chr, wie solche scheinbare Geringfügigkeiten mit dem innern Leben der Seele Zusammenhängen? Und weißt Du die Gesetze der untern Narur besser zu erklären, ist all Deine Erklärung mehr, als ein Spiel /mir bloßen Worten und Namen, ohne daß das Innere der Kräfte selbst und ihr Zusammenhang mit den aus ihnen h^rvorgehenden Kräften dargelegk und erschlossen wird;MaS berechtigt Dich also in einer Sache, wie die Religion,.,Hie ihrer Narur nach schon geheimnipvoller Are ist, mehr Llchr und Aufklärung zu verlangen, als-jn dem Dir täglich auf der Erd' Err scheinenden? -77-7- Redner breiter sich hier mehr aus. und deutet hiermit die dunkle Stelle (Spr. 30,1—6,) (.Fortsetzung folgt.) ZeiLANgsnsrhrirhtrn. Hannover. Hannover. Aus sicherer Quelle ist uns mirgcrheilr worden, daß es im Werke ist, die erste sogenannte Theologen - Versammlung hier abhallen zu lassen; doch ist man natürlich noch nicht zu einem der finiriven Entschlüsse deshalb gelangt. O estrei ch. Trebit^eh, am 5. Juni 1846- Die für jeden Orthodoxen erfreuliche Nachricht, daß daS Talmud- Studium der presburger Ieschiva als der größten in Ungarn, einen erwünschten Fortgang habe/ veranlaßt« mich ähnliche Data von der trebikscher Ieschiva der Oeffentlichkeir zu überreichen. Wohl faßt diese we,r weniger Mitglieder in sich als die obenbenannre, aber daß trotz dieser Beschränktheit so mancher Gelehrte, so mancher Rabbiner dieser Gelehrten-Schule seine Kennrniße im talmudischen Fache zu verdanken har, so manche von den Blumen der Gelehrsamkeit des Herrn Rabbiners den Honig sogen, ist wohl allbewußr, ich will daher nur ihren jetzigen Zustand schtldern. Mein Morro sei, der Wahrheit rreu. Zn der rrebitscher Gemeinde fungirr ein Rabb. wie Israel ihrer stets nie genug zahlen kann,' ein Mann der würdig ist, eine der größten Gemeinden Mährens zu leiten, ein Mann der mir hoher Energie einherrrirc da wo es gilt den heiligen Glauben zu verfechten, aber diese mir hoher Sanfrmuth und Milde paaret, wo es nur profanes Interesse zu verhandeln giebt, ein Mann der zugleich mir einer rrefen Gelehrsamkeit in israelitschen Fächern, auch eine anögebreireke im Felde der sonstigen Wissenschaften vereint, ein Mann endlich den gewiß jeder mit Freuden als Mitarbeiter dieses geschätzten Blattes begrüßt, da er dadurch an den Tag legt, daß auch in Mähren der Patriotismus für den Glauben nicht erkaltet, nicht erschlafft ist. Wo aber ein Präses wie der Herr Rabbiner sich mir Ernst, mit ruhigem Fleiße der Gelehrren-Schule weih'r. da kann nur Ersprießliches gedeihen, und dies ist auch der Fall in der krebilscher Zeschiva. Alle Insassen derselben weihen sich mit angestrengter Tharigkeir dem Talmud-Studium, und obwohl die Zeit den meisten nur mir Spannen zugemessen ist, so verwenden sie doch tagtäglich 5 bis 6 Stunden darauf. Zwar ir hier keine bedeutende Anzahl von Docherim aber einige junge Bäumchen im Garten des Herrn, die, wenn sie gehegt und gepflegt werden, gedeihen können, zum Ruhme des Glaubens, zur Stühe des Talmuds, wiegen gerne die Zahl der Studirenden an andern Hochschulen auf. Alle Bocherim genießen der Mildthärigkeit, Liebe und Achtung der Gemeinde, die Alle regelmäßig mit Freitischen versorgt, ihnen kräftige Nachhülfe gewahrt, nach Möglichkeit für alle ihre Bedürfnisse

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