Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 1 (6.1.1846)
- Date
- 1846-01-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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5 nein Gedächtnisse bannen, und unmittelbar darauf heißc'S wieder: niL'ri dr') „du sollst nicht vergessen"?! Allein eS scheint hier ein ganz anderer Sinn zum Grunde zu liegen. Bekannt ist die Lehre unserer Weisen: „So der Mensa» von einem Uebel bedroht oder heimgesucht wird, soll er die Schuld davon in sich selber aufsuchen 21« H'll L8 , er soll nicht, wie es so viele Menschen giebt, die lieber ihren Mitmenschen, ihr Geschick, ja lieber ihren Gott ob ihrer Leiden anklayen, als sich selbst, vielmehr seinen Lebenswandel genau und sein schlechter Wandel es waren, die das Uebel herbeiqeführt; denn der Grundsatz steht einmal fest: fip r«v2 O'd>12';'81 8251 712'Q i'x „kettle Todesstrafe ohne irgend eine Versündigung, und keine Leiden ohne irgend eine Verschuldung." Mithin das Erste, was der Mensch bei einer ihn bedrohenden Gefahr zu nnternebmen tat, ist die Prüfung seiner selbst und die Verbesserung seines Wandels. Indessen aber kann er und soll er nichts desto weniger alle nur mögliche» Mittel anwenden, das bevorstehende Uebel von sich abzuhaiten, und die Gefahr zu beseitigen 82">' 82^1 O-I82^i> 8211? 7112-'" j71'22';82Q. Dasselbe gilt nun auch, wenn der Mensch von seinen Nebenmenschen nur Gefahr bedrokt wird, da soll er gleichwohl die Schuld in sich selbst aufsuchen, dennoch aber nicht verabsäumen, sich in Wehr- und >n Verrheidigungsstand zu setzen und lernen Feind zu bekämpfen, 1^1"? 1>-.dr ^"11 die mindeste Feindseligkeit mehr gegen ihn Keuen; denn also lautet das Gesetz: 1121 871 21,?71 8? „du wllst dich nicht rächen und keinen Groll bewahren in deinem Freunde, dürfte nun auch das Bewandrnltz mit .'lmatek sein. (Fortsetzung folgt.) Der Almemor und feine Bedeutung in der und für die Synagoge. ) Vom Oberrabbiner Ettlinger. Wenn der erste Zweck des Gotteshauses, die Heiligung des Geistes, würdig veranschaulicht wird durch die heilige Lade- ^Bci^ der in neuerer Zeit so bcmsig angeregten Frage welche. Israels.Heiligstes umschließt, und am östlichen Eure des Hauses sich befindet, dem Ende, welches Zions^ Trümmer». dacht und Gebet, paffend veranschaulicht ist durch den On. 'wo der Vorbeter an der Spitze der betenden Gemeinde stehr. u. wo gleichsam alle Andachtslinien in einem Endpunkte sich vereinen, so ist es der Ort, bestimmt für das Lesen des göttlichen Worts, welcher für den dritten Zweck res Gotteshauses diriU' für die Erleuchtung des Geistes, für ras Belehren aus der Herrn. Die heilige Tora, geschrieben auf Gcsctzrollcn. vertritt für uns die Stelle jener Bnndestafeln. Ist es daher nothwendig daß Israel das Dunkel, welches hienieven den Geist umdas Panier die zerstreueten Krieger, in geschlossenen, geordneten Reihen den angreifenden Feind zurückzudrängen, er muß weichen, und errungen ist der Sieg. Auch das HauS Israel har sein Panier, das es getragen in blutigen Schlachten. Keine der die ^einzelnen Utensilien zu der Gesammtheit des Synagogen' Wesens überhaupt stehea. Anmd. Red.