Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 27 (7.7.1846)
- Date
- 1846-07-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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230 GG» Welt die Thora, als geheimer Plan untergebrcitet sei, wcßhaib es. auch heißt: V'OL'2 or"ls)üL'. —' Der aus dieser Annahme etwa entstehende Einwurf, daß alsdann die Seele an einer Norhwendigkeit gebunden ihrer Freiheit beraubt werde, ist keiner, weil ja auch der Geist die Freiheit har, zu leugnen jede andre, als ausgemacht angenommene Wahrheit, und zu sagen z. B- 3 mal 3 seie 6, oder Stehlen, Morden sei eine Tugend — er kann es, er rhur es aber nicht, weil es mir dem Gesetze und der Eonstruction seiner gesunden Menschenvernunfc aber dennoch äußerlich frei, und in eurem noch höheren Grade ist's bei Thora der. Fall, wo gleichfalls dre fnr's Göttliche geweihere Seele von einem in ihr liegenden Gesetze stch hingezogen fühlt, dennoch äußerlich völlig frei handelt. — Das geweihte aus dem ersten hervorfiießende Princip, ist: daß, wie die Gesetze Narur ihre Bestimmung im Leben und Thar haben; so z. B. genügt nicht zur Erhaltung des Körpers, bloß zu begreifen, das Athcmholen, sondern der Schluck muß wirklich aus der Luft gethan werden, ebenso genügt's nicht zur Erhaltung der Seele, daß Triebfeder deiner Handlung nicht einmal der Gedanke au Gorr zu sein, sondern die Furcht vor menschlichem Rlchrerarm, vor menschlicher Verachtung, vor Unteru. d. g. — so liegt dein Gorlesglauben in seinen kleinsten Nuancen, in jeder seiner Scharrirungcn klar, deutlich und enthüllt da, und darum sind auch solche Acre wahre Lcbenehandlungen des Geistes, bei welchen*) wie er sie unterläßt und verletzt, er sich wehe thut, sich abreißc vom Stamme des ewigen Lebens und der Wahrheit — — weil er sein eignes Lebens- und Dascinsgesetz zerstört. ,*) NOS.tM (Beschluß folgt.) ZerLNNgKNKchrrchten. Schleswig. Friedrichstadt im Juni. Wenn es irgend eines Beweises bedürfte, daß «in gründlicher ausgebreüerer Religionsunterricht neben den Anforderungen bestehen könne, welche die Jetztzeit an die israelitische Schute stellt, so ward dieser durch das in unserer Gemeindcschule am 8- und 9. d. M. obgehaltene Eramen auf's Glänzendste bewahrt. Unsere über hundert Kinder im Jahre 1843 erlassenen Regulativs unter specieUer Aufsicht des Staats gestellt' für dieselbe eine Schulkommissivn , bestehend aus den Hrn. Stadt-Präsidenten, Sradt-Secrctar und dem «erael- Vorstande angeordncr, und über dem Befund von demselben an dre Könrgl. Schleswig-Holsteinische Regierung berichtet werden soll. Diese Inspektion, verbunden mit der Zahreeprüsung vielen andern Honarationen der Stadt, und gewährten ein allseitig befriedigendes und erfreuliches Resultat. Der Prüfungsakt ward am 8, Morgens durch einer hervorhob, wie die Gemeinde ein Zeichen der Fürsorge hoher Regierung für das Erblühen ihrer Schule nicht nur in den verwilligten Gcldunrerstützungen. wie es der Gemeinde ferner stets in dankbarer Erinnerung bleiben müsse, daß Sr. Majestät unser hochverehrter König selbst mit mehreren seiner höchsten Staatsbeamten ihre Schule besucht, und seine hohe Theilnahme für deren Gedeihen bekundet habe; sie aber ihren Dank nicht besser bethärigen könne, als wenn sie der Verwirklichung seiner landesvärerlichen Absichten kr-äftigst Staates heranzubilden. Alsdann begann die Prüfung mit dem Religionsunterrichte, bei welchem es sich schon zeigte, daß derselbe kein mechanischer, i« abgepaßten Fragen und Ant-