Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 20 (19.5.1846)
- Date
- 1846-05-19
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Habe ich Ihnen, geehrter Herr Redakteur, als treuer Wächter und Aufseher dieses gvktgesegnercn Instituts nur Wahres mitgerheilt, eines Instituts, welches seines Gleichen mir seinem enorm jährlichen Geld- Aufwand von circa 9000 Fl., wo anbei jährlich 40 Waisen-Zöglinge mit einer ganzen Winter-Bekleidung versorgt werden, in Ungarn sucht, so will ich Ihnen etwas von der bei uns eben entstandenen '">2l1 Q'L? micrheilen. Angeregt von dem als ralmudische Autorität allgemein gefeierten Rabbinate-Assessor P. L. Helischau, und unter den Auspicien eines Heros der talmudischen Gelehrsamkeit, deS unter den Nabbinen Ungarns so weil hervorragenden L. H. Schlesinger!-.2'A' L'X-> schnell zur Reife gebracht, erfreut sich dieses junge Institut des ungethetltesten Beifalls unserer frommen Gemeinde; seine Mission ist es, täglich 2"W2- ^iN2Q;'2 eia "1O2 mir ohne gelehrte Dispositionen von Seiten des Auditoriums ordnungsi mäßig zu lernen, und 17QW2 ^2!^ 'IQ in eben den gelernten eine tlS'-Ill von den fähigen Mitgliedern des Vereins wechselsweise abzuhalten. Viele herrliche Kräfte, selbst wohlhabende Geschäftsleute, hochgeehrte Gemeinde-Repräsentanten, arbeiten zur Belebung eines zur Verbreitung alrrabbinischer Gelehrsamkeit in unfern Tagen so nochwendigen, dem morschen Talmud-Studium Halt und Leben gebenden, und vom ZionS-Wächter, von dem wir alles Gute und Bessere mir Liebe'und Vertrauen adopnren, dringend empfohlenen '->2ll Q'L? Vereins, an welchen sich sogar das ganze RabbinatS-Kollegium mit allen, diesem Studium obliegenden, mit einer .12'L'' sich befassenden ralmudrschen Celebritäten, deren viele hier privatisiren, anschlossen, und unter welchen der obenbemeldere L. H. Schlesinger, der vor einer ausgezeichneten!12-L>' alljährlich 'ildN '"W'L' vorträgr und die Fülle seiner aelehrren Schätze sehr oft durch die in der großen Synagoge gehaltenen und mit vielem Beifall aufgenommenen 212^ zeigt, als Würdigster einstimmig zum beständigen Chef und Vorleser bestimmt wurde. Und nun sind wir vernachlässigt und verwahrlost? Sind wir noch '^2 M2? Haben nicht Synagoge und Kanzel, Religion und Pädagogik ihre würdigen und geistigen Repräsentanten? Uebrigens erfreuen wir uns auch deS süßen Genusses des Friedens, und Dayk sei unserm verehrten und geliebten, für das geistige und religiöse Wohl unserer Gemeinde begeisterten Ober-Vorsteher Herrn A. Goldstein, dessen Güte und sanftem, friedlichen Charakter es gelungen, den Zankapfel aus unserer Gemeinde zu verscheuchen, und als ein wahrer "W die aufgeregten Gemükher zu versöhnen, zu beruhigen. Möge der Geist der Eintracht und Versöhnlichkeit ferner in unserer Milte weilen, Zwiespalt und Hader auf immer unfern freundlichen Heerd verlassen!! 12'^Q O'Z'P-Q."! '1!"Ü21 ---- ZriLANgsNKchs'ichten. Hannover. Die Beiträge für das Seminar nehmen im Znlande überall den erwünschten Fortgang, so daß eS zu erwarten, das von der Regierung als Minimum für die definitive Kvnstituirung festgesetzteKapital von 5000 Thlr. werde recht bald zusammen sein. Dahingegen har sich, trotz mehrfacher Aufforderung, das Ausland bisher fast gar nicht, jedenfalls nur überaus winzig bei einem Institute beiheiligt, dessen wesentlicher Nutzen gewiß nicht allein als ein lokaler, vielmehr als ein sich über das ganze Zudcmhum und die Gesammr-Iudenheir verbreitender betrachtet werden muß. Möge diese Erinnerung nicht unbeherzigt bleiben Franken. Für die Gewährung und Annahme so wichtiger und umfassender Punkte der verschiedenen EmanziparionS- Peririonen Seitens der baierischen Landstände, für die genugthuende, ja ehrende Art, in der bei den bezüglichen Debatten der jüdischen Verhältnisse im Allgemeinen, des religiösen und moralischen Standpunkts der baier. Juden in's Besondere Erwähnung geschah, werden jetzt hier, und bald auch im ganzen Lande Dank- Addressen an den Referenten H. v Gumppenberg vorbereitet, die, von den Rabbinen und Gemeinde-Aclresten ausgehend, überall sich deS ungetheiltesten Beifalls zu erfreuen haben, und wenigstens beweisen sollen, daß Undankbarkeit keineswegs eine Untugend der jüd. Bewohner Daierns sei.