Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 21 (18.11.1845)
- Date
- 1845-11-18
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Andersgläubiger erzwangen, wie sollte dies nicht mit großer Freude erfüllen? es har sich hier, wie immer, Sphäre gezeigt. Jedoch, wir dürfen diese Aeußerlichkeik nicht zu hoch anschlagen; die Hauptsache ist und bleibt immer, nach den Resultaten jeder Richtung zu fragen, um zu untersuchen, was für Charakter sie zu Tage gefördert. Durch die Univelsitätssiudien Wurden nun die Zünger der Wissenschaft weiter geführt, als sie selbst glaubten. Sie harren bisher in der Mitte zwischen den Laien und gründlich Gebildeten gestanden; sie harren die praktische .allgemeine Vernünftigkeit finden wollen, und fanden dafür philosophiiche Dialektik, ptiavuomena L I,o§z^a» extensiv L evArtativ, Antinomien und Aperceptivn rc. rc., dies machre sie au Alle? bisher wahr Gehaltene irre, und um so mehr an die angestammte Religion, welche ja in einer von der unsrigen so verschiedenen Zeit gegeben sei , die die Rechte unsere Jahrhunderte nicht anerkenne, die den welthistorischen Geist der Entwickelung , in Fesseln schlage, deren Gesetze, wie die synthetischen Urryeile s priori ohne Beweis keinen Glauben verdienen. Ueberhaupr vertrüge sich gleich das erste Kapitel m der Tanrvh nicht mit den unleugbaren Antinomien der reinen Vernunft rc. rc. Diese belhörre einseitige, wissenschaftliche Nichiung harre zur Folge, daß die Ehilichcren der theologischen Richtung entsagten, und sich mir der Wissenschaft als solcher beschäftigten, und nur die Unehrlichen als Theologen vom Fache ausrraren. Zch spreche hier wieder narürlich nur von der Richtung im Allgemeinen, ohne den Stab über alle jüdisch-theologischen Zünger jener Zeit zu brechen. Wenige harren Energie genug, der Logik, der Kritik und der Subjektivität gegenüber den dogmatischen Standpunkt zu behaupten, und von jenen nur wahre Wissenschaftlichkeit den Lrandpunkt der Allgemeinheit und die Waffen zum Kampfe gegen den Unglauben zu entnehmen. Die Hunger der Wissenschaft, wie die wissenschaftlichen Vertreter der Orlhvdvne gehören nicht zum Bereiche untrer Ausgleichung von Lehre und Leben gar nicht beschäftigten; letztere, weil ihr Prinzip schon im ersten Tyeile besprochen ist, und von ihnen nur zu bemerken ist, daß sie sich desselben bewußt waren , was die Flüheren unmittelbar und durch eine geistige und gemmhliche Gewohnheit zu ihren Prinzipen machten. Wir wollen daher nur die Manier der neueren Theologen betrachten. Daß ihr Prinzip nicht dieObiccriv«- tär der ReUgivn ist, bedarf kaum einer Erwähnung. und ledig, oder sie emledigen sich desselben nach Gerade, um an dessen Stelle ihre Lonstruklionen Systeme, Zdeen, Neligrvnslehren u. s. w. zu setzen, wozu man Namen „Iudeuchum^ zu detehren. Wie lieb letzteren solche Früchte der humanen Studien sind, kann Zeder leicht ermessen. ES ist nach Gerade dazu gekommen, daß Manche als jüdische Volkslehrer das acht jüdische Prinzip verdrängen, ja verfolgen. Man ist endlich zu den wahrlich sehr niedlichen Rai, sonnemenr gekommen, die ganze jüdische Lehrulld Lebensnorm (Bibel, Talmud u. die jüdischen Codices), weil man sich nicht die Mühe gegeben harre, sie zu erlernen, als unnütz zu verschreien, wobei dann aber natürlich, wie bei Zedcm, der über einen Gegenstand ein Urrheil abgiebt, ohne ihn zu verstehen, ganz lustige Urrheile mir unterlaufen. (Man vergleiche nur die Naisonnements in dem Organe eines dieser Vertreter des heurigen Zudenchums. So soll nach dem leilenden Artikel dieser Zeitung. Zahrg. 9, S. 113, der mosaische Staat nie existirr haben, und doch war die mosaische Verfassung nur für unsere Vergangenheit; unsere Zukunft wird nach einige Modifikationen erhalten. Der Verf. hat aber dorr seinen Resultaten zu Liebe die Leit des Verfalls ins Auge gefaßt. — Idil!. S. 311 heißt es, in den 5 B. Mos. sei keine Spur von Mustk, vt'. 4. D. M. lO 10! o, über die Dibelüdersctzer! — Man sehe ebendaselbst die herzzerreißende Schilderung, daß eine Famme ans Noch die haben, „was und wie soll im Zudenrhume re'ormirk werden?")'— Man citirr sehr lustig den ^121112 als- Reform, obgleich diese Arr des Vergleicbens nie für unerlaubt gehalten wurde. Dies aber nennt die Orthodoxie Zesuicismus. Ich benutze die Gelegenheit, Dich mir einigen Proben von Belesenheit eines Rabbmen zu bereichern. Zn d. r P.'schen Bibelübersetzung sinder sich, S 40, eine lächerliche Erklärung von N2^2, von gröbster Ignoranz zeugend, da alle Früheren das Gegenrheil glaubten, ferner macbe ich auf die Exegese in demselben Werke zu « aufmerksam, daß nämlich jedes unreine Thier als Erstgeborenes ausgeläst werden müsse. Möchte doch der Verf. selbst recht viele haben, er würde vielleicht andres Sinnes werden, '1 M->12>2, « «"20 1"'! — Man vergleiche damit S.'S Gutachten über nw'2>r. Zedoch verlassen wir diese Richtung des Geistes, treten wir wieder herein zur Charakteristik und untersuchen, was die neueren Rabbmen in diesem Genre geleistet haben. Fragen wir nach dem Prinzips der Religion bei diesen Volksführern, Rabbmen, Pedigern rc., so können wir uns allerdings nicht der beruhigendsten Antwort e>freuen. Wo ist wol an Religion zu-denken, wo der Charakter ein non plus ultra der Subjektivität und der Heuchelei ist. Zn der Orthodoxie sahen wir einen Gedanken, im Privatleben, wie in dem öffentlichen. Betrachten wir aber hier das Verhältnis dieser beiden Sphären, so werden wir nicht selren einige nicht unbedeutende Differenzen finden. Wie lebte der fungirende Radb.ner H. in D. früher, und wie jetzt in seinem Amte? Uever ersieres möge man einige Berliner