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Der treue Zionswächter · 1846-06-16 · 24 (16.6.1846) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
24 (16.6.1846)
Date
1846-06-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»ZH 205 M» Januar d I.*) bei Herrn Hamburger mit der Bemerkung daß die dorrige Gemeinde religiös und friedliebend sei und der Bitte: über Neligiösität und Charakter Emhorn's baldigst Aufschluß zu ertheilen Daß Herr Hamburger nun seine Ueberzeugung nicht verleugnend ein treues Bild der verwerflichen Grundsätze und des Charakters desselben entworfen, und zwar so, wie solches in den gegenwärtigen Protokollen gezeichnet ist, auf welche sogar bezogen wurde, läßt sich wohl erwarten. Daß Herr Hamburger hierbei — auch auf die 116 Rabb. Deutschlands und die' bewährten Nabb. Ungarns**) bezugnehmend — der israel. Gemeinde zu Schwerin zu erkennen gegeben, daß Einhorn und seines Gleichen ^22 ist j'L'üb war gewiß heilige Pflicht; hiebei hat er, wie wir vernommen, der gedachten Gemeinde die Erlaubniß ercheilr, von diesem seinem Gutachten jeden beliebigen und sachdienlichen Gebrauch machen zu dürfen. Sonach stellt sich schon das Lügenhafte jener Erklärung heraus, als hätte Herr Hamburger gegen ihn „Anklagen" erhoben. Steht denn ein solcher Schüler mit dem. weltberühmten Lehrer in irgend einem Verhältnisse?? Sollte sich nun eie löbliche israel- Gemeinde zu Schwerin durch die sorgfältig angestellre Erkundigung aus einer großen Gefahr gerettet haben, so wird sie sich gewiß graruliren, so wie sich der Consistorialsprengel Crefeld gratulirt, welcher in derselben Gefahr sich befand, da es Einhorn fast gelungen wäre seinen Sitz dort aufzuschlagen, wäre zum guten Glücke dort nicht ein friedfertiger A.gewesen, (dem seine Religion mehr als das andere bestandene Verhältniß galt) der gedachten Sprengel aus der Gefahr gerettet; so wie sich ferner die israel. Gemeinde zu Kassel grarulirte, die auch in derselben Gefahr schwebte, durch eingezogene Erkundigung in F.- aber noch zeitlich gerettet ward. Dorr waren es die wackern Männer Herr A. F und Herr S- D. O. die Aufschluß ertheilren. Und so dürfte es diesem Manne schwerlich gelingen das Votum einer Gemeinde, in welcher sich noch religiöse und friedliche Elemente befinden, je zu erlangen. Durch Veröffentlichung vorstehender Fakta haben wir nun auch das entfernte Publikum in den Stand gesetzt, ein Unheil über Einhorn zu fällen, was nämlich noch von ihm zu halten sei, da er nach einem solchen Stürmen gegen die positive Religion (alles menschliche Gefühl verleugnend) es auch noch wagt, gegen seinen hochberühmren Lehrer bei dem er sieben Jahre lang unentgeldtichen Unterricht genossen, mir solcher Frivolirär aufznrreren; erklären aber hiebei auf das Bestimmteste, daß wir unter unsrer Würde es halten, weder ihm noch seinen Genossen ferner auf solche Aeußerungen zu begegnen, da solche sicher nur rodenden Wellen gleichen, die ihreigene Schande anöschäumen — Joel Götz, Seligman Dinkelfpühler, Menki Zimmer. Von S—k in Preßburg. (Fortsetzung.) Wer aber den Talmud nicht als verpflichtend anerkannt, ihm jede Autorität abspricht, folglich auch nicht nach ihm lebt, der ist kein Talmudist; befindet sich außerhalb dem Iudenthum, welches wir allein als wahrhaft anerkennen, und wir haben uns gegen ihn, wie gegen jeden, nicht unfern Glauben Theilenden zu verhalten. Alle die aber, welche auf dem Gebiete deS talmudischen Judenthums stehen, wenn sie auch m noch so vielen Specialitäten innerhalb desselben von einander divergiren, haben sich freund- und friedlich die Hand zur Wahrung und Schirmung des beiderseits anerkannten heiligen Gutes zu bieten. Zu jeder Zeit gab es Dogmenstreit im Judenrhume. immer Meinungsverschiedenheit, Talmud diente aber a ll diesen zur allgem.Basis.DerEine band, der Andere löste, dieser erlaubte, jener verbot, alle erkannten aber den Talmud als die Urquelle ihrer Meinungen, und so soll's und wird's ferner im Judenthume bleiben, wenigstens st"'22 ^'2.1 lix'l Was die zweite Frage betrifft, so führt sie unS zu mehreren Betrachtungen. Erstens, muß man, hat man es mit einem politischen Feinde zu thun, der schon etwas Terrain gewonnen, uns

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