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Der treue Zionswächter · 1846-07-14 · 28 (14.7.1846) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
28 (14.7.1846)
Date
1846-07-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
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in den andern Ausgaben steht die Abbreviatur N'^, und um solche zu meiden hat der Auflegerder gewiß -r'^ gelesen, den Leser aus dem Regen unter die Traufe gebracht. Ich habe hier nur auf einige Fehler die geehrten Leser aufmerksam gemacht, sie zu überzeugen, daß nur aus den Talmuden und -'"W, nicht aber aus;cde Anfrage zu entscheiden sei, >und richten daher die Bitte an die Rabbiner», diesem Sidur, der sich fast in allen Händen sinder, einige Aufmerksamkeit zu widmen, und ihre etwaigen belehrenden Berichtigungen in diese Blätter niederzulcgen.*) Samuel Jadesohn Rabbtnacsassessor zu Wreschen. ZertMrgSAscherchtcN. Schleswig. Friedrichstadt, im Juni. (Beschluß.)' Hier war eS zuvorderst biblische Geschichte, worin die Km: der eine Bekanntschaft bis in die kleinsten Details bewiesen; dann waren es die in Gegenwart der Versammlung angefertigten Aufsätze über aufgcgcbene The- »na's. worin sie ihre Fertigkeit im deutschen Srul darlegten, und endlich waren es Deklamationen, bei einer Auswahl von über 200 Gedichten und sonstigen Deklamationssiückcn. sowohl launigen als ernsten Inhalte, aus welchen nach Wahl der prüfenden Herren, von den .Hindern aller Klassen sehr viele, und zwar auf's Schönste deklamirr wurden, waS den sehr zahlreich Unterhaltung gewährte. Den Beschluß machte eine Rede des Herrn Oberrabbiners, worin derselbe in schönen Worten seine freudigste Theilnahme an dem Gelungensein des Examens, sowie seinen Dank gegen unsern humanen Herrn Stadt-Präsidenten, Etarsrath Ketelsen unl>< gegen Alle aussprach, welche dem Gedeihen dieser Anstalt ihre Mühe und Aufmerksamkeit widmen; und wie er die Hoffnung hege, daß die Geister blüthen der' jungen Sprößlinge dieser Schule unter den .Strahlen der tziliadertsonne unseres allgcliebten.Königs, zu lieblichen erquickenden Früchten natürlich wäre das Literatur-Blatt vorzi,ziehen. D. N. heranreifen werden, Gott und Menschen zu erfreuen. Als nun der Herr Oberrabbiner am Schluss^ seiner Rede noch an die Schüler und Schülerinnen, welche die Schule jetzt verlassen, sanft ermahnende Worte richtete, und ihnen zu ihre»» Eintritte ins lhariqc Leben seinen Segen errheiltc, da nctzre die Rührung manches Auge, und flössen besonders die Thranen der angesprochenen Schülerinnen so unaufhaltsam fort, daß sie erst nach einer Stunde im andäckriy verrichteten ^.N2r2-Gebeke ihre Fassung »nieder erhielten. So harte bei uns dieses Examen einen allseitig erhebenden Eindruck gemacht, wie noch kein früheres. — Doch, dem Verdienste seine Krone. Ist es auch gewiß, daß viele günstige Verhältnisse zusammen,virken, unserer Schule diesen Grad von Vollkommenheit zu gebe»», daß namentlich die einsichtsvolle Leitung von oben und der ruhige friedliebende Sinn, der in unserer Gemeinde herrscht, das ihrige dazu beitragen, so ist doch auch nicht zu verkennen, daß den großem Theil des Verdienstes um deren Gedeihen unser ausgezeichneter Oberlehrer, Herr Gotthold sich erwarb- Dieser brave junge Mann, der innigst vertraut mit den Fortschritten der neuern Pädagogik, und der mit strenger Religiosität, gediegenes Wissen, edle Sitten und einen sehr würdigen Charakter verbindet, arbeitet nicht nur ans Pflichtgefühl, sondeln auch mit Liebe in seiner Berufesphärc, und seine Thärigkeit kennt fast keine Grenzen. Dabei herrscht ein so inniges Verhaltniß zwischen ihm und seinen Schülern, daß solches mehr dem der Freundschaft, als dem eines Lehrers gegen Schüler gleicht, und hängen die Kinder daher auch mit großer Liebe an ihn- Allgemein war darum auch die Freude über die Anerkennung, welche Seitens seiner Vorgesetzten seinem segensreichen Wirken zu Theil ward, und welche der Herr Oberrabbiner nicht nur durch Worte, sondern auch noch dadurch bekräftigte, daß derselbe das »hm zukvmmbnde Honorar von 16. Nbthlr. zur Verfügung der Schulkommisston zum Zweck der Anschaffung von Schulbüchern für Kinder unbemittelter Eltern stellte, um — wie der hochwürdige Mann sich ausdrückre -7seine außerordentliche Zufriedenheit dadurch zu bewähren, was euren sehr guten Eindruck machte. Möge Gott ferner seinen Segen geben, und wir der Freuden noch vrele genießen, wie wir solche an den beiden Prüfungsragen genossen^haben, chie bei uns rloch lange in angenehmer Erinnerung bleiben werden, und die wir den schönsten unseres Lebens anreihen.

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