Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 23 (2.12.1845)
- Date
- 1845-12-02
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2625941-2626064-2626087--0207-2627711- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
183 die Dialektik des ersten. Die Weltgeschichte aber ist das Weltgericht, ste offenbart den Geist Gottes, welcher seit der Schöpfung stets „über dem Gewässer schwebt." Wir beschließen diesen Theil unserer Untersuchung mit der neuesten Erscheinung, der zweiten R. - V. zu Franks, a. M.. Nach dem Schlüsse der vorigjährigen Braunschw. N.-V., in deren Mitte die leichtsinnige Behandlung der religiösen Fragen nicht geleugnet werden konnte (Prorocolle S. 53.) hätte man glauben sollen, daß Dieser oder Jener der Vertreter des JudenrhumS allmählig von seinem Egoismus zurückgekommen, und, wenn auch nur aus Politik, zur Einsicht gekommen wäre, daß ohne Quellenstudinm keine Reform möglich sei. Man wurde jedoch darin durch die allgemeinen Vorarbeiten in den leitenden Artikeln der A. Z. d. I. getäuscht. Und wahrlich! es sollte Nichtsein. Mehr als auf irgend Etwas können wir aus unserm göttlichen Propheten 1H'2N' jene herrliche Analogie hierauf auführen: sS2N.1 1'5'21 122.". I'^kl 111 212" 21 s2N1 X211 221 s'2' 12211 P22" 12-821 12'22 „Verstockt sei das Herz dieses Volks, das Ohr erschwert, das Auge verschlossen, er möchte sonst sehen mir den Augen, hören mit den Ohren, und das Herz verstehen, und zurückkchren und genesen." Es sollte hier die Subjecrivirär in ihrer ganzen Blöße aufgedeckt werden, es sollten, den Verblendeten des Volkes die Angen geöffnet werden. Wir beziehen uns hier auf die bekannten Facra, und fragen jeden Unpathetischen, ob solcher Verein nicht Jesuitismus ist. Leichtsinn ist verzeihlich, Frivolität beklagenswerrh aber ein schnöder Raub des Volksglaubens, und ein loses Spiel mit den heiligsten Interessen des Judenrhums verdient die größte Verachtung aller Vessergesinnten, und nimmt dem VertrauungSvollen sein ganzes Vertrauen. Die R.-V. hat sich selbst gerichtet, und ihr Erfolg ist unstreitig ein der Orthodoxie günstiger zu nennen. Wir enthalten uns des charakteristischen Raisonnements, theils weil das Factum selbst für sich spricht, theils weil diese Charaktere im Allgemeinen schon unter Nro. 2 behandelt sind; theils weil diese Untersuchung^ schon die vorgestreckten Grenzen überschritten hat, und wir uns in aller Kürze fassen müssen. (Man vergl. Orient 1845 No. 34 über 1^211- 1128 '^11 12 von Herxheimer, und Mehreres daselbst. Für heute Dein Zmonuel. (Beschluß folgt.) DLeRa-b.-Derf.irnd die Frauen-äder Von Io. Pollak, Rabbiner zu Trebitsch. (Mähren.) (Beschluß). Haben wir bisher über die Pflicht des Badens selbst gesprochen, so müssen wir nun auch über die Beschaffenheit des Reinigungsbades nach religiöser Vorschrift noch Einiges herbeibringen. Nach dem oben bereits angeführten s'22i müßte dasselbe nach dem Wortlaute und einfachen Sinne des heiligen Textes 3. B. Mos. Kap. 15, V. 19—29, wie bereits gesagt, nur in frischem Quellwasser, wie jenes des Flußsüchtigen stattfinden, wenn nicht hierin die Tradition eine Erleichterung hätte eintreten lassen, indem sie auch das Untertauchen in gesammeltem Regenwasser hiezu als genügend erklärt. Daß aber diese Wassersammlung von selbst geschehen müsse, und eine11P2, deren ganzer gesetzlich vorgeschriebener Wasscrinhalt von 40 Maaß, oder der größte Theil desselben, durch menschliches Hinzuthun hineingeschöpft wurde oder durch ein Geschirr durchgegangen ist '1' ^>2 il'iii '-2*) zum Frauenbade untauglich sei, wird allgemein von allen talmudischen Gesetzlehrern anerkannt, und ist diese gesetzliche Untauglichkeit der .I^7'2c2 2'22>iN L'22 zur Wiedererlangung der Reinheit für alle Unreine bereits vor 1700 Jahren als religiöse Vorschrift allgemein anerkannt worden, wie aus tiixii^Q Abschitt 5 zu ersehen ist, wie erzählt wird, daß si'iii 12 8121 '2^, Zeitgenosse der Zerstörung Jerusalems eine ii,iv für untauglich erklärte, weil sie des Nachts unbewacht blieb, und die Vejorgniß sich herausstellte, daß die nicht jüdischen Eigenthümer derselben das Wasser des Nachts ablaufen, und wieder durchs Einschöpfen frisch hätten füllen lassen. Die Ursache dieser Untauglichkeit leiten unsere Weisen in 2212 im vom3. B. M.Kp. 1L, V. 38 ab, wo es heißt: mv 'i' 22'2 iipv 1121;'2Q ^8 welches sie erklären, daß ein Behältniß von aufgefangenem Regenwasser hinsichtlich seiner eigenen Reinigkeit sowol, als auch in Rücksicht seiner Fähigkeit zur Bewirkung der Reinigung für die in demselben sich untertauchenden Unreinen, dem Wasserquell selbst ganz gleichestellt wird, woraus zugleich der Schluß folgt, O'QN '1'2 11PQ ^8 O'QN '1'2 i'2v.12 wie die Quelle bloß von Natur entsteht, ebenso muß sich die Cisterne oder das sonstige Wasserbehältniß vom Regen selbst aufüllen. Diesen Schlußsatz nehmen p"2 '"NI 67 2, 822!2'2N1 66 6 *) -ji 2'N 201 V. 8 M811,1O Abschp. ö 1»