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Der treue Zionswächter · 1846-05-12 · 19 (12.5.1846) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
19 (12.5.1846)
Date
1846-05-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Unterschied der Religion befördernden Regierung können wir uns gerrosl der Hoffnung hingeben, unser» diesfäüigen frommen Wunsch bald auch in Erfüllung gehen zu sehen. ^Fortsetzung folgt ) Schilderung des berühmten Oberrabb. S. W Schreiber zu Preßvurg. (Fortsetzung.) Ungeachtet aber dessen, daß geistige Beschäftigung sein ganzes Wesen in Anspruch nimmt, weichen dennoch die großen Lebenspanaceen, die immerwährende Heiterkeit und gemüthliche Seelenruhe, von seiner Stirne nicht. Während der Rabbi in tiefer Betrachtung über seine Zdeepkombinarion im Talmud versunken ist, und Jemand eben um Einlaß bitten läßt, verlieren sich alsbald die Runzeln seiner hohen Stirn und an deren Stelle tritt eine einladende Munterkeit, die dem Einrretenden enrgegenlächelt und mir der ihn der Rabbi willkommen heisst. Zn seinem Gemache vergißt der hochw. Rabbi, daß er das geweihete Oberhaupt einer so zahlreichen Gemeinde ist. Kommt einer seiner Jünger oder irgend ein Anderer, um ein Gesuch bei ihm zu machen, so empfängt ihn der Hochw. mir einer Gurmüthigkeit, die keine Regel der Etiquette kennt, und macht es immer so, daß Jener die Schranken der Etlquerregebräuche auf Augenblicke überschreiten muß. Und doch— ick weiß nicht, wie das zugehr: wenn es dazu kommt, daß er wieder der Rabbi sein muß, ist er's auch wirklich. Aber nicht durch derbe Worte und Züchtigungen etwa, durch despotische Anmaßung! nicht im Geringsten. Sondern in der Sanftmuth feiner Züge, muß auch sehr viel Gebietendes verborgen liegen, welches aber, so oft er es haben will, zum Vorschein kommt; und sobald einmal dies Gebietende aus dem großen blauen Auge hervorstrahlt, weichen selbst Jene, mir denen er da vor einigen Augenblicken lachend scherzte und ihnen liebkos're, zitternd zurück. (Fortsetzung folgt.) Ru u d sch r ei b e n des kurhesffMlmHg Beifolgendes Schreiben des kürhessiscken Land- RabbinärS, welches in Betreff der Ueberwackung und Deaufsicktiqung des Religlönewesens an alle Kreis- Rabbinen der Provinz Niedirhessen, so wie an alle Prövinzial-Rabbinen der übrigen Provinzen ergangen, erlauben wir uns als den Geist und die Wirksamkeit der höchsten jüd. Landesbchörde, des einzigen deutschen Staates, in dem völlige Emanzipation herrscht, bezeichnend, der Oeffentlichkei'r zu übergeben.. Zur Führung der nach 1 des § Z6 der Verordnung vom 30. Dezember 1823 dem Land-Rabbinare obliegenden Oberaufsicht auf den gesammren Gottesdienst und Religionsunterricht bedürfen wir einer möglichst treuen und 'umfassenden Darstellung der Zustände sämmrlicher Synagogen und Religionsschulen des Landes und der auf diese direkt oder indirekt einwirkenden Verhältnisse, um hiernach die weiter als zweckdienlich erscheinenden Maßregeln bemessen zu können Indem wir nun in Ermangelung eines Prövinzial- Rabbinen für die Provinz Niederhessen Sie hiermit veranlassen, uns längstens bis zum 1. September l. Z. ausführliche Mittheilungen über den gegenwärtigen Stand des öffentlichen Gottesdienstes, des Religionsunterrichts und der übrigen religiösen Verhältnisse unter den Israeliten Ihres Rabbinare-SprenzelS zu machen, und Ihrem Ermessen anheimgeben , welche besondere Umstände und Tharsachen sie für geeignet finden werben, von uns in Betracht gezogen zu werden, wünschen wir, daß Ihr Bericht vorerst über nachfolgende Punkte sich ausdehne: l Synagoge. 1) Namen sämmrlicher Synagogengemeinden und der zu diesen gehörigen Orte, unter Angabe der beiläufigen Anzahl der israelit Familien eines jeden Orres und der Entfernung der zum Synagogenverbande gehörigen Orte von demjenigen, in welchem die Synagoge sich befindet. 2) Synagogen-Gebäude. s) Räumlichkeit, bauliche und innere Einrichtung. 3) Vorsänger. a) Namen, Alter, Qualifikation und Lebenswandel.

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