Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 9 (3.3.1846)
- Date
- 1846-03-03
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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74 nach unser Herz zu veredeln 112111 .12128 '112^>) '(1122-.1 die Tendenz der Gorreslehre, sohin nur die Moral, sei der Zweck derselben ('22 >'2'- Pi 82211 '2) Gorr verlangt bloß ein veredeltes Herz. Was jedoch das so von Alters her uns überkommene jüdische Gesetz mir seinen Ceremoniallehren und traditionellen Vorschriften betrifft, dieses, indem es für den Menschen allzuhemmend in seinem Lebensgenüsse eingreift und ihn gleichsam in ein gar zu sklavisches Verhälmiß zu Gorr stellt, dieses, so sagen sie, dürfte wol nur als eine Vorschule der religiösen Bildung für eine beschränkte Zeit eingesetzt worden sein, nur als einen Elementarunterricht jener Vorzeit betrachtet werden, den die nun reifere Menschheit aber, nachdem sie sich einmal auf höhere» treuere, edlere Standpunkte der Gotterkennrniß und Verehrung hinaufzuschwingcn im Stande sei, bereits entwachsen wäre. — Sonach wäre es zur Veredlung des Herzens in der Zetzrheir schon genug, wenn der Mensch nur inneren Glauben habe, — wenn man nämlich alle 12128'112in seinem Innern auffaßt, und mit lebendiger Überzeugung fest daran glaube, und so Gott gleichsam nur im Geiste verehre, ohne erst die Handlungslehren 1182) 11218,1) und am Wenigsten die Leremonialgebote nach traditioneller Auslegung äußerlich ausüben zu müssen.— Solcher ketzerische Irrgeist scheint jene Männer bei ihrer Versammlung beherrscht zu haben, nur um sich nicht ganz bemerkbar zu machen, fingen sie damit an, erst eine fromme Sitte nach der andern abzuschaffen, einen heiligen Gebrauch nach dem andern aufzuheben, ungeachtet, daß mit Recht schon .1111 ^>81L" 2122 .8'.1, indem jeder frommen Sitte immer eine höhere sich zu Grunde legt, jede derselben ein Spiegel des Glaubens, der wahrhaft zum Göttlichen emporzieht, irder heilige Gebrauch ein Abdruck des Geistes der Religion ist. Dann begannen sie auch ein^2p 121 nach der andern zu beseitigen, und wie sie selbst mit der Zusage in ihren Protokollen sich nicht scheueren, sich dadurch den Weg zur Modifizirung der gänzlichen Tradition und zur künftigen Umstalrung des ganzen jüdischen Gesetzes zu bahnen, das Iudenthum vom Alrerchume gänzlich loßzureißen, und über alles Herkömmliche das Vcrdammungsurtheil zu sprechen, bis sie endlich mit ihren Sophistereien, mit einer falschen Beredrsamkcir auch alles Heilige, Göttliche und Wahre weg zu vernünfteln, mit kahlen, elenden Gründen, mit Trugschlüssen sogar die 1H11 w'1'28 selbst zu leugnen suchen, um so endlich auch 11122 11'D2 '1'- zu gelangen, die ewigen Wahrheiten der Religion, nämlich Gott, Vorsehung, Fortdauer, Vergeltung als Erdichtung auszugeben trachten dürften. Denn das ist ja der gewöhnliche Gang, und die Art des verführerischen Geistes, nach welcher er Einen vom rechtlichen Wege ab- und auf den Weg des Verderbens hinzübringen sucht, 7!L.'2 i>"8 11121 (l-p11'2V- 1N'O2) .102 '-'8 OIE (H21L?X12 .-11121-1 .-11'22^> IX 11'12) ^2 ()"' P)1 -112 ,112^1) 1"2 11221 1^1 ^>"X 112-1 uns aber dabei einreden zu wollen, es geschehe dies alles aus Eingebung der reinen Vernunft, aus weisen Grundsätzen der richtigen Philosophie, der wahren Aufklärung. — Allein solchen sich dünkenden Weisen rufen wir mit dem Propheten Jeremias zu: 12'8 (1 ''21') 1218 '1 11111 12128 O'22.1 11281 (Wie könnt ihr sagen, wir sind weise, kennen sie auch das Gesetz Gottes?) ipir? O2 , >102 1PL?- .12.1 128 ,O'iLlO (Ha! so müßte Gott denn seine Lehre dem Wahn geweiht haben, müßte sie eine trügerische Feder niedergeschrieben haben?) .121112-1111 O'22l U2'2il O-1- 12 12211 1282 '1 1212 (Mögen diese sich einbildenden Weisen beschämt, muthlos, überwunden dastehen, denn, nachdem sie Gottes Wort verachten, was können die für Weisheit haben??) Und o des verblendeten Geistes jener irregehenden Männer! Mögen sie doch zur Einsicht gelangen wollen, und erkennen, in welchem gröbsten Wahne sie mit ihrer getäuschten Meinung seien, wenn sie durch das Verhöhnen und allmähliges Abschaffen des Cermoniellen das Iudenthum vor der Gefahr des ganzen Untergangs zu erhalten vorgeben. — Fest wurzelnd ist in Israel der so richtige, als wahre Satz: 8-8 lp'2 l2ii2.l 8- -H222.1 (Das Berathen allein im Gesetze ist nicht genug, man muß auch darnach handeln und wirken), denn nur durch die Ausübung der äußeren '1 1182 und der religiösen Handlungen, nur dadurch wurzelt sich die O18 2-2 12128 tiefer, und nur durch deren genaue Beobachtung werden die moralischen, frommen Gefühle in unserm Innern erhalten und bewahrt; das Göttliche, Heilige, das Wahre und Gute wird nur dadurch in des Menschen Herz befestigt und in steter Lebendigkeit erhalten. (Siehe übrigens .1222? O"22l >2'2 .O'PID) Würden wir keine 11218'1 1122, keine religiösen Handlungen zur Ausübung in Händen haben, die deS Menschen höheres geistiges Leben gleichsam als Schutzmauer beschirmten, gewiß, es würden dann auch die