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Der treue Zionswächter · 1846-01-13 · 2 (13.1.1846) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
2 (13.1.1846)
Date
1846-01-13
Page
– (sequence 6)
Language
German
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14 verstockt«: und hartnäckigen Sündern gehört. — Wenn die Zanksucht fernerhin so entschieden fortschreiret, wie es in der jüngsten Zeit der Fall gewesen ist, so haben wir die hoffnungsvolle Aussicht, daß nach einem kurzen Zeiträume so viele Parteiungen als Theologen hier sein werden. Vorläufig hat noch jeder Rabbiner in «spe seine Favoriten, die sich mit seinem Ruhme begnügen; bald aber wird dieser traurige Zustand der Unterordnung, diese letzten Trümmer der dunkelsten Zeiten, weqfallen, und Niemand wird mir eines Andern, sondern nur mit seinem eigenen Siege zufrieden »ein. — Ueber die Charaktere der einzelnen Individuen mein Urtheit zu fallen, behalte ick mir für später vor; so viel aber versichere ich Ihnen, daß nur wenige unter ihnen einer öffentlichen Beurcheilung würdig find. — Nächstens mehr hierüber. y__^ O e st e r e i ch. Wien, d. 23. Dec. 18 Ls. Eben komme ich auS dem Tempel und habe eine begeisternde Rede von Mannheimer zur Einweihung des Chanukafestes gehört. Er har zum Thema die Verfolgung der Juden in Rußland genommen und hat auf den Heldcnmurh der Maccabäcr für ihren Gorr und Glauben, ihre Anhänglichkeit zu ihrem Volke, dem gegenüber auf die heurige Schlaffheit gegen Religion und göttliches Gesetz, und Indifferenz gegen seine Glaubenebrüder hingewiesen. Es ergriff mich, und um so weher ward es mir um's Herz, wenn ich dachte, daß in wenigen Tagen'schon der Gewaltige in unfern Mauern weilen wird, von dessen Worte allein das Wohl und Wehe aller dieser Bemitleidenswcrthen abhangt. Der Wiener besitzt aber bekanntlich nebst seiner Lebenslust auch was andere, das seinen Charakter markirr, eine Herzenssaite, die kräftiger tönt und klingt, und diese ist: die Sympathie, daS Mitgefühl für alles Leid feines Nächsten und Mitbrudere. Gutmüthigteit und Herzlichkeit sind ihm angeboren, und man weiß, wie viele Thräncn der Wiener trocknet, wie viele gebrochene Herzen er aufrichrer, wie viele Trostlose er tröstet und stützet, — und dies ermuthigt mich jetzt, ihr Augenmerk auf unsere leidenden Brüder in Rußland zu lenken. Wohl weiß ich, welch eine Aufgabe dies ist, doch was läßt sich nicht alles in vereinter Kraft machen, Männer, wie Is. Edl. v. Hofmanschal, der so viele Verdienste um den Staat har, H. Sichrovsky, dem man es zu verdanken har, daß Oesterreich mit Eisenbahnen durchschnitten ist, IoS. Werchcimer, Stifter des jüd. Handwerkvereins und der Kleinkinderbewahranstalt, der sich in der literarischen Welt einen Namen und Ruf erworben hat, Heinrich und Leop. Edl. v. Werkheimstein, Brüder Tvdesco und all die andern Großherzigen und Edlen Israels könnten, wenn sie die Gebrüder Rothschild, Monrefiore, Goldschmid rc., die unmittelbaren Einfluß auf die M ächte haben, (und da noch ein Funke von Hoffnung glimmt, daß auf deren Verwenden der russische Kaiser sich herbeiließe. die Juden aus dem Lande zu treiben,) einladen, ihnen voranzugehen im Werke der Erlösung, (und welches wir allenfalls voraussetzen, daß sie diese Mission mit der Kraft aller ihnen zu Gebote stehenden Mittel ausführen würden) — vielleicht gelingt es ihnen, das Werk der Erlösung und Befreiung zu schaffen. Gott wird mit ihnen sein, ein Volk von 2,000,000 Seelen aus der Sklaverei zu reiten. Mißlingen neun Versuche, vielleicht gelingt der zehnte. — Mögen wir es bald sehen, wie sie den göttlichen Stab über das Leidenmeer schwingen und cs sich thcilt , eine Wüste würde ihr Kanaan sein! G. W. Aus dem Herzogthum Posen. D. 26. Dec. 1815. Denjenigen, in deren Herzen noch heiliges Interesse für unfern wahren Glauben glimmt, liegt bei den jüdischen GlanbenSverhälmissen unserS Zeitalters die Pflicht ob, nicht müssig bei der innern Urberzcugung sichen zu bleiben, sondern auch mir Wort und Thar zu wirke n. Nicht ruhen darf er und gleichgültig Zusehen, wie die immer mehr überhand nehmende Hererodoxie uns von Tag zu Tage so viele unserer unschuldigen Brüder raubt, indem sie ihr falsches System unter dem Mantel der Scheinheiligkeir birgt, und so die Menschheit betrügt, daS für Wahrheit und ächte Glaubensanhänglichkeir ausgiebt, was jedem Emsichrsvollen nur zu klar und allzudcuriich ihren inlriguanren Sinn heranssiellr. Er muß vielmehr in den heiligen Kampf ziehen gegen seine Feinde, die die feste Burg unserer uralten Religion zu bestürmen drohen, um den versteckten Hinterhalt, welchen sie dem Zudenrhume gestellt, an das Licht zu ziehen. Ich will Ihnen also, w. Herr Redakteur, hier eine Tharsache verlegen, an deren Verlautbarung ich wahrlich nie gedacht, hätte ich sie nicht aus glaubwürdigem Munde erfahren, und wären mir von dem dabei selbst berheiligr gewesenen Subjekte nicht die

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