Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 22 (25.11.1845)
- Date
- 1845-11-25
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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174 .5^' Leichtsinn bene,men muß, wir können dies füglich unterlassen, und überhaupt die , unseligen Tobten ruhen lassen. - < - ,.j - - B.-Dedeuttnher ist das zweite Institut. die Rabbiner-Versammlung. Da das Faktum mir feinen einzelnsten Details, als durch die jüdischen Organe bekannt qemachr, worauegesetzc werden kann: so wollen wir dasselbe nur in Bezug auf unser Thema deleuchren. Man muß hier unwillkührlich an die Worte eines gryßen Leurichcn Dichters in »em Epigramme, „Kant und ferne Nachfolger", denken. Nachdem die Gläubigen ein Jahr lang die besten Hoffnungen von diesem Vereine gehegt harren, nachdem sie von diesen Ober-, Unter-, Land, u. Stadl-Nabbincn oder sonstigen Männern mir geistlichen Titeln das Heil und Frommen der Menschheit durch das Medium der jüdischen Theologie ver- -mirrelr glaubten, ist in der diesjährigen WicdcrholungSfeier dieses Vereins zum Bau des Iudenrhums ein Mann, den sie als den ihrigen zählten mir der Kraft der Wahrheit hervorgctrercn und der wärmste Dank wird ihm gezollt von Tausenden, die jüdischen Herzens sind. Die Ungläubiger» sahen dasselbe schon früher ein (ei. Or. 1845 No. 46 von einem Christen!); er hat aber denen, welchen kein tieferer Blick in das Treiben dieser Leute vergönnt war, gezeigt, mir welchen Ansichten man unter dem Deckmantel der Gewissenhaftigkeit zu Werke gina, und hat Jedem, dem es wahrhaft um seinen Glauben zu rhun ist, selbst wenn er von den Alfanzereien solcher Pfaffen verblendet war, die Augen geöffnet Seitdem ist von Vielen über dieses Institut das Verdamrnungsvrrheil ausgesprochen worden, die zur Beglaubigung des Urtbcils der 116 noch ein Unheil eines Vcrhciligren selbst hören wollten. Jetzt steht die Sache natürlich anders; das wissen die Prediger rc. auch recht gut, und dadurch kann man sich gewisse Erscheinungen oder vielmehr Nichtcrscheinungcn erklären. Dies ist aber nicht Zufall, sondern die Macht der Wahrheit. und zeugt davon, daß die Nemesis naht. Nachdem wir dieses neueste Historische vvrausgefchtckk, wollen wir zur Charakteristik des Instituts übergehen. Die Aufforderung erging von einem sich Rabbiner nennenden jüdischen Geistlichen Deutschlands. Der Plan verdankt sein Entstehen einer Analogie von Naturforschern, Aerzken, Philologen Landlvirchen, Apothekern, Juristen. Forstmännern, Industriellen u. protestantischen Geistlichen (A. Z. d. Z., Iahrq. 8, S. 26 und ganz dasselbe S. 118). Dies »st aber noch kein Veaeis für die Nvthwcndigkcit jüdisch-theologischer Vereine. Die Wissenschaft und das Leben ist von der subjektiven Ansicht der Einzelnen abhängig, das Iudenrhum ist aber objektiv, kennt in seinen Geistlichen nur den Verkünder seiner Aussprüche, und die Wahrer feiner Interessen ln jeder Art; deßhalb sind Versammlungen zur Besprechung wenigstens noch nicht anvlogisch motivirt durch jene Vereine. Verfolgen wir aber den ersten Plan weiter (ilnffem) „der Zweck der Versammlung ist: 1) Kennenlernett und Annährung der jüdischen Geiniichen unter einander. 2) Gemeinsame Anregung in der Führung des Amres. 3) Gemeinschaftliches Unternehmen allgemeiner Institute und Werke. 4) Gemeinsame Beralhung über alle israelir. Angelegenheiten.! Mv Kennen-lernen der Geisiltchen ist der erste "Zweck ^der Versammlung, allerdings ein Kennenlernen um ihre Ansicht auszurauschen. Was nützt es aber dem Judenlhume, ob sich die Geisiltchen kennen lernen? lianten studircn, oder den Pentateuch wir einer anerkannten Uebersetzung lernen (ef. Or. No. 37, die R--V. verstünde kein Hebräisch), oder ihre ^emeindr-Angclc- (Zahrg. 8 Mo. 40. S. 134). Eine Versammlung gegenseitige Complimenre der Geistlichen passen (o5. Z. d. Zud. Jahrgang 8, S. 258), „nachdem sich obige Männer" rc.; wie in demselben Organe die Einteilung zur ersten R.-V. S. 359, ebenso die Lobhudelei der Amtebrüder (besonders S. 371 und S. 376), dies ist aber, näher betrachtet, das Prinzip der Subjektivität Amtes. Die Theorie dazu ist objektiv bHunmt nach und praktische Klugheit muß Jeder sich selbst lernen, oder keine Gemeinde leiten wollen. Das besitzt, eine gläubige Gemeinde allmählig ans andre User zu seinen Zwecken zu führen. Dazu ist allerdings Unterstützung nochwendig. 3) u. 4) ist eigentlich identisch, denn Theologen führen Nichts aus, sorecben bloß darüber, und Institute und Welke sind auch religiöse Än> gelegenheiten. Allein No. 3 war ja nur soeben gesprochen. Mir welchen Instituten haben sich denn die stilure zu besprechen, gefiel dem vr. Geiger nicht. S. 388. Die Facultätsfrage ist noch zu matt von der ersten Niederlage). Also har sich dieser Zweck nicht realistrr! Dies konnte wol der Redakteur, wenn er nicht gar zu eingenommen für seine Idee gewesen wäre, voraussehen. Daß dies überhaupt nicht sv gemeint sei. sieht man aus der Bekanntmachung S. 478, und aus den davon ganz verschiedenen Vorschlägen wegen Heirath von Inden und Christen; und war dieser Punkt höchstens ein edler Gcdankenflug, und nicht zu verachten (man vergl A. Z. d.I., Iahrg. Z. S. 368, Note; aber, an wem lag'S, ihr eine praktische Richtung geben, und Heirath zwischen Juden und Nichtjuden ist also unpraktisch!). Was endlich die israelitischen Angelegenheiten seien, zeigte die Versammlung selbst, und man nrtheile selbst. — So wett von dem ersten Entwurf. Doch gehen wir zur Versammlung selbst über, und nehmen uns die herausgegebeufn