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Der treue Zionswächter · 1846-01-13 · 2 (13.1.1846) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
2 (13.1.1846)
Date
1846-01-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
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11 und uns Gefahr drohet, wir die Feindseligkeit gegen Amalek hegen dürfen; har dir aber Gorr der Herr einmal Ruhe verschaffe von allen deinen Feinden, und keic gebracht, dann sollst du einfür allemal ausrilgen das Andenken, das feindselige Andenken an Amalek, dann sollst du auf-eben jeden Haß und jede Leidenschaftlichkeit, dann sollst du vergessen jede blutige Rache und jeden bitteren Groll, aber was du ja nicht vergessen sollst, das ist, daß eS deine eigene Verschuldung war. die dich in Gefahr gestürzt und Trübsal und Mühsal und Drangsal über dich gebracht. —Und damit harren wir nun. meine Freunde, die Richtung Wir sollen uns stets erinnern, erinnern all des Guten und Edlen, jeder Wohlthar und Gefälligkeit, so wir von unscrm Nebcnmenschen empfangen, sollen Beleidiguna, die uns widerfahren, sollen bannen aus dem Gedächtnisse jedes Leid und Böse, so uns Jemand bereitet und zugefügr, nicht wie es leider so häufig umgekehrt geschieht, daß man das Gute gar bald vergißt, und nichts als Undank und Undankbarkeit allenthalben zum Ueberflnsse und Ueberdrusse spendet, das Schlechte dagegen, das man von seinem Nebenmenschen erlitten, gar nie und nimmermehr vergessen kann. Wir sollen ferner uns erinnern und sollen vergessen. so wir als Richter bestellt sind, unserm Nebenmenschcn das Recht zu sprechen. Wir sollen eingedenk sein, daß wir Gorres Sache hienieden vertreten N1.2 2'.22X l22L'Q2 '2, „daß Gott selbst in dem Rache der Richter anwesend sei, 12122" 2'.2^ 22P2 sollen eingedenk sein der Lehre unserer Weifen: 22 .2'2j22^ . pjNW 7!^ 12^2 151OXV klQX j'2;-!L> j"2 71'2'X22 wir sollen daher vergessen an jede Freundschaft und Feindschaft der Parteien, sollen verqesstn sowohl der Reichen Macht und Ansehen 2125 '52 als auch des Armen Noch und Elend ,12'22 ^2.2.2 -r') 221. und darum saßen auch in frühern Zeiten die jüdischen Richter stets eingehüllr zu Gerichte, damit sie keiner der verschiedenen Parteien gewahr und ansichtig würden l'2 tl2!1?>.2 'tlQ'XQ 2'5"2.2 122>'tl'L7r2. Aber auch in diesem Punkte beuur rürfen nur auf die Art und Weise, wie in so manchen Gemeinden Nabbinen gewählt werden, Hinweisen, um den Grand der Rechtspflege, wie diese bei uns »n Verfall gerarhen, genügend zu schildern, und Propheten : 1^1' "V.2Q2 ,2'5.-.21 12122" 22 N2. .2WX2 '.'212^' p)222 2'X'251 „ihre Häupter richten um Be-. stechung, und ihre Priester lehren um Lohn, und ihre Propheten wahrsagen um schnöde- Geld l" (Fortsetzung folgt.) Die Papaer Talmud Tora. Eine berichtigende Erklärung vom Schulvorstande. Als Derjenige im Schulvorstande, dem das Ueberwachen des Unterrichtes größtentheils, soweit nämlich meine Kräfte ausreichen, anheimfällt, habe ich es übernommen, im Namen sämmtlichen Vorstandes eine geehrte Redaction, die sich die Verteidigung aller Gerechtsame auf dem Gebiete des orthodoxen Judentums zur rühmlichen Aufgabe gemacht, um die gefällige Aufnahme folgender, im Interesse der Wahrheit, sowie auch in gewisser Beziehung zum Vorschübe eines der Orthodoxie zur Ehre gereichenden Strebens abgefaßten, berichtigenden Erklärung dringlichst anzugehen. I. Schloss, Schulvorst eher. Wenn wir auch die Schilderungen des Ungarischen Schulwesens, wie solches im Zions- Wächter No. 14 ff. enthalten, obschon darin manche Ungenauigkeiten, ja Entstellungen Vorkommen, mit Stillschweigen übergehen, so können wir doch eine solche offene Entstellung der Wahrheit, einen solchen lügenhaften Bericht über die hiesige Talmud- Tora, so der Israelit No. 113 uns darbietet, nimmermehr so gleichgültig hinnehmen , wiewohl auch dessen Verfasser „nicht von deutscher Gelehrsamkeit übersprudelt" und füglich in die Schule geschickt werden müßte, um die deutschen Vorwörter zu erlernen; er würde dann z. B. wissen, daß man hier zu Lande nicht „das geistige Wohl der Kinder in den (?.') Händen von Bocherim und Studenten vom obscurantesten Schlage legt, vielmehrjin die rc. Ohne uns indeß auf einen leeren Wortkampf einzulassen, ohne zu Verunglimpfungen einer-, und zu Lobhudeleien andrerseits unsere Zuflucht zu nehmen, berichten wir die Facta, solchergestalt am Sichersten jene hämischen Angriffe widerlegend. Vor etwa 5—6 Jahren ließ man sich's hier von einem regelmäßigen Schulunterrichte kaum träumen, und die Talmud-Tora bestand bloß darin, daß einige arme Kinder einem sogenannten Gemore- Wlamed übergeben worden. Erst als der selige Oberrabbiner Horwitz hier ankam, suchte dieser.

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