Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 12 (24.3.1846)
- Date
- 1846-03-24
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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99 Noch wichtiger aber wird ein Literatur-Blatt in diesem Sinne, als den bewährtesten und gelehrtesten talmndischen Autoritäten unserer Tage Gelegenheit dadurch geboten, wird, da, wo durch den strebsamen Erfindungsgeist neuerer Zeit Verhältnisse entstanden, die in den ältern sowie in nicht ausdrücklich berührt sind, nach gemeinsamer Forschung und Erörterung und nach gründlicher Besprechung auf den Grund vorhandener talmudischer Ariome bin, es möglich sein wird, auch für diese Verhältnisse sein, wodurch unbedingt ein Wesentliches beigetragen werden wird, bedauerlichen Irrungen, sowie Neuerungen vorzubengen. Daß außerdem dunkele Stellen in und L'V'NQ, die von unfern Gegnern so häufig und gerne zur Verlästerung und Verläumdung benutzt werden, hier ihre volle Erklärung finden werden, versteht sich von selbst. Vorzüglich aber hoffen wir, daß durch diesen gegenseitigen Austausch jüdischer Gelehrsamkeit und Wissenschaft, und zwar von den in der Judenheit als die größten Talmudisten anerkannten Rabbiner:, mitgetheilt in , ein regeres Streben überhaupt hervorgerufen werden wird, die heiligen Religions-Wissenschaften im Ganzen mehr zu pflegen, für ihr Wachsthum und Gedeihen zu sorgen. Die äußere Oeconomie endlich dieser beiden neu zu begründenden Institute, des „Anzeigers" und des „Literatur-Blattes", betreffend, bemerken wir Folgendes. Der „Anzeiger", mit dem 1. April d. I. beginnend, reihet sich dem Haupt-Blatte an. Derselbe nimmt gegen die gewöhnliche Vergütung (1^ Sgr., 1 gGr., 5 xr, 2 /? pr. gespaltene Zeile) alle hieher gehörigen Anzeigen und Annoncen auf, soweit selbige natürlich nicht entschieden gegen die Tendenz dieser Blätter verstoßen. Vorzüglich wird bei der mehr als gewöhnlichen Verbreitung des „Wächters", und da wohl kaum eine fromme Gemeinde gefunden wird, in der er sich nicht wenigstens in mehreren Eremplaren vorfindet, der „Anzeiger" von jüdisch religiösen Vorständen und Privaten benutzt werden können, um ihre Gesuche, Vakanzen:c. derOeffentlicbkcir zu übergeben, und werden derartige Aufträge unter der gebräuchlichen Vorher-Einsendung des Betrages an die Redaktion oder durch jede Buchhandlung an unsere Verlags-Buchhandlung (nach wie vor die Herold'sche in Hamburg) auf das Pünktlichste besorgt. Das Literatur - Blatt betreffend , so wird solches mit dem 1. Juli d. I. beginnen. Für's Erste erscheint dasselbe alle 14 Tage und zwar einen halben Bogen stark. Der Pränumerations - Preis für dasselbe beträgt pr. Ao. 1 Thlr. P. C. (1 fl. 45 xr, 2 K 8 /?) und kann auf dasselbe sowohl mit dem „Wächter" zusammen, als für sich allein abonnirt werden durch jede respektable Buchhandlung, wie auch durch die wohllöbl. Post-Behörden, die den Debit des Haupt-Blattes besorgen und schon jetzt Abonnementö- Bestellungen entgegen nehmen. Probeblätter werden z. Z. nicht vertheilt; die verehrten Mitarbeiter aber ersuchen wir, die betreffenden Arbeiten frühzeitig einzusenden, als bei der Masse des vorhandenen Stoffes sonst eine geraume Zeit bis zur Veröffentlichung hingehen möchte. Die Redaktion. Ueber die Zweckmäßigkeit des in der Mitte der Synagoge erbauten Almemor. Don S. Adler, Rabb.-Cand. in Würzburg. In der ersten No. dieses bei allen rechtgläubigen Israeliten beliebten Blattes d. Jahrghat der um die Verbreitung rabbinischer Gelehrsamkeit hochverdiente Herr Oberrabbiner I. Ettlinger die symbolische Bedeutung des Almemor in kurzen, aber kräftigen Worten dargelegt. — Es möchte wohl nicht überflüssig erscheinen, dieser sinnreichen Defensiv» der alterthümlichen Einrichtung der Synagoge noch einige Andeutungen über die Zweckmäßigkeit derselben anzureihen. Von den religiösen Funktionen, welche nach der Anordnung unserer Lehrer der Vorzeit auf dem Almemor verrichtet werden, ziehen wir vorzüglich am in Betracht. Alle di O'pyisi O'X-nv-r stimmen darin überein, daß man nur mit dem reinen nicht aber mir