Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 24 (16.6.1846)
- Date
- 1846-06-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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lehren entgegen zu treten, und mit Sicherheit ist dann einem glücklichen Erfolg entgegen zu sehen. Die Beharrlichkeit ist die nothwendige Bedingung zur Vertheidigung einer jeden Sache, zur Ausführung und Vollendung eines jeden Planes, zur Vervollkommnung in einem jeden Berufe. Sie ist der Lichtpunkt im Farbenfpiegel der verschiedenartigsten menschlichen Verhältnisse. Sie giebt oft selbst alsdann noch Leben und Erhaltung, wenn schon nach allen menschlichen Einsichten und Berechnungen jede Hoffnung auf Erfolg aufgegeben werden muß. Beharrlichkeit ist es, welche den Schwachen zum Helden macht, den Niedergebeugten aufrichtet, den von Schmerz Erfüllten beruhigt, den Unentschlossenen zur Festigkeit bringt, den Schlaffen wieder mit Muth erfüllt. Beharrlichkeit ist es, welche den Scepter in der Hand der Herrscher erhält, welche den Ruhm der Gelehrten der Nachwelt überliefert, des Künstlers phantastisches Bild in die Wirklichkeit übertragen hilft, den Krieger im fürchterlichen Schlachtgerümmel ermuthigt, den Piloten ermuntert, den Stürmen zu trotzen, den aufgethürmten Meereswogen furchtlos entgegen zu steuern. Beharrlichkeit ist es, welche dem Menschen die Schätze in der Tiefe der Erde erschließt, die entferntesten Himmelskörper seinem Auge nach ihrem Umfange, ihrer Gestalt, ihrem Verhältnisse anschaulich macht; sie ist es, welche dessen erfinderischen Geist zur Hervorbringung, Bearbeitung und Entdeckung nützlicher und heibringender Gegenstände spornt. (Fortsetzung folgt.) ELngefaudLe Erklärung, hervorgerufen durch die „Erklärung" des vr. David Einhorn in Hoppsteten, in der allgemeinen Zeitung des Judenthums No. 18. Fürth, den 24. Mai. Wenn einmal ein Schüler so tief gesunken ist, daß er mit beispielloser Frivolität gegen seinen hochberühmten Lehrer auftritt, so hält es jeder Mensch der nur Ehrgefühl hat, mit Recht unter seiner Würde, einem solchen Manne auf irgend eine Weise zu begegnen, oder gar eine Lanze mit ihm zu brechen. Unterzeichnete — Schüler des Herrn Wolf Hamburger, der bekanntlich der frühern berühmten Hochschule dahier über 30 Jahre hindurch als Direktor (,12'L" 2?Xl) unentgeldlich vorgestanden, und mir dessen Schülern viele Rabbinerstellen Deutschlands besetzt sind — weit entfernt auf gedachte Frivolität zu antworten, da solche bereits der ihr gebührenden allgemeinen Verachtung verfallen ist, halten sich indetz im Interesse der Religion und deS entfernten Publikums verpflichtet, die verwerflichen Grundsätze Einhorn's die er bei der im vorigen Jahre starrgehabken Rabbinerversammlnng in Frankfurt a. M. zu erkennen gegeben, durch diese Blätter zu veröffentlichen, da dis im Verlag der Ullmann'schen Buchhandlung zu Frankfurt a. M. erschienenen Protokolle und Aktenstücke rc. nur in wenige Hände religiöser Israeliten gekommen sein dürften. Sechs Punkte waren bei besagter Versammlung die Zielscheibe der Religionsstürmer, und welche Rolle Einhorn bei diesem Drama gespielt hat, zeigen folgende Fakta: Frage 1. „Ob das Beten in hebräischer Sprache objektiv norhwendig ist?" wird von Einhorn (Seirc27) nicht nur unbedingt verneint, sondern hiebei die Bespräche beten; selbst die motiviere Frage in diesem Betreffe wird von ihm (Seite 49) würhend verneine, mir den Worten: „Gemächlichkeit ist zu loben, aber „nicht jene krankhafte, welche das geistige Leben lähmt „oder gar tüdtet. Wir können nicht auf den starren „Felsen einer todten Sprache schlagen und Wasser „daraus fließen lassen, um bas Volk zu tränken " Also weg mit dem Talmud und den Kasuisten, weg mit der Sympathie, welche die israelit. Gemeinden für die heilige Sprache noch haben; Einhorn ist einmal ihr Feind, drum keine Glhade mehr für sie, 15 solche Stimmen haben auch gegen 13 (S. 54) ihren Untergang beschlossen. Frage 2 Das Dogma des Messias beim Gebete betr. (S. 73.) Hier sucht Einhorn eine Basis zu schaffen, auf welcher fußend, aus unsrer positiven Religion leicht etwas für die Mode, für den s. g. Zeitgeist immer Passendes geformt werden könnte. Er «st nämlich hier ein 771222? .111N2 1212! und um etwaigen Irrungen vorzubeugen, sagt er sich hiebei vom Talmud los. — Seite 74 und 75 der Protvkole