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Der treue Zionswächter · 1846-03-03 · 9 (3.3.1846) · page 14

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
9 (3.3.1846)
Date
1846-03-03
Page
– (sequence 14)
Language
German
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78 zu suchen seien. Solches wirb im 5. Abschnitte 2. Abkheilung des größer» Werkes hinlänglich und namentlich aus der Religionsgeschichte nachgewiefen: Daniel und seine drei Freunde Thanania, Mischael und Esariah, zeigten sich unter der babylonischen Regierung Nabuchodonozar'S als die strengsten Anhänger des Hubenthums, als Personen, die es sogar mit ihrem Leben verfochten, die aber zugleich mit derselben Aufopferung auch dem Staate dienten. — Ganz in dem Geiste ihrer hier so eben benannten Vorgänger lebten Mardochai und Esther an dem persi,chen Hofe Ahaswerosch's. Auch sie gaben den stärksten Beweis ihrer Anhänglichkeit an's Zudenthum, sie konnten selbst ihr Leben dafür auf's Spiel setzen; doch sehen wir sie mit eben solcher Treue dem Staate ihre aufrichtigsten Dienste erweisen. Diese Pflicht des Patriotismus wird und muß aber auch jedem andern gläubigen Israeliten heilig sein, um so mehr, weil wir selbst von Seiten der Religion aus nachdrücklich hiezu aufgcforderc werden. Sv verkündete schon Prophet Zeremias im Namen Gottes an die israelitischen Exilanten zu Babylon — '121 -X^V' 'j)-x '1X22 '"I 12X xi°2 : (2'2 QM L222X '^271 ILM 1'p.l 221-2? 22X 12'111 - -21-2? 22°) ''N' r-.21-2?2 '2 -X 7NP2 1^-22711 Sucher das Wohl des Staates zu befördern. wohin ich euch führen ließ; beter für denselben zu Gort dem Herrn, denn das Wohl des Staates muß auch euer Wohl sein. Noch kräftiger wurden wir hierzu angewiesen im Sprichwort Salomons (i°2 --2'2) mit den Worten: (^2>21 '52 2X XI') Fürchte Gorr, mein Sohn! und schon deshalb auch den König, d. h. weil es ebenfalls der Wille Gocres ist, und die Religion es so von dir heischt. — Dieses der einfache Sinn dieses Textes; jedoch enthält derselbe in weiterer Bedeutung einen noch vortrefflicher» Sinn. Dieser beruht auf der hebrässch-rhctvrischen Regel: wo "NX" 2-2 auf "2X2'- ti-2 folgt, es nicht Furcht vor Strafe, sondern Ehrfurcht andeurcr, und will daher sagen: Mein Sohn! habe Ehrfurcht vor Gott — und aus eben diesem Motive der reinen Ehrfurcht: fürchte auch den weltlichen Ne- Henre», deinen König in politischer Hinsicht. 2212? 2P1« '-2-H'NN -x (Sodann würdest du niemals der Versuchung unterliegen, mit Aufwieglern oder in sonstige staatswidrige Verbindungen auch da nicht verwickelt zu werden, selbst wo keine menschliche Strafgewalt zu besorgen wäre.) Wie in einer ganz umgekehrten, aber falschen Meinung leben hingeben jene reformsüchrigen Männerwenn sie wähnen, und es gleichsam auch öffentlich vorgeben: daß je mehr eS ihnen gelingen dürfte, Israel zum Abfall und zur Abtrünnigkeit von der mosaischen, als seiner Stamm-Religion zu verleiten; je religionswürdiger, je freigeisterischer sie sich den Mitbürgern aus andern Nationen zeigen, und so in religiöser Beziehung gleichsam die Scheidewand, wie sie es nennen, zwischen diesen und Israel immer mehr abzmragen sich bestreben — desto mehr Gunst und desto größeres Zutrauen Letztere in den Augen Ersterer sich dadurch erwerben dürften, auf daß sie uns der Genußfähigkeit staatsbürgerlicher Rechte für um so würdiger erachten würden. — O der Verdrehung jener Zrreleirenden'. Wohl giebt es eine Scheidewand, die Israel leider Ungunst in Gottes und der Menschen Augen zuziehr. Diese aber ist eine ganz andere; nämlich unsere Sünden und Untugenden, sowie sie Zsaias bereits nannte: 22'^ j'2^ 22'2'2 2'-'122 1'71 22'2121p 2X '2 (22 ' plp') (Nur eure Sünden sind's, die zwischen euch und eurem Gone stehen). Diese Scheidewand sollen und müssen wir in Israel zu entfernen trachten, durch Tugend und Frömmigkeit uns Gottes Heiligkeit immer wehr anzunähern streben, auf daß wir Gottes Hülfe und Gnade desto würdiger werden, er sein Antlitz uns wieder zuwende, und uns auch Gunst und Gewogenheit in den Augen Anderer bringe. Lasset euch also, Gläubige in Israel, ja nicht durch jene verführerischen Einflüsterungen verleiten; vielmehr beherziget die heilsame Lehre der jl'-p '2?1isi l'-p ,'2212 , .1112 *?1P '222 P112.1 ^2" : (2"2 212X) "^1X -Z2-! ^)1P1 W2-2 -ip (Wer das Hoch, die vermeintliche Bürde des Gesetzes von sich abwirft, dem wird auf der andern Seite das Hoch des Staates und der Welrgeschäfte um so mehr aufgelegt); hingegen: .1112 -1P l'-p -2j22.l -2(Wer sich demJoche des Gesetzes willig unterwirft) sIX ^11 blpl 212-2 ^1P1222 j'1'2p2 (wird berücksichtigt, und vom Zoche der Obrigkeit und der Weltangelegenheiren befreit.)

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