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Der treue Zionswächter · 1846-04-21 · 16 (21.4.1846) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
16 (21.4.1846)
Date
1846-04-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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kein Unterschied zwischen den assertorischen und promissorischen Eiden obwaltet. (Fortsetzung folgt ) Ueber ernstes Bibel-Stn-irrm re. Von I. Löwenstein, Rabbiner zu Gailingen, Großherzogkhum Baden. (Fortsetzung.) Um dieses nun zu bewerkstelligen, mögen folgende Vorschläge als Leitfaden dienen. Vor Allem ist die Bestellung nicht nur mit der Religionswissenschaft auegestatterer, sondern auch frommer Lehrer unerläßliche Bedingung. Wäre der Lehrer nicht von der Wichtigkeit seines Berufs als jüdischer Lehrer ganz durchdrungen; von der hohen Aufgabe, die ihm im Namen der Iudenheik gestellt wird, ganz beseelt; würde er seine Leistungen auf dem Gebiete der Religion bloß handwerkSmäßiß betreiben, ohne festen Willen, ohne einen gewissen Grad von Selbstverläugnung, von Begeisterung für das große Werk, das ihm obliegt: er wäre kein würdiger Arbeiter im Weinberge des Herrn; er wäre vielmehr einer jener kleinen Schakale, welche diesen Weinberg verderben; für ihn hätten wir keine weitere Worte, keine weitere Vorschläge; unsere Sache, die Sache Gottes wäre — wenn es nur solche Lehrer gäbe — verloren; verloren, nach menschlicher Einsicht, für die künftige Generation; verloren durch Diejenigen, welche sie schützen sollten. Wie aber erst, wenn der Lehrer selbst die Schlange des Zndifferentismus, des Unglaubens am eigenen Busen nährt? Seine Klugheit möge sein Inneres noch so lange verschleiern, für die Dauer kann dieses nicht geschehen. Er wird, er muß sich noch in seiner wahren Gestalt zeigen, und zu spät wird man das Gift gewahren, welches in den zarten Herzen der ihm anvertrauten Jugend wühlt. Das zweite Bedüvfniß einer guten jüdischen Schule ist die sorgfältige Zeitvertheilung zwischen den Religionsgegenständen und den weltlichen. So unerläßlich diese auch sind, so darf doch nicht außer Acht gelassen werden, daß unsere Schulen jüdische Schulen sein sollen, und das Ewige dem Zeitlichen nicht opfern dürfen. . Will die Didaktik sogar alle Unterrichtsgegenstände auf Religion zurückgeführt wissen. so darf um so weniger in einer jüdischen Elementarschule das jüdische Element hintenangesetzk werben. Dies auszuführen, ist einem gewissenhaften, sachverständigen Lehrer ein Leichtes, namentlich in einer nicht sehr zahlreichen Schule. In größer» Schulen sind gewöhnlich mehrere Lehrer angestellr, durch weiche der religiösen und der zeitgemäßen Anforderung ebenfalls entsprochen werben kann. ^Fortsetzung folgt.) Aufruf französischer Aabbr'nerr Mühlhausen, d. 31. März. Unter dem heutigen Darum ist hier folgendes Circulär der beiden berühmtesten Nabbincn des Elsaß in französischer und deutscher Sprache er,chienen und in Tausenden von Exemplaren durch ganz Frankreich vertheilt worden. Theure Brüder in Israel, Ehrgeiz, Gewinnsucht und Hang nach Vergnügen haben verheerende Waffen geschmiedet, und eine Schaar Ungläubiger, die jeder religiösen Einschränkung überdrüssig sind, angeworben, um gegen unsre heilige Religion zu Felde zu ziehen, gegen die Religion, die Gott selbst Israel geoffenbarc, und welche unsre Väter uns überliefert haben, umgeben von der Achtung und der Verehrung aller Jahrhunderte. Die Gegner unserer heiligen Religion, durch den heillosen Beistand einiger von Habsucht geleiteten, von Ehrgeiz geblendeten neuen Jünger, deren mancher rheils in Schriften, theilS in Anreden, vor und mitten in der begonnenen ReligionS-Dekriegung, ganz mir einem seines Amts allein würdigen Elfer für den Talmud feierlich auftrar — durch den Beistand solcher ihrem persönlichen Interesse allein opfernden Priester, solcher Verräther ihres heiligen Amts, Verfälscher des heiligen ihnen anvertrauten Gutes, ermurhigt, verkünden schon in ihrem übermüthigen Dünkel ihren Triumph, den Triumph der Gottlosigkeit und die Niederlage der Religion. Obschon es uns, Diener einer Religion, die Liebe und Eintracht will, zuwider ist, die Verirrungen unserer Brüder öffentlich zu rügen, so läßt das Interesse der Religion und das Bewirken Eures Heils, welche beide uns gleich stark am Herzen liegen, uns dennoch

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