Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 7 (17.2.1846)
- Date
- 1846-02-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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53 liegen, oder ein Gebot zu übertreten, der soll schwören und geloben (obgleich i'Xw), um sich in der Pflicht zu starken, nach dem Worte des Psalmisten: ich schwöre, zu halten deine Gebote! Ich schließe mit der Gewißheit, daß Sie mir mir jedes Wort, das etwa noch gegen die auf den letzten Seiten derBrochüre folgenden verabscheuungswürdigen Insinuationen gegen das rabbinische Judenthum (welchen jedoch Herr Holdheim seinen von diesem usurpirten großen Titel und Ususfructus nicht zurückzugeben gesonnen ist) zu sagen wäre, für überflüssig betrachten, mit mir aber auch den Sinn der Worte: jviiv iioj? L'">2'> in der Weise verstehen, daß (abgesehen von der traurigen Wahrheit, daß leider zu allen Zeiten des Judenthums ärgste Feinde die Abtrünnigen sind, die sein eigner Schooß gebar, seine eigne Brust genährt) die Halbgelehrten einer weit größer» Unverschämtheit, eines zügelloser» Fanatismus gegen d'in fähig seien, weil sie in der Befangenheit leben, mittelst ihrer vermeintlichen gründlichen Kcnntniß des Rabbinismus in ihm solche Blößen gesunden zu haben, die sie befähigten und berechtigten, es anzugreifen und schonungslos zu zerfleischen. Die Thoren wissen nickt, daß selbst ein gründliches Wissen der Tora, dem es gilt, das Kampfschwert gegen dieselbe zu führen, von diesem Augenblicke an an Kopf und Händen und Füßen gelähmt wird! .>'^2 -N.-, ttd-l Sid-c '"22;xi"l (Sanhedrin 106) '7!! Leben Sie wohl! Lesen Sie aber in der Folge in Ihren Erholungsstunden statt solcher '">22 den Kusari und Matte-Dan rc. rc. Zeitungsnachrichten. Aus der Rhcinprovinz. Nekrolog (Beschluß.) Sein Geist blieb indeß bis wenige Stunden vor seinem Ableben hell und klar; er beschäftigte sich in den lehren Jahren vorzüglich mir der , in die er längst tief eingedrungen, und mittelst welcher er in seinen sowohl, wie im Privatunterrichte, manche Dunkelheit auf religiösem Gebiete zu erhellen sich bestrebte. Zn seinen Andachtsübungen, wie in seiner Lebensweise überhaupr, richtete er sich ganz nach den Vorschriften der N72?. woran ihn selbst kein Lebensverhälmiß, keine Lebensprüfung, deren er sehr harre zu bestehen hatte, stören konnte. Sein Wissen im jüdisch-theologischen Fache war kein gewöhnliches; denn mir seinem forschenden Geiste verband er ein ausgezeichnetes Gedächtniß und nichrAnur in 1*251 2"L', sondern auch fast m allen Mw-Nv wußte er auf deshalb an ihn gerichtete Fragen, ohne die betreffende Stelle nachzuschlagen, Bescheid zu ertheilen. Auch war keine wichtige kein hebräischshistonsches Hauptwerk von denen, welche bis zum vorigen Decenntnm erschienen sind, dessen Inhalt ihm nicht bekannt war. Seit seiner Amtsführung in Deutschland galt er im Rheinland und in Westphalen als die Haupr-Auroritär in Religivns-Angele^enheiren, und unzählig sind die Seelen- und Gemütskranken, die ihm — da er gründliche Kenntniß der menschlichen Natur besaß, und vermittelst derselben auf die Leidenden zu wirken verstand — ihre Genesung zu verdanken haben. Heilig im wahren Sinne de« Wortes war sein Wandel von früher Jugend an, uneigennützig sein Handeln, bescheiden seine, die Gränzen seiner ökonomischen Verhältnisse weit überschreitende Mildrhäligkeit und unvergleichlich seine Anspruchslosigkeit. Hochverehrt und geliebt von Allen, die ihn kannten, genoß er das unumschränkteste Vertrauen und dre Hochachtung der hohen und untern Staats-Behörde, und nicht selten wurde ihm von Ersterer Belobungs- und Dankschreiben auf ertheilte Gutachten und Entwürfe über Verbesserung isr. religiöser Institute zu Theil, wovon dem Einsender dieser Tage noch ein Regierungs-Rescripr zu Gesichte gekommen, worin «S im Eingänge heißt: „Auf Ihren sehr lobenSwerkhen Bericht." Kurz war sein letztes Krankenlager und ohne Unterbrechung seiner Andachtsübung. Wenige Stunden vor seinem Hinscheiden rief er mir selbstaufgerichtetem Haupte ganz laut dreimal: „llci 12'2"", worauf sein Geist fich hinausschwang zu Dem. der ihn gegeben. Rührend und großartig war die Feier der Beisetzung seiner irdischen Ueberreste, woran sich Tausende aus allen Orten der Rheinprovinz, wohin die Trauer-