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Der treue Zionswächter · 1846-03-03 · 9 (3.3.1846) · page 13

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
9 (3.3.1846)
Date
1846-03-03
Page
– (sequence 13)
Language
German
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77 bestimmt biauf heutigem Tage unabbringlich auf diesem Glauben von , .11111 2122W .1111 welche beide von 12'21 .1^2 (der selbige, wie gesagt, von Gott unmittelbar empfangen) bis zu uns gekommen sind, und die zusammen nur ein vollständiges Ganzes bilden. — Ohne diese mündliche Lehre, gewiß, eS wären die durch Schrift geoffenbarten Lehren größtenteils unverständlich geblieben, und wüßten wir auch die wenigsten Religions - Gesetze und Handlungs - Gebote recht auszuüben; — indem die Erklärung und Anwendung derselben dann den unwichtigen Auslegungen oder gar willkührlichen Verdrehung der Menschen preisgegeben fein würde, deren Verstand beschränkt, verschieden und oft von Leidenschaften verblendet ist. Ein Beispiel sahen wir hiervon an jenen zur Zeit des 22? 1'2 entstandenen Sekten unter dem Namen Zadukäer und Karairen (deren Andenken aber bei den Israeliten längst erloschen ist), welche Verworfene, wie es aus dem (>l) .1) P12 '212«2) '1^2 ersichtlich ist, weil sie von der mündlichen Tradition abgewichen, und sich lediglich an den buchstäblichen Sinn halten wollten, fast keine einzige schriftliche Lehre gerade auszulegen und mit Bestimmtheit anzuwenden wußten. Durch die traditionelle mündliche Lehre aber wird jene niedergeschriebene erläutert und näher erklärt, sowie die Bedeutung, der Zweck und die Anwendung derselben festgesetzt und allgemein bestimmt, wie wir überhaupt unser Thu,n und Lassen darnach mir Gewißheit, d. h. der Absicht Gottes, des höchsten Gesetzgebers gemäß, einzurichren haben. nämliche Art fortpflanzte, gleichwie eS heißt in '121 xiLI.1'^ 1"V21 '2'22 .1111 112X -.1)112.1 ION'L2-t) 11122 (den Mitgliedern der großen Synode), und die Beschreibung des weitern Fortganges derselben aber in ij)ini 1') O"22l 121P1 und (2D — 1"O 2"2) '1112 sich vorfindet. Eben diesen würdigen Gesetzlehrern verlieh Gon Weisheit und Biedersinn, über die Erhaltung und Genauigkeit der Tradition zu wachen, sie vor Entstellung zu hüten und uns über dieselbe einen immer richtigen Unterricht zu ertheiken. Unter eben diesen wahrhaft frommen, von Gott begeisterten Männern befanden sich auch jene, welche, als die bedrängte Zeit nach der Zerstörung des zweiten Tempels befürchten ließ, die .durch Moses überkommene mündliche Lehre könnte leicht vergessen oder entstellt werden, dieselbe unter dem Vorsitz des heiligen Rabbi Zehuda Hanaßie (2HP1 112D schriftlich verfaßten, die sämmtlichen Lehren der Tradition sammelten und sie systemmäßig im 112)1 auszeichneten, welchen wir eben noch besitzen. Nach dieser Vorausschickung spricht sich denn für uns die Ueberzeugung von der Unentbehrlichkeit und dem wahren Nutzen der im 112)1 vorkommenden traditionellen Vorschriften von selbst aus. Und wie unverzeihlich wäre es also nicht, diese trefflichen Lehren nun auf einmal verwerfen zu wollen, und so die Hand zur Auflösung der Religion zu bieten! Die zweite Ursache, weshalb meine besagten Religions-Bücher sich des allgemeinen Beifalls erfreuten, ist: Diese heilsame Tradition als mündliche Erklärung des geschriebenen Gesetzes, die sich in ihrer Reinheit bis auf uns erhielt, und welche vor Verunstaltung und Mißbrauch so lange gesichert wurde — diese haben wir lediglich den Propheten, als auch den ihnen nachgefolgten heiligen Gesetzlehrern zu verdanken. Indem Erstere dieselbe unmittelbar von Moses eben so treu und genau übernahmen, wie Moses sie von Gott selbst empfing, theilken diese sie wiederum den Nackgckommenen, besonders frommen Schriftgelehrten und Gesetzlehrern, rein und unverfälscht mit, von welchen es sich so fort wieder weiter von Weise zu Weise auf die d) Weil auch ihre Tendenz hinsichtlich der politischen Stellung des Israeliten dem Staate gegenüber lediglich dahin ging, einleuchtend zu machen und sowohl a posteriore, als vermöge Religion deutlich zu erweisen, daß eine Vereinigung des Zudenthums mit Dürgertreue nicht nur wohl möglich sei, eine Anhänglichkeit an den Glauben Israels mit der an das Vaterland nicht nur sich vertrage, und man sonach wahrer Jude und zugleich auch ächter Staatsbürger nickt nur sein könnte, sondern wie gerade der wahre Israelit auch nur wahrer Staatsbürger sein solle und sein werde, und wie nur in den eifrigsten Israeliten die treuesten Unterchanen

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