Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 7 (17.2.1846)
- Date
- 1846-02-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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54 kun^e von seinem Hinscheiden gelangte, betheiligten, sowie auch bei der nach Beend'gung der .1P2L' in der Hauprsynagoge dahier starrgesundenen Gedachrnißfeier. Sein Andenken lebt fort in seinen Worten und Werken 221121 ^1 'il'121 2'P'IÜ- 1'i«. - Hannover. Pieser Tage ist von der Commission für die Errichtung einer jüdischen Lehrer - Bildungsanstalt ein Aufruf in öffentlichen Blättern erschienen, um die wohlhabenden Glaubensbrüder, sowohl des Inlandes, als Auslandes, zu freiwilligen Beitragen oder Geschenken für dieses so zweckmäßige, wie dringend nochwendige Znstitut aufzufordern, Wenn wir auch keineswegs den milden Wohlrhätigkeitssinn unserer Reichen verkennen und in Abrede stellen wollen i, wenn wir tief durchdrungen sind von der Nützlichkeit der zu errichtenden Lehrer-Bildungsanstalt. von ihrer Bedeutung für den religiösen Sinn unserer Zugend , und somit unserer Zukunft, so möchten wir es bezweifeln, ob jener Aufruf den Erwartungen entsprechen möge. Theilweise sind unsere Reichen in der Thar nach den verschiedenartigsten Seiten hin in Anspruch genommen, theilweise sind die Ansichten über derartige öffentliche Institute trotz allgemeiner Anerkennung ihrer Tendenz so verschieden, daß es sich schwerlich erwarten lapr, es würden auf diesem Wege größere Unterstützungen bewilligt werden. Wir glauben aber der verebriieden Commission, nur einen Beweis unserer regen Theilnabme wir sie auf einen andern Plan aufmerksam machen. Und dieser wäre kein anderer, als die Bildung eines jüdischen Seminar-Vereins" durch das ganze Königreich Hannover. Was dem Einzelnen unmöglich, wird durch das Zusammenwirken Vieler und Aller eben so sicher und eben so schnell eneichr werden. Es müßte zu diesem Behufe in Hannover ein Cenrral-Verein zusammenrrctcn, in allen Landdrosteien, in allen Aemrern müßten Local-Vereine gebildet werden, der wöchentliche Beitrag dürfte nicht mehr als 1 gGr. betragen; der Reiche, wie der Arme, Groß und Klein, Zude und Christ müßte ohne Ausnahme zur Theilnahme aufgeforderr, zugelasscn werden. Es ist nicht zu bezweifeln, daß auf diese Wcise jährlich ein paar Tausend Tyaler aus dem ganzen Lande zusammenzubringen seien um ,o mehr, als die königlichen Behörden nicht anstehen werden, nach Kräften in diesem Sinne zu wirken. Indem wir nochmals die verehrlicde Commission auf diesen Plan aufmerksam machen, wollen wir hiemir natürlich nur Andeutungen gegeben haben, und sollte es ünS freuen falls durch dieselben zum Gedeihen des Ganzen ein kleines Sicherstem beigerragen sein sollte. Dom Rhein. (Verspätet.) No. 48 und 49 der Z d. I. enthalten die für Cantor und Prediger so wichtige Annonce, „daß die Vorsänger- und Predigerstelle sin uns -xersvna) in Aachen vacant ist". Auf mehrfaches Nachfragen, wo denn der frühere tüchtige Sänger und Musiker placirt sei , vernahm ich, daß derselbe vor zwei Monaten — Irorritriie äielu — Renegat, Küster und Chorsänger an einer dortigen Kirche geworden. — Nun sage man noch, daß Reform im Gottesdienste nicht religiöser macke. Da > wo zur Regulirung der finanziellen Angelegenheiten , zur Besorgung polizeilicher Aufsicht über Synagoge und Schule Alles geschehen, wo die schönstes?) Synagogen-Ordnung ä 1a Schwerin ist, wo man allen Piurim ri12j?.l 212'D 1i",1'rr '121 Lin", ^1,11 den Reisepaß gegeben, wo man den. Almemor bis an das Heilige gedrängt, wo Chor u.s.w. so amüsant ist, wo man die schöne Synagoge während der ganzen Woche verschlossen hält, um einen recht erbaulichen Gottesdienst am Sabbath zu bezwecken, hier mackr man solche Progressionen. hier profanirt man während oder nach abgehaltenem erbaulichem (?) Gorrcld'.nstc den Sabbat, wirft Synagoge und Zudenthum hinter den Rücken, besucht in Galla die Bank:c. Wahrlick, ein Prediger thut Noch '2 11 's-, aber nur hure er sich, bei Verlust seiner Stelle, die Wahrheit zu sagen. Man schließe indeß nicht von Mitglieder, da die jetzige Destruktion meistens des ftühcrn Vorstandes Werk ist, und der jetzige ächt fromme mir unsäglicher Mühe Alles auf ächt jüdischem Wege zu verbessern sich bestrebt. Möge es ihm gelingen! Ungarn. Die Stimme der Orffcnrlichkeit möge heute über einige gute Handlungen Bericht erstatten, und da Sie,