Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 28 (14.7.1846)
- Date
- 1846-07-14
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Preußen. Berlin. No. 4 deS Ministerialblattes enthält folgende Circular-Vcrfügungcn an sämmkliche König!. Regierungen, tl. tl. 21. März d I., betreffend die Zulassung versorgung-berechtigter Unteroffiziere jüdischen Glaubens zu Civil-Subalrernstellen. „Durch die unrerm 31.. Dscember v- I. an daS K. Sraarsministerium erlassene allerhöchste Cabinetsordre haben des Königs Majestär zu bestimn.cn geruht, daß den zu Unteroffizieren beförderten jüdischen Soldaten, welche durch die vorgeschriebcne Dienstzeit sich Eivil-Versorgungs-Ansprüche erworben haben, gleich den übrigen Anstellnngsderechrigrcn Unteroffizieren, der Eintritt in solche Subalrernüellen gestartet werden soll, mir denen die Ausübung einer obrigkeitlichen Autoritär nicht verbunden «st. Die Vereidigung beim Eintritt des Civildiensteö ist nach den für Zeugen Erde der Juden bestehenden Vorschriften zu bewirken. Bei der Anstellung solcher Unreroffizicre;üd- Abkunft im Civildienst ist als letrender Grundsatz festzuhalren, daß unter der ansschließcnden obrigkeitlichen Äutorirar .jedes richterliche oder polizeiliche und jedes mit einer exekutiven Gewalt ver- Calkularorcn, Lanzleidiener uud Boten sofern Letztere nicht etwa zugleicher Zeit als Executoren fungiren, und dergleichen Stellen nicht den Militär-Invaliden ausschließlich Vorbehalten sind, zugelaffen werden können. Vresla». Wie ich so eben vernehme, ist der bekannten Prediger und Rabbinen nur gegen 1 Thlr. Entree L Person gestartet. Obschvn ich diele Nachricht kaum glauben, konnte, ist sie mlr doch aus zuverlässiger es freilich sein, ob die Armseligkeit oder Lächerlichkeit solcher Maaßregel mehr zu bemitleiden sei- Wurde noch nicht Schauspiel genug gespielt, um jetzt sogar Amüsement oder Lachlust dem Publikum gegen baare Zahlung zu verkaufen? Oder soll so dem jämmerlichen Ausfall der diesjährigen Eollecrc für die Reisekosten der Ehrwürdigen abgeholfen werden? Doch genug! Wer die grenzenlose allgemeine Gleichgülrigja Verachtung kennt, der dieses ganze Institut hier. wie überall bereits anheimgefallen, wird gewiß finden, daß wir schon zu viele Worte über diesen Gegenstand verloren haben, und Zeit und Rede edleren Gegenstänrvidmen können-^) Kurfürstenthum Hessin. Caffel. In den jüngsten Tj»g.en hat denn endlich unser Vorsteher?Amt in der Rabbinats-Angelegenheir einen Schritt vorwärts gethan. und Fasset xrimo, Wassermann seemulo loeo als Landrabbiner Kurf. Reg. vorgeschlagen. Wenn nun auch nicht zu verkennen, daß in diesem Vorschläge, im Vergleich mir früheren, in denen ^cein und Holdheim vorgeschlagen, eine Annahrung zu etwas strengeren Religions-Prinzipien sich beurkundet, so unterliegt es doch noch gerechtem Zweifel, ob diese Wahl eine glückliche zu nennen: Fasset har allerdings hier mit vielem Beifall gepredigt, ja sogar für sich enthusiasmier. Ader eine schöne Predigt allein ist es wahrhaft nicht, was heutigen Tages den Werth, die Würdigkeit eines Nabbinen bestimmt. Lharakrer, Entschiedenheit im Wollen, Festigkeit im Handeln, ttebereinstimmung des Wortes mir der Thar, sind, unserer Meinung nach, die vorzüglichsten Momente, die, so weit sich dies überhaupt lhun läßt, bei der Wahl eines Nabbmen als besonders maßgebend beachtet werden sollten. Wie erwähnt, rhusiasmus gab sich kund: der mährisch-polnische Landidat har fast alle seine rein deutschen Mitbewerber besiegt. Wie mußte es daher befremden, als nichts desto weniger gm Aren Sabhgrh pie Mache des Deutschrhums in der Person des Herrn Fasse! so offenkundig hervorlrat, daß sogar der polnische Darr dieser Macht der Eivilisation weichen mußte- Er, Zeuge so mancher Triumphe des ralmudischeu Nadbt's, er, Ver- *) Die Red. rirscr Blätter glaubt diese Gelegenheit benützen zu müssen um zu erklären, wie sie cs. ein