Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 2 (13.1.1846)
- Date
- 1846-01-13
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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10 ^7berühmt ist sein Namensbruder, Herr Jos. Joa. Pollak, Rabbiner z^ TrcbitM, Mw mit innigstem D^rDtügen habW zv)x M LHHrn,7haD?er ein Mitarbeiter des »treuen Zions-Wächters» ist. Zu den Festen Größen D^nudischen. Wissens werden LeKM I und Herr Oppenheimer, Rabbiner zu Eibenschütz, gezählt, dessen Sohn, in die Fußstapfen seines Vaters tretend, als Rabbinatöcandidat iv Leipnik, lebt.*) . Neue Synagogen, die sich durch ihre Pracht auszeichnen, sind in jüngster Zeit erbaut worden in Mieslitz und in Austerlitz, und wir hoffen von dem sehr tüchtigen und 'strebsamen Rabbiner zu Mieslitz, Herrn Lemberg, daß er die von ihm angeregte Idee, während des Baues der neuen Synagoge aus der alten eine Lchrschule zu machen, die er auch als Thema seiner ersten Rede hattej (eingeweihet wurde sie von Manheimer) bald m Ausführung bringen werde. Als Zankäpfel für Rabbinatscaudidaten sind für jetzt Lomnitz und K-, wo der Rabbiner erst jüngst verstarb. In Lomnitz kommt man vor allerhand Jntriguen und Machinationen, eben so gut der Gemeindemitglieder, als eines Theiles auf diese Stelle reflectirenden Rabbinarscandidaten, zu keinem Resultate. — K —— möge aber um so vorsichtiger bei der Wahl eines Rabbiners sein, und sich die uun erhaltene Lehre merken. Esvist jetzt keineswegs die Zeit vorüber, wo man es bei einem Rabbiner als Verdienst anrechnete, wenn er in vorkommcnden Fällen über ''lO'dr entscheiden konnte, außerdem aber muß er auch einen Fond an takmüdischer Gelehrsamkeit, und an sonstiger jüdischer Literatur besitzen, muß Bibel und Propheten von ihrer grammatikalischen Seite kennen, und an den allgemeinen Interessen der Gemeinde lebhaften Antheil nehmen. Unter solchen Umständen tritt dann gegcwiß nicht der Fluch ein daß Jeder Herr und Richter wird , oder eine solche Zerfahrenheit in der Gemeinde eintrete, die zwar nicht auf gegenseitigem Haste beruhet , aber seinem Aussätze über Dogma kk ly der allg. Zeit, d I., daß rie 13 Glaubensartikel iü< Mannheim crschen Lehrbüchern Seite 4rv vorkonumm. - , . . wohl aus Mangel gegenseitiger Liebe, weil das . Band gelockert wurde, das sie umschließen sollte, Und der Ring gebrochen, der das Ganzezusamincuhielt, und da ist es denn kein Wunder, wenn durch Mangel ^an Wärme die zartesten Blfithen welken WL; htr<iW7gereffte I Früchte 7a^sdörren:^ Mögen Schule und Gotteshaus da bald wieder eine freundlichere Gestaltung bekommen! . Ein in sich mehr verworrenes und leider , ich muß es sagen , trauriges Bild bietet Eiwanowitz: da sieht man denn augenscheinlich LZl sim s'oii:. Da ist kein Interesse für das Höhere, Zank und Streitsucht bis auf den höchsten Grad gesteigert, so daß die Synagoge zur Arena der öffentlichen Balgereien benutzt wird. Möge der neue, an der Stelle seines verstorbenen Vaters eingestellte Rabbiner mit jugendlichemMüthe und energischer Kraft der Rohheit und Ungezogenheit entgcgcntreten, und durch Belehrung den Ungestüm seiner Gemeindeglieder dämpfen, die Jugend aber durch eine gehörig organisirte Schule im Vornherein vor solchen Verirrungen und Verwirrungen wahren. (Be,chtuß folgt.) Cxeerpte aus eLneur Vortrage des Herrn NaLbiner Horwitz zu Wien. (Fortsetzung.) Bekanntlich bat das Volk Israel ob seiner Sün den Menge nnd Laster den Lkreir des Amalck herbelgeführr, wie es unsere Weisen in dem Worre 2"V2-> finden ferner in der Zusammenstellung der Parascha von Amalck mit Parascda'S Hamann > wo die Entweihung der Sabbaifeier verkommt T'.Q'rr Daher sind cs zwei Dinge, aus die uns die T<ra hieran- und hinweist, und zwar erstens: „Du sollst gedenken, was dir Amalck zerhau," mithin mit allem Möglichen ihn bekämpfen und bestreiten, denn Nothwehr ist nickt nur nicht verboten, sondern vielten sollst, das ist: -r-i, daß er nur dem «ckaden konnte, dor qns Mangel aq Gottesfurcht die Veranlassung dazu gewesen fit. Diese zwei. Dinge sollst du aber nur so lange im Angedenken behalten, solange noch deine Nuke Wort zweimal vor, um gleichsam damit anzuzeige«, daß^nur, so lange wir auf dem Wege sind.