Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 1 (6.1.1846)
- Date
- 1846-01-06
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 nungen und Ansprüche auf eine dereinstige Belohnung und Wiebervergelrung? Es ist darum nochwendig, daß der Mensch auch vergessen könne, und wenn er dann doch nicht vergißt, dann erst kann es ihm zum wahren Verdienst gerechnet werden, sich ein treues Gedächtnis stets bewahrt zu haben, an seinen Schöpfer, an sein Grab, wie an seinen Ur, sprung. Und dies dürfte somit die Meinung deS und zwar in seinem Ebenbilde erschaffen, da glaubten die Engel, er sei ein höheres Wesen, und wollten „heilig" vor ihm rufen. Was thut nun aber der Herr, sie erneS Lindern zu belehren? I2'1iri 1'^ „er ließ ihn verfallen in einen Schlummer, in den Schlummer der Vergessenheit lpl'1 21X X1.12' 221, da erkannte nun jeder, daß er nur cm Mensch sei> — Was übrigens aus diesem Schlafe geworden, daS wissen wir, es entstand das Weib, das in der Regel schwächere. an Vorzügen dem Manne nachstehende (haben vielleicht auch darum den Namen 2'22 von .122 vergessen — 2'"^ 222'2 „Gott har mich vergessen lassen") und das Weib war cs auch endlich, das ihn zum Verfalle und zur Sünde ur d so wurzeln denn unsere Verschuldungen und Versündigungen in nichts Anderem, als daß wir vergessen, als daß wir nicht daran gedacht, woher wir gekommen, wohin wir gehen, und wann wir einst werden Rechnung legen müssen über unseren irdischen Handel und Wandel. Indessen, meine Freunde, wir können wohl vergessen, können und müssen uns aber auch wieder erinnern. Und dirS ist besonders unsere Aufgabe am jedesmaligen .1^.1 2?X1, am Anfang des Jahres, am Neujahrsfeste. Denn bekanntlich waren schon Biele bemüht um die Lösung der Frage, „warum denn, wenn dieser Tag ein j'1.1 21' sei, dessen in der ganzen Tora keine Erwähnung geschehe? Diese Frage aber findet ihre Erledigung in dem Einen Worte : 1P111 j'121 perenschall", womit uns nichts anderes angezeigt wird, als daß wir an diesem Tage zurückdenken sollen an die dahingeschwund'nen Tage der Vergangenheit -NH IN 222> 2'2 2>v 2'2' -"21 und zwar eben durch den Schophar, „der uns zunächst an j>i8' dann aber auch an die göttliche Gesetzgebung erinnern soll, daß wir uns nämlich so wie unser Patriarch mit aller Bereitwilligkeit und Selbstaufopferung dem Willen Gottes hingeben und seine heilige Lehre und seine Satzungen und Gebote befolgen, und sich an uns bewähren die Worte deS heiligen Sängers: 1212"' 112!' '.i 2X „sie gedenken, sie erinnern sich, und kehren zurück zu dem Herrn! " Zn diesem Sinne sagte auch Rabbi Mair: 12'2 8212 12'X XII .12D2;21 't1X2N 'tl'lp 11't12 1X2.11 PL'Si ji!) worauf der Talmud bemerkt: inxv' N25W.1 Vp.->-115,2111111 2'H21 ^1 12111.1 .111.1.12' liehen und muthwilligen Sünden gefleht, wozu betet er erst dann noch um Vergebung der unwissentlichen und ungeflissentlichen Vergehen? Und die Antwort hierauf lauter: 1V22 p"2'2i : 1'2j).1 25v ,12'Q 12X ri2m 2.-1^ 12'v .12'LLI i'Liv' 12O- 7X21.1 1X12"2' 11220 „MoseS habe gebetet, Gott möge jene Sünde, die mit Vorsatz geschehen, betrachten, als wäre sie in der Unwissenheit verübt worden, da doch jede Schuld lhren Uriprung in der Vergeffenheit habe. Und somit wird uns auch die Stelle in der '121 X5>j?"22 klar, wo es heißt: xvx 22 Xi'P '.IN Vx 'P7.'2 ">22 '-L'x 2'.1121N '222 xm jl2.1 .1'212 1 12X '122 1.12 2'2 .1^1 .15V Y22 221Z-V 1^12', welche nach obiger Vorgessen betrachtet." 2'.112in '222 X'.l-! — Da nun heit entspringen, so vergesset nicht, sondern vergegenwärtiget euch vor Allem stets die Worte des größten der Propheten: „Gedenket doch, erinnert euch doch der Tage der Vorzeit, betrachtet die Zahre der vorigen Geschlechter!^ -j15'1 -j'2X ^re2', heißt es weiter, „frage deinen Vater, er wird es dir verkünden, dcme Alten, sie werden dir's sagen." Was wir aber m Bezug ans das früher Besprochene noch zu fragen und zu forschen hätten, das wäre ein zweifaches, und zwar: 1) Zst dem Menschen einmal das Vergessen eigen, so ist die Frage wann und wo sollen und dürfen wir sollen und müssen wir uns das Gedächtnis bewahren? 2) Welche sind die besten und die geeignetsten Mittel, deren w>r uns zur Erhaltung des Gedächtnisses bedienen sollen? — Daraus antworten wir;12 XI s'VXI Gkdächtniß zu bewahren, wann und wo wir uns aber der Vergessenheit hmzugeben hinten, bedarf es wohl nur der näheren Betrachtung und Beleuchtung einer Stelle in der Bibel, sie lauret: "j- IVZl iVX 12' ES gäbe hier, meine Freunde so manches zu bemerken und zu beanständigen, jedoch wollen wir nur daS Eine besonders hervorheben, eS heißt nämlich zuerst 121 HX.112.1 „du sollst austilgen das Andenken Amaiek's", mithin denselben ganz g»S dri-