Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 25 (16.12.1845)
- Date
- 1845-12-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Instruction: Unterschriften zu werben. Ze mehr je besser und das versteht sich doch wohl von selbst. — So kam es denn, daß dieser Anwerber und Kaufmann am 7. Oct. d. Z. frühzeitig das Geschäft anfing, trotzdem aber nur selbst bis zum späten Abend circa 10, sage zehn Unterschriften erlangen konnte. Hiervon waren die ersten 4, vier Brüder, in einem Hause wohnend, und der Sammler an der Spitze; ferner eine von einem Sohne in des VarerS Brod der für den Vater ohne dessen Vorwissen (welcher Letzterer daher auch gleich feierlichst dagegen bei K. M. d. Z. zu prorestiren sich veranlaßt sah) unterschrieb, zu den Gcmeindelasten gar nicht conrribuirt; wieder eine deren Urheber eS sich zur Maxime (wenn eine solche bei ihm denkbar) gemacht zu haben scheint, gegen alles Jüdische und Religiöse zu stimmen; die übligen aber sind durch List erworben, wie wir gleich aus einem Beispiele ersehen. Es ging der emsige Sammler nämlich zu einem Kaufmann, der gerade sehr beschäftigt war im Laden, mit den Worten; „Höre „einmal, es kann nicht länger so bleiben, daß wir ohne „Rabbiner im Lande sind; daher muß Zeder für die „gute Sache wirken. Hier habe ich etwas der Art „zugeschickr bekommen. (Dies war jene Schrift gegen ,»F. und für Wassermann ) Sieh', wer schon Alle Erscheinungen und Bedürfnissen, die ihn seinem Zwecke naher führten, hcrvorrückre, plausible Vorstellungen machte, und endlich jenem Kaufmann einen unterschriebenen Namen zwei Mal zeigt. Dieser, auf sein Geschäft mehr Acht und Rücksicht habend, glaubt dies, ohne sich genauer überzeugen zu können, und auf diesen guten Glauben zweiten gleichen Namens, aber guten Klanges, unterschrieben ist, laßt er sich bereden, auch zu unterschreiben, ohne auch weiter zu durchlesen, daß dies eine Schrift pro W. und contra F. sei. Auf diese und ähnliche Weise sind der großen Wahrscheinlichkeit nach noch die oben nicht angeführten übrigen Unterschriften erzielt worden. Ist das Aufrichtigkeit« ist das Wahrheit, mit der man zu Werke gegangen, oder ist es gekünstelte Weise Bestechung und Täuschung?! — Am Abenhe jenes Tages, als das Treiben bekannt geworden, da wagte es jener Stimmenjäger nicht mehr, von Haus zu Haus mit seiner verbotenen Waare zu gehen, und beschloß sein Tageswerk, in sich froh, wie jener Seelenhascher, doch Einige und Etwas erreicht zu haben. Doch die Strafe blieb nicht aus. Denn noch bei guter Zeit des tharenreichen 7. Ocr. ward man schon des unlauter» Treibens und UmherschwcifenS inne, und sofort traten die acht frommen Glaubensbrüder zu Wh. zusammen, dem Spiele mir dem Heiligen ein Ende machend, und protestirren mir gesundem religiösen Sinne gegen jenes Agiren, in Einfachheit, aber Wahrheit des Wortes (welche Letztere nicht immer gern gehört wird; so daß sich schon das Gerücht verbreitete, der Herr zu C. wolle eine Znjurienklage anstellen, daß man der Behörde so deutlich die Wahrheit über ihn gesagt har). — Wissen Sie, Herr Correspondenr zu C.: nicht einer, sondern 3, sage drei Gegen, Proteste sind von Wtz. an K. M. d. Z. wegen jener Stimmenjagd abgegangen, sie alle aber reden nur in und mit Wahrheit, und der deutlichste Beweis dafür möge Ihnen der sein, daß selbst einige Gewonnene, die für Ihr Unternehmen erhascht wurden, in Nüchternheit sich eines Bessern besannen und die Gegenprorcste unterzeichnet, (^ouf. No. 22 d. Z. W. Wer hat alio zu diesem Gegenprorcst Veranlassung gegeben, die friedlich gesinnten frommen Brüder oder der Herr zu C., der den Protest nach Wtz. gesendet har!? — Dies zu beurrheilen bedarf es sicherlich keines Anwaltes. Schließlich erklären wir den Correspondenten jener Mittheliung vom 13. v. M. so lange als einen Verläumdcr und Lügner, bis er richtig und rechtlich nachgewiesen, daß in WH. pro F. irgend eine oder gar mehrere Bestechungen stattgefunden, ^2 '121 ^'2 s'2O Wir bitten auch die verehrten Leser d. B. sehr um Entschuldigung, daß wir sie mit dieser Sache jo lange unterhalten. — Wahrheit aus Wtz. Freie Städte. Frankfurt a. M. Nun sage mir Einer noch, der Verfasser der Briefe über „Jesuirismus im Iudenrhum" habe Unrecht, wenn er die modernen Rabbincn sammr und sonders des Zesuitismue, d. h. der