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Der treue Zionswächter · 1846-05-19 · 20 (19.5.1846) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
20 (19.5.1846)
Date
1846-05-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Aus dem Lisas?. Am 22. April fand die große ausgeschriebene Versammlung von Rabbmen und Privaten zu Colmar starr. Man beschäftigte sich sowohl mir allgemeinen Maßregeln, wie sie die bestehenden ernsteil Verhältnisse der Zeit erfordern, als auch mit französisch - lokalen, wohin besonders die demnächst vorzunehmende Wahl eines Groß-Rabbinm des Zentral-KvnsistoriumS gehörte. Die Details dieser überaus wichtigen Verhandlung werden wir nächstens miltheilen. England. London. Der Brief de-Sir Moses an S. Helberr Ellis Esq., erstem Vorsteher der großen Synagoge, lautet nach V. o. I. folgendermaßen: Petersburg, den 10 April. Geehrter Herr! Das sehr lebhafte Interesse, daS Sie und die andern Mitglieder der großen Synagoge für den Erfolg der Mission, die mich nach dieser Hauptstadt gebracht, ausgedrückt haben, wird, hoffe ich, einige wenige Zeilen von mir Ihnen genehm machen. Ich habe daS Vergnügen, Ihnen mirzutheilen, daß ich durch den Segen des Herrn die Gelegenheit harre, die Sache unserer Brüder in diesem Reiche vor dessen mächtigem Monarchen zu vertreten. Vorigen Donnerstag hatte ich die Ehre einer Audienz beim Kaiser, der mich sehr gnädig aufnahm und alle meine Angaben sehr geduldig anhörre. Se. Maj. sagte, ich solle die Genugthuung haben, seine und seiner Minister Versicherung mitzunehmen, daß er nichtmehr wünsche, als die Verbesserung meiner Glaubensgenossen in seinem Reiche zu fördern, und dieser Gegenstand gerade jetzt seine Aufmerksamkeit in Anspruch nehme. Se. Maj drückte den Wunsch aus, baß ich meine Brüder in den Städten besuchen möge, wo sie am zahlreichsten seien, und wolle er mich mit seinen Ministern in Verbindung setzen. Indem ich Ihnen recht viel Freude zu den nahen Festtagen wünsche, bin ich, geehrter Herr, hochachtungsvoll der Ihrige MoseS Montefiore. Außerdem hat vr. Adler und der Präsident der brittischen Juden (David SalomonS Esq.) Briefe von Sir Hroses erhalten. Diese sollen im Ganzen nicht ganz so erwünscht lqyren, als jenes, für die Oeffeprlichkeir bestimmte Schreiben, indeß ist ein wesentlicher Schritt geschehen, und wird durch den bevorstehenden Besuch der größten Gemeinden noch vervollständigt werden, weshalb denn auch vr. Adler am folgenden Sabbat in einer ausgezeichneten Predigt deglücklichen Erfolges jener Mission gedachte und Dank dafür dem Höchsten darbrachre. Die Angabe, daß der Kaiser 10,000 Juden die Erlaubnis gegeben hätte, sofort nach Palästina oder sonstwohin auszuwandern, ist eine unwahre. Amerika. New-Uork. Ueber die Jnstallirung des vr. Lilienthak als Rabbiner dreier deutscher Gemeinden zu New-Pork läßt sich der amerikanische „Occidenk'* also vernehmen: Die Anstellung eines Oberrabbinen mag als eine neue Aera für unsere religiösen Angelegenheiten betrachtet werden. Bisher war keine derartige Autorität hier anerkannt, und religiöse Fragen mußten fremder Entscheidung übergeben werben. Die Schwierigkeit dieser DehandlungSweise verursachte eS, daß manche wichtige Fragen gar nicht, andere in nicht aurhorisirter Weise erledigt wurden. Alledieses har jetzt aufgehärr. Wir besitzen jetzt eine Fahne, um die wir unsere zerstreuten Kräfte schaaren können. Eine L'L' ist schon begründet worden, in der und O'PL'2 gelehrt werden wird. Ich hoffe, daß unser Oberrabb. diese unsere Bemühungen zur Begründung des Glaubens unterstützen wirb, und daS herzliche Willkommen, das ihm überall von Seiten seiner ältern Landsleute geworden, möge andere Gemeinden veranlassen, sich ebenfalls unter seine Obhut zu begeben. Ich fühle mich glücklich, es bezeuge» zu könne«, daß unser Oberrabb. keine Sympathieen pflegt mit den sogenannten „Reform-Rabbinen" Deutschlands, daß er entgegen ist ihren Bewegungen, fest entschlossen, aufrecht zu erhalten unsere religiösen Institutionen, und stch einzig leiten zu lassen durch daS Gesetz, wie es niedergelegt in der Bibel und erklärt durch »nsere Weise». Al- Beweis führen wir folgende wichtige Stelle auder Antrittsrede de-

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