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Der treue Zionswächter · 1846-03-10 · 10 (10.3.1846) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
10 (10.3.1846)
Date
1846-03-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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85 blind, der unter Donner und Plitz und andern Wunverzeichen der Natur dem Auge von 600,000 gereiften Männern außer Kindern und Weibern geoffenbart worden? Gebet Antwort hierauf. Nun, was bleibt Euch denn noch übrig? „Aber wir glauben ja," sprecht Ihr, „und eben, weil wir am wahren Glauben festhalten, weil wir den Kern so hochschätzen, wollen wir die Schale lösen; weil wir auf unser Kleinod, unfern Reichthum so stolz sind, wollen wir den durch Jahre lang an ihm klebenden Schmutz abwaschen, wollen wir heraussondern das Aechte vom Unächteu, daS Reine vom Unreinen, und ihn in seiner Reinheit darstellen, damit alle Vorurtheile und Zweifel schwinden, alle Vorwürfe und Neckereien in ihrem Ungrunde dastehen." — Außerdem, daß wir Euch aber an das alte Sprichwort: „non sutor ultra oropulain! " mahnen und Euch sagen, daß Ihr nur Germanier, aber keine Ibriim seid; daß Ihr nicht unterscheiden könnt zwischen Wahr und Unwahr, Recht und Unrecht; daß Ihr gerade das Dunkel zu Licht, und Licht zu Dunkel, das Bittere zu Süßem, und Süßes zu Bitterm umschafft; daß alle Eure Beschlüsse und Debatten von größter Ignoranz und lächerlichstem Dünkel strotzen; daß unsere Tora sowohl 2^222? als ."2^22? rein und makellos für den theologischtalmudisch Gebildeten dastehe, und Ihr sie blvs obtorquirt, und theils aus Nudität, theils aus boshafter Willkür Ihr die Widersprüche in sie hineinlcgt; nur Ihr aus verkehrtem Sinne Anstößiges an ihr findet; da doch unter Millionen Millioneu Menschen, die sich seit Verfassung des Talmuds mit ihm beschäftigten, und tagtäglich unzählige Werke noch verfaßt werden, noch alle seine Aechtheit und Tiefheit erkannt und gelobt haben. Sagen wir von Euch noch nebenherdaß nur durch die Schale der Kern geborgen bleibt; daß die edle Frucht der harten Rinde bedarf, um gegen Wetter und Sturm geschützt zu sein; daß ohne die schönen, als Schanze dastehenden Sitten und Gebräuche unser Glaube schon lange von dem Zahne der Zeit benagt und von der wstthcnden Hand des Unglaubens ganz zerstört worden wäre; nur diese sind's, die als dessen Schild ihn gegen die giftigen Pfeile des Lasters und Scepticismus schützen. Nun, was ist also denn das Ziel Eures Strebens? Nachahmuugsucht, Proselytenmacherei, Modegeckerei, die sind Eure Beweggründe; anschließen wollt Ihr Euch den christlichen Brüdern, um daxaus Euren Nutzen zu ziehen. Und darum zeigt Ihr uns von der Ferne ein schönes und herrliches Bild, eine reizende Blume, unter welcher eine giftige Schlange lauert; Ihr wollt uns blauen Dunst vor den Augen machen; glaubt, daß wir gelocktblindlings in die von Euch uns gestellte und mit Rosen bedeckte Falle laufen werden. O der Einfalt! — Aber wie könnt Ihr denn gar glauben, daß Euch die christlichen Brüder applaudiren werden, und Euer» Betrug Ihr vor ihnen vermänteln könnt? Schwingt Ihr nicht Eure Geißel über alle Religionen? Ihr brecht ja den Stab auch über sie, Ihr habt gar keine Religion. — Seid Ihr Juden, zeugt auf Eure Tora! Seid Ihr Christen, wo ist Euer Evangelium? Vielleicht seid Ihr aber Türken, gehört zur mahomedauischen Religion? Aber Ihr esset ja Verbotenes, zecht beim Weine, weist also auf Euer,! Koran! — Heiden seid Ihr also, Kryptohciden, Diener der Prunksucht und der Leidenschaft, das ist, was wir sagten: Verräter des Iudeuthumes und der Sittlichkeit, die sich eingenistet, um mit dem Ruder des Verderbens nach allen Inseln der israelitischen Tugendbewohner zu steuern, die unerfahrene Jugend durch den lnruriösen, leichtsinnigen Wonnetaumel zu blenden und eine neue Sekte zu bilden, und nach Eurem Eigendünkel zu reformiren. — Darum halten wir es auch der Mühe nicht werth, uns zu einem gleichen Kampfe zu rüsten, und wollen bloß, dem Unmündigen die Augen öffnend. Euer Phantasma deutlich zeigen, und Euch die Larve des Trugs abnehmen; und wir hoffen, daß auch Ihr Euch bald auflösen werdet und das Gespinnst der Bosheit nicht Zusammenhalten wird. — Aber wozu der übrigen Worte, wenn der Born der Wahrheit in unserm Bereiche liegt, und seine lebendigen Quellen krystallenrein immer sprudeln läßt, vmi et salvav! aiumam. , Toleranz moderner RaLbrneu. Sie haben. w. H N., bereits früher darauf aufmerksam gemacht, daß von Seiten des modernen Nabbinismüs eine Arr religiösen Zacobinerlhums gegen.

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