Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 23 (2.12.1845)
- Date
- 1845-12-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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185 da doch wie bereits erwiesen. Vieles hiebei allgemein als biblisch verboten angenommen wird, und nach 19 b und 20 a hebt nur manchmal ein mosaisches Gebot, aber keines Falles ein Verbot auf, nach dem Grundsätze s'x nvIil i'X 512p i'sri ."Min, keine Rücksicht darf auf menschliche Klugheit, Weisheit, Rathschluß und Ansehen genommen werden, wo es der Uebertretung eines göttlichen Verbotes gilt*) Endlich muß noch bemerkt werden, daß es noch nie, selbst dem größten Judenfeinde beikam, den von jeher als keusch und züchtig berühmt gewesenen jüdischen Frauen die 2'v als Verletzung ihres weiblichen Zartgefühles vorzuwerfen, und wahrlich, die sämmtlichen frommen jüdischen Frauen, die seit Jahrtausenden und noch jetzt in allen Ländern der Erde diese Neinigungsvorschriften genau und strenge beobachten, haben so viel Ehrbarkeit, ästhetischen Sinn und Wohlanständigkeitsgefüht, als jene wenigen, bei den Sitzungen der N.-V. etwa zugegen gewesenen Zuhörerinnen, denen allein wahrscheinlich all diese Galanterie und Schönthuerei - so wie die burlesken Witze mancher hochwürdigen Landrabbincn und Prediger gegolten haben mag. Schließlich überlassen wir es jedem Vernünftigen selbst zu urtheilen, ob es nicht bester und gewissenhafter von diesen versammelten Rabbinen gewesen wäre, wenn, anstatt ein rein biblisches durch Jahrtausende streng beobachtetes heiliges Gebot auf einmal durch einen Machtspruch, gleichsamein hochmüthiges hierarchisches rabbinischeä Veto als Gesetz zu abrogirenein jeder von ihnen, dem doch die verschiedene Lokalität seines Ortes oder Sprengels wohl bekannt sein müsse nach gehöriger Einsichtsnahme und gründlicher Orientirung in .-.-k und mit etwaiger Benutzung der Gutachten späterer Rabbinen als! 201 und pli: 2ter Theil 112 das Franenbad der Ort einrichten ließe. daß cs nicht nur der Gesundheit und Reinlichkeit der darin sich Badenden sondern auch den religiösen Vorschriften vollkommen genüge und entspreche. Doch aber diese Herren ») Siehe 30 b daß selbst, wenn ein Anderer durch uns zur Nebcrtrennig veranlaßt niro, Rabbinen scheinen nicht die Religion befestigen, sondern vielmehr zerstören, und sich lieber die rabbinische Praris durch stetes Negiren und Abschaffen erleichtern zu wollen, und ob dieses ihrerseits pflichtgemäß gehandelt genannt zu werden verdient, möge jeder Unbefangene selbst beurtheilen. Zeitungsnachrichten. Preußen. Verkitt, d. 20. Nov. Gestern, zur Feier des Namenstages unserer verehrten Landesmutter Elisabeth Louise, Königin» von Preußen, sah man die Zeitung wimmeln von Anzeigen über Festlichkeiten. Bällen, Wurstpicknicks :c. — nur — die Freunde für Reform im Judenlhume, weiche sich am Namenstage der Königin» auch einen Namen begründen wollte,, kündigten eine große Gastvorstellung zur Feier des Tages, und zwar eine außerordentliche General-Versammlung an. Der neue „Srern" am Horizonte unsers Glaubens leuchtete vielfach in derselben auf, und obgleich denselben Einige hier einen Kometen (kiuplentl srrt) Andere einen Fixstern nennen, ick, als nach meiner subjektiven Meinung, denselben zu der Klasse der Irrlichter. welche sich hauptsächlich in schlammigen und morastigen Gebenden finden, zählen muß, so harre derselbe doch wohlweislich nach und nach aller Augen auf sich selbst zu richten gewußt, und unter Beugungen und Krümmungen, ganz nach Art der Irrlichter, ward e r endlich der Centralpunkt des gestrigen Abends. Die Anträge waren nämlich: 1) die Versammlung erkennt die Art deS Gottesdieustec, welcher bereits dreimal abgehalten wurde, als zweckmäßig und maaßgebend an. (Die Versammlung sagte bloß „ja" — doch hörte ich einmal in meinen Kinderjahren, daß schwache, blöde Augen von dem geringsten Licht, und hauptsächlich wenn VieS nicht rein ist. ganz abgestumpft werden.) 2) Die Versammlung soll anerkennen, daß wöchentlich zweimal, u.zwar Sonnabends». Sonntags Gottesdienst abgehalten werde,, und daß dieser so bald als