Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 18 (28.10.1845)
- Date
- 1845-10-28
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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147 die Hand nicht auf den Backen lege," und fragt in seiner Anmaßung noch weiter: „Wenn die schwache Geldkraft Mangel an Vor- „wärtsschreitung ist, woher kämen dann die pracht- „voll geschmückten Wohnungen, die wohlgenährten, „mit allem Pomp, Schmuck und Flitter behan- „genen Leiber her?" Welch' verwegene Anfragen eines fremden, conditionirenden jungen Mannes? Doch aber, wenn Herr S. S. schon so neugierig ist, und unsere Gemeindebewohner so tief beleidigte, will ich ihm, trotz der wohlgenährten Leiber, dennoch unter den zahlreichen Vorzügen unserer Gemeinde der Kürze wegen, nur herausheben, aber nicht im Sinne des Panegyrickere, die: .112N : ,1^171 1127.1 :.>'L"1j7 .1121 ll. s. w. :i'2.i 'i :.ipi2'.i :2'ii2: 711x271 n,1-2 1^.-, i -ip'2 '121 :7iixsii:2 ^121 :^i '721:1 ^121 Ferner hat unsere Gemeinde eine Synagoge, an Pracht keine zweite in Ungarn, und bekleidet unsere Gemeinde alljährlich zwanzig Waisenknaben, schenkte jüngstens erst den Hungerleidenden in Arvaer Comilate 500 Fl., ertheilr lebenslängliche Pension so vielen ihres Amtes entledigten Domestiken, und verübt alljährlich dergleichen Wohlrhaten, die ich hier verhundertfachen könnte. Hr. S. S., der doch auch seinen wohlgenährten Leib mit Schmuck behängt, hat zu allen diesen Mildrhätigkeiten auch noch keinen Kreutzer gereicht. — Unterwerfen wir die Papaer Gemeindeverhälrnisse trotz den vielen öffentlichen Angriffen, die ihr schon geworden, einer genaueren Durchsicht, so müssen wir finden, daß unsere Gemeinde allen Anforderungen vom religiösen Standpunkte aus entspricht, und daß insonders wohlthätige Zwecke betreffend , die Behauptung nicht zu gewagt erscheint: „die Papaer Gemeinde darf als Zierde der Ungarischen Iudenheit mitgerechnet werden." Herr S. S. aber ist zu schnell in seiner Beurtheilung, ist nur bemüht, die Schattenseiten ausfindig zu machen, und auf solcher Weise haben sich gewisse Correspondenken zeither viele Muhe gegeben, die Verhältnisse der hiesigen achtbaren Gemeinde in einem Lichte zu zeigen, das nicht das der Wahrheit ist; und wer seiner Gelehrsamkeit nur solche Kronen zu verdienen weiß, wandelt im Schmutze der Menschenenrwerchung und der Ungerechtigkeit. — Unbescheidenheit ist eine Tugend, mein lieber Hr. S. S., die die anerkannten Vorzüge der Würdigsten im nachtheiligen Schatten stellt. Sie wollen sich also zum Weltverbesserer machen? Sie? der Sie in ein Paar Zeilen solch eine Unmasse von Ungebührlichkeiten und Verleumdungen zusammendrängten, wie sie der letzte Winkelschreiber kaum in Jahren zusammenznschmieren vermöchte? Ich kann Ihnen das Reche durchaus nickt länger einräumen, als fremder Mensch und Dienender den Sittenrichter zu spielen, und sich zum Diktator aufzuwerfen. — Fegen Sie vor Ihrer eigenen Thüre, und lassen Sie eine fremde Gemeinde, in welcher Sie nur geduldet sind, ungeschoren. — Ich gönne Ihnen gerne das beneidenswerthe Geschäft zu referiren, thuen Sie es aber nicht aus der Absicht Ihren Namen nur gedruckt zu sehen, und enthalten sich jedes beleidigenden Ausfalles gegen Gemeinden, die in Dingen, welche Recht, Ordnung und Ehrenhaftigkeit betreffen, von Niemanden, am allerwenigsten aber von Ihnen, Belehrung oder Warnung bedürfen. Wenn Sie den Splitter im Auge des Nächsten bekritteln wollen, so entfernen Sie erst den Dalken aus dem eigenen Auge. Sollten Sie hierzu nickt die nölhigr Schicklichkeit besitzen, so wenden Sie sich an Ihren Wohlwoller. I. Ster«. Privat-Docent in Papa. Preußen. Breslau. Großartiger, als je, war Geigers Reform - Mandat für den diesjährigen 2*'- Da lasen wir: „Es ist verboten, einen sogenannten „Kittel" zu tragen. Es ist verboten, bei i:22>x und X21 die „Brust zu klopfen/, 71'72, 71'2'2 und ID dürfen nicht mehr „geküßt" werden, u. dgl. m." Und daS Alles auf eigener Faust, ohne Zustimmung der R.-V. Hüruliile! — Die sogenannten Synodal-Vortrage Geigers, in denen N. - V. gespielt wird , und jeder seinem gepreßten Herzen nach Gmdünken Luft wachen, währen noch fort, dienen indetz, wie man sich leicht denken kann, mehr zur Belustigung und zum Spotte, als zur eigentlichen Belehrung. Mecklenburg Schwerin. Schwerin. Der Redaktion dieser Blatter ist ein Schreiben des Hrn. Vr. Hoidheim zugekommen, in welchem derselbe, mir Bezugnahme auf unfern <Lorrespondenz-Amkel in No. 15 (Schwerin), uns mirgr-