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Der treue Zionswächter · 1845-11-18 · 21 (18.11.1845) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
21 (18.11.1845)
Date
1845-11-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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168 Altgläubige fragest, wenn es vielleicht Zemanden darum zu chun ist; er trieb da seinen verstellten Obskurantismus so weit, nie NN5O-Gebet zu versäumen, und nun vergleiche man damit seine Kauzelbcredsamkeir in dem Lobe deS ChristentdumS, (man vergl. damit eine Stelle aus dem Vaterunser in dem Rabb-Versammlungsabschiede, Or., Zahrg 6 No. 34). Man frage ihn über seine Ansicht in der Sabbarfeier. Doch wozu fragen? man lese , wenn es Jemandem darum zu lhun sein sollte, die Zeitungsnachricht im treuen Zions-Wächter No. 8. Es ist sehr amüsant, damit seine bekannte Aufforderung über die kasuistische i'vinp-Frage zu vergleichen, (Ztg. d. Zud. Zahrg. 1843 No. 43 und Zahrg. 1844 S. 44 ff.) so wie sein Gelöbniß am Grabe des Rabbinen, dessen Tod ihm seine Stellung verschaffte. Was ist ferner das Prinzip eines H. in S.? Nichts als Subjektivität. Seinem Ehegesetze liegt auch nicht ein einziger jüdischer Gedanke zu Grunde, er har Biblisches und Rabbinisches zugleich abgeworfen, und wie schon auf einer andern Stelle bemerkt ist, (Z. d. Z. No« 30) mir einem großen Strich das ganze jüdische Ehegesetz entfernt (of. Literarurbl. d. Or. 1845 No. 2 S. 25 ff.) Zst dos aber derselbe H., der in Franks, unter polnischer Altgläubigkeit geistlich einherschrilt? Ganz gewiß nicht. Warum? ei! das hat seine Gründe, und liegt in der Zeit. Wir Altgläubigen nennen dies aber Zesuirismus. Giebt die Geschichte eines Dritten der Coryphäen unserer neuen Theologen, des Rabbiners P. in M. keinen Moment an, wo derselbe kein so strenger Vertreter deS Zudenthums war?! — Doch temxora inulantur et nos mutamur in illis! auch er ist zum Rabbinen gestempelt; und doch dringt er bei Besetzung der Stellen so sehr aufCharakrer (Z. d.Z. Zahrg. 1844 S. 18 dat. Crefeld). — Zcdoch ick glaube schcn Pröbchen genug angeführt zu haben, und der noch ziemlich große Weg erlaubt mir nicht, mich noch länger in diesem Kreise zu amüsircn. „Lx uiliils nilül 6t", lehren die Philosophen; auS Unwahrheit kann nie und nimmer Wahrheit werden. ES muß auch die Motive des Zesuitiemus seine praktischen Consequenzen nvthwcndig zum Geleite haben. Als dieses Geleite erkannten wir Unaufrichtigkeit und Zntrigue, gegliedertes Kastensysiem von Gelehrten und Laien, und Herrschsucht der Ersiern zur Vereinigung der weltlichen und kirchlichen Macht. Zndcm wir hier untersuchen wollen, wie dies sich in diesem Stadium gestaltet; wird es unS eben so schwer, anzufangen, wie zu enden. Wir sind zu reich an Data, und sie erdrücken uns ebenso durch die Masse, wie durch den Schmerz über die durch sie vertretene Zudenheit. Doch Schmerzensruse führen zu Nicht, zu Allem aber die Energie, und energische Beweise werden doch endlich der betrogenen Menge die Augen öffnen. — Von der Verstellungskunst der Neueren glaube ich Proben genug gegeben zu haben. Noch Einiges über die frömmelnde Heiligkeit dieser Herren. Diese besteht ganz besonders in dem pathietschen Wichtigrhnn derselben. Wenn die Orthodoxie ganz im Geiste des Zudenthums gar Nichts auf ein tharenloses Leben giebt. dagegen in einem bürgerlich gekleideten, aber streng frommen Manne ihren Seelenhirten verehrt; legt die Heterodoxie den größten Werrh auf ein ästherisch-kirchlicyes Einherschreiten und blähendes Wortgepränge, unbekümmert, ob das Herz dabei ist, als daS einzige Eriterium eines Sckam'pielcrS und Predigers. Ob aber das Herz dabei ist, davon zeugt allein die Thar. Diese aber differirt gar oft bei den Predigern selbst von den Lehrsätzen, die sie auf der Kanzel dem Volke anS Herz legen. (Beweise dazu liefern eine Personalnachricht im Orient 1845 No. 27, siehe ebendaselbst S. 250 und über das ächte Psaffenthum der Neueren ek. Or. Zahrg. 1845, No. 6/S. 46, dar. „Mährische Grenze", vergleiche ganz besonders die salbungsreicke Rede des vr. H, sZeir. d. Z., S. 35S, Zahrg. 8. Protokolle der ersten Rabb.-Vers., Anlage 3.1 dazu passen herrlich die Späße mit groß sind die Grübeleien des Herzens (!) von Debora bis auf unsre Zeit, und die unbegreifliche Gesinnungslosigkeit in seiner Predigt, ibiclem S. 372 in seiner exegetischen Auseinandersetzung des 'p'Aixi L??'' O'2^, die sicher nagelneu ist. Auch vergl. man damit die witzig sein sollende Frivolität des K.-N. Maier, Orient 33, 1845), wenn ein Kind, wenn es ein Zahr die Schule verlassen habe, noch im Stande wäre, einen zu übersetzen, so wolle er verdammt (!) sein, ss-iD und r-122 zu oren, bis ll'L-'O kommt. (8io!) Nichts har dem Zudenrhnme mehr geschadet, als das Streben nach einem Pfaffenthume, welches durchaus nicht existiren soll, ek. '»"Q"» u. «"Q") daselbst. Am interessantesten in dieser Arr ist der leitende Artikel, Zuli 1845 in der Z. d. Z. „Abschied vom Leser" in seiner lalbungöreicben, priesterlicken und heiligen Fassung und dem patriarchalisch gvttesfütchtigen Beschlüsse. Dies nennt man bei uns wieder Zesuirismus. Ganz im Einklang damit ,st die Sucht, sich selbsprecken zu hören (ek. Z. KZ. Zahrg. 8 S. 27, ikiä. S. 256; spaßhaft ist das S. 258 in geiperrten Lettern Gedruckte!!!); und die potenzirre Gereiztheit u. Empfänglichkeit für Beleidigungen, (Zahrg. 8, S. 490: S. 356, ganz besonders S. 148!) Natürlich, wo die Perlon über Allem steht; muß sie über Alles verwahrt werden, jede Beeinträchtigung muß vermieden werden, denn diese träfe daS Prinzip. — Za! diese Verschiedenheit zwischen der Orthodoxie und Heterodoxie zeigt sich sogar m Ausdrucke. Wahrend die Alten sagten: 'Opi, „meiner schwachen Ansicht deucht dies so," heißt es jetzt: „ich meine so" (Zeit. d. I., Zahrq. 9, S. 367), v"' muß V'.-IN werden (ibicl. S. 398) rc. (Aus Curiosität vergl. man!d!6.1814 No. 3. Meine Amtöbrüder dreimal! S. 337, in 6 Reihey dreimal,

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