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Der treue Zionswächter · 1846-01-06 · 1 (6.1.1846) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
1 (6.1.1846)
Date
1846-01-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
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und Dächter-Amt in Ihrem eigenen Sinqe stakt geoffenbarten Iudenthums, uns die nichtigen Gebilde ihrer modernen Weisheit lehren, statt Religiösirät im Volke zu erhalten, vielmehr dahin streben, selbige mit der Wurzel aus unserer Mitte zu entfernen. Doch würde man sich täuschen , wollte man solch, anti-jüdische Denk- und Handlungsweise bei allen unfern Geistlichen und Rabbinen voraussehen. Im Gegentheil giebt es einen nicht unbedeutenden, ja bestimmt der bei Weitem größte Theil derselben, die treu ihrer Religion nachleben, in ihrem Sinne leben und wirken, die zwar auS Furcht vor der ihnen Vorgesetzten Kirchen- Behörde und besonders deren so geistreichem, wie liebenswürdigen Präsidenten sich zu einem duldenden Stillschweigen verurtheilt sehen, ja selbst das Werkzeug zu bieten scheinen in den Händen jener Zerstörer, die indeß im Stillen manche Wunde zu lindern, zu heilen sich bestreben, die ihre Stellung vorzüglich dazu anwenden, um durch ihre Gegenwart größeres Nebel zu verhüten, um den letzten Funken der Religiösirät nicht ganz ersterben zu lassen. Ganz anders indeß ist es mir unfern Gemeinden, vorzüglich denen deS Landes. Diese durch die bestehende Gemeinde-V rfassun-z, wenn auch in religiösen Dingen der Kirchenbehörde untergeordnet, dennoch sich eines ziemlichen Grades von Selbstständigkeit erfreuend, versäumen kaum eine Gelegenheit, sich entschieden gegen die destruktive Richtung jener Behörde auszusprechen, und vor Allem die Erhaltung ihres angestammten Glaubens für sich in Anspruch nehmend. So geschah es im vorigen Jahre in eigenen Prorestarionen, die in diesem Sinne den betreffenden Staats-Behörden vorgelegr wurden. Und als jetzt in unserer Mitte die Kunde erscholl, daß in benachbarten Ländern die religiösen Gemeinden eine Kundgebung ihrer Gefühle in Dank-Addressen gegen die den Glauben beschützenden Rabbiner aussprechen wollten, da regle sich überall gleiche Sympathie und in einigen Tagen waren Hund.rre von Unterschriften vorhanden, die so Zeugniß ablegen wollten von ihrer unwandelbaren Treue gegen das Iudenkhum. die ihren Widerspruch beurkunden gegen das System unserer Kirchen-Behörde. Rabbiner und Lehrer durften freilich sich nirgends der allgemeinen Bewegung anschließen, doch die Gemeinden haben es vom Neuen bewiesen, daß noch Gottesfurcht hier zu Lande, daß nach wie vor, wir der Gcsammr-Judenhei', n«chr einer neu sich bildenden Sekte angehören wollen. MMrp. Nachdem unser Vaterland in israelitischen Blatter» bereits öfter vor das Tribunal der Oeffenttichkeie gezogen und zum Gegenstände mehrfacher, wenn auch nicht immer zur Ehre gereichender Bemerkungen gemacht worden, erscheint es billig, (nach dem Verlaufe de» alten unh dem Beginne deS neuen Jahr ganges) dasselbe auch in den Kreis der Leser Ihres Blattes einzuführen , insonders da ein in den Buchstaben „L" sich Hüllender in No. 40 der Zeitung des Iudenthums sich die Mühe gab, sowohl von unserm Vatertande, als auch von dessen achtbarsten Gemeinden Krähwinkliaden zu erzählen. Referent, beherzigend den Spruch Schillers: ,,An's Vaterland, an's theure, schließ dich an, Das halte fest mit deinem ganzen Herzen k Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft; Dort in der fremden Welt stehst du allein, Ein schwankes Rohr, das jeder Wind zerknicke?' fühlt sich daher gedrungen, das gefährdete Renommee seines theuern Vaterlandes durch Einsendung eines ernsten Berichtes wieder zu heben, denn wer die vielfachen Krähwinkliaden liest, die von uns erzählt werden, ist gezwungen, zu glauben, Ungarn sei ein Land, dessen Bewohner mit den anderswo lebenden Zweifüßlern nichts gemein haben, als die liebe Sonne und den blaffen Mond. O glaubt es ihnen nickt, glaubt nickt lenen böswilligen Scriblern, welche mit jedem witzig sein sollenden Spotte in dem einen oder dem andern Journale als Eorresvondenren auftreten. Ick würde diesen Gegenstand unberührt gelassen Hader, aber der Rechlsgrundsatz: „qui Isevt, evnseuür« vicsetur^ näthiget mich zu obigem Glaubensbekenntnisse. Für heute, Herr Redakteur, sei es in gedrängtester Kürze erwähnt , daß keine Feder, und wäre es die sinnig zarte, bilderreiche eines Wieland, im Stande ist, die fortwährend im Steigen begriffenen Impulse in unserm theuern Vaterlande zu beschreiben. Erscheinungen, wie die in No. 4.0 der Zeit. d. Iudenthums, sind wohl geeignet, um einem aymen irdischen Correspondenten den Kopf zu verrücken, aber ich will mich aus dem Traume aufrürtein, und nächstens, so Gott will — falls Sie. einer unparteii en Charakreriflrung meines theuern Vaterlandes die Spalten Ihregesch. DlatteS öffnen wollen — so nüchtern, als nur mög. lich, meiner reserentlichen Pflicht nackzukomm > suchen Soyiel^-für heute, und ein Mehreres recht bald.;

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