Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 20 (19.5.1846)
- Date
- 1846-05-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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»M 17S die durch die iiL'ii unsers großen. unvergeßlichen s'ü'2 .IL'2 'i verherrlicht und geheiligt dastehr. Und während andere Gemeinden wegen des Vorrückens des Almemors und der Abschaffung des Sterbekikrel-Anziehens am ^om Lixvr in gährende Faktionen zerrissen sind, vereinigt sich der vorherrschende, zu den größten Opfern bereitwillige Wohlchätigkenssinn unserer Gemeinde zu frommen, die Schmerzen der leidenden Menschheit lindernden, den moralischen Sinn befördernden Stiftungen und Instituten, deren viele ich hier, aber nicht im Sinne eines Panegyrikers, herzählen will, als: «I2'1j7 '-2ki mit einem jährlich bis ZOO Kranke aufnehmenden Spirale O'vil'' 'i .IM NkM — .1v2 M1.1-riirr,115O —I^NIIQ^I '2 — — 21P2 '^sr — 1P1L — ONv — 11,721 min die Sparkasse mit einem pallastarkigem Gebäude u. s. w. Lauter blühende, mit religiösen Früchten bedeckte, durch zahllose Walsen- und Wirtwenchränen, welche da getrocknet werden, gesegnete Anstalten und Vereine. Daß wir aber keine blöde, Geisies-Regungen und Bewegungen nicht würdigende Schaar sind — daß wir nicht in dumpfer Gedankenlosigkeit und in finsterer, dahinbrütender Trägheit versunken sind, ohne von dem Zeitgeist« beleuchtet zu sein — daß sich bei uns das Prinzip des Stabilismus im religiösen, und deS Fortschritts im geistigen Gebiete realisire, beweist unsere, nach Erziehung der Orthodoxie und zeitgemäßer Aufklärung als Muster für Ungarn dastehende Talmud-Tora-Schule, deren Aufgabe eS ist, der Zugend neben der göttlichen, mir ihren Formen und Gebräuchen ewig unveränderlichen Religion auch den Weg zu den seit Zahrtausenden errungenen Schätzen der Kultur zu zeigen und sie daraufhinzuführen. Denn wie überall in den civilistrten Ländern Europas, ist auch der Geist unserer Schule von der Nationalität erfaßt und genährt. Vaterländische, ungarische Bestrebungen, die in gleicher Berechtigung mir den deutschen stehen, wetteifern enthusiastisch, gekrönt vom glücklichsten Erfolge. Und daß der in beiden Sprachen geregelte, von pädagogischen Koryphäen in vielen Zweigen des Wissens ertheilre Unterricht eine achtunggebietende Höhe erreichte, beweisen jene in jeder Semester-Prüfung von hochgestellten Personen öffentlich errheilten Lobsprüche. Aber die höchsten Stadien der Entwickelung har unsere Schule in der hebräischen und ralmudischen Literatur durchgemachr, u^d mir Freuden begrüßt jeder wahrhaft Fromme die schöpferische Tätigkeit, die sich auf diesem uralten heiligen Gebiete bei unserer Zuqend entwickelt, denn der Religions-Unterricht, der in andern Schulen aus kleinen, bequemen Katechismen mir ihren trockenen, faserigen Moral- Systemen ohne Confessionelles und Zeremonielles geschiehr und von stümperhaften Winkel-Lehrern ertheilr wird, ein solcher demoralisirender, nur verderbliche Neologie erzeugender Unterricht war von jeher unserer Schule fremd, wo immer der Religions-Unrerrichr e»n geist- und lebenathmender, aus der heiligen Tora selbst geschöpfter, auf Tradition und Talmud basirender, von frommen Lehrern des Glaubens errheilter Unterricht war. Alljährlich erziehen wir emiqe hundert Zöglinge, die das .IV'L' (Deuter. 31,1!)) „sie sollen es auswendig l,rnen" nicht nur auf I2'ir«.l li'!2 onwenden, sondern auch den ganzen Pentateuch mir der gründlichsten Exegese und auch auf einige hundert Kapitel von "j'2 übertragen, und während Tradition und Talmud durch den Todesstoß jener berüchtigten Glaubens-Verräther in den meisten Lehrschulen das Zeitliche gesegnet und eine lerra MLOFiütu wurde, haben wir hier eine große Anzahl im Geiste der Talmuds eingewelhier Jünglinge, und herzcrhebend waren die erstaunlichen Proben des ralmudischen Wissen«, welche diese, in drei Sprachen: hebräischer, deutscher und ungarischer, gründlichen Unterricht genießenden Zöglinge an dem eben verflossenen -l^ü.i mederlegten. Damit aber selbst das weibliche Geschlecht an den großen errungenen Schätzen der Tephiloch Antheil nehmen möge, dessen Recht, in nichthebräischer Sprache zu beten, sehr schwer erklärt wird, (viel. 211 sll I2r«-> .i'.i j7iS) so lernt es in der, unserer Talmud- Tora zur Seite gestellten Mädchen-ErziehungS-.'lnstatr sämmtlich 711-11 und 11111 durch eine reine Uebersetzung verstehen, welches unter der Leitung unserer hochgelehrten Herren Inspektoren L. Richter und Z. Wahrmann einem glücklichen Gedeihen entgegen sieht. Und von einer solchen, vom Geiste rabbinischer Interpretation beleuchteten, mir gemmhlicher Religion«- wärme und respckcirendem Verstände ausgerüsteten Zugend können wir getrost hoffen, daß die GlaubenS- Feste in Israel ckit ihren eingestürzren Bastionen und nivellirren Mauern an manchem dieser Zöglinge eilten N1LI22 und ri'1.1 P11 finden wird.