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Der treue Zionswächter · 1845-10-21 · 17 (21.10.1845) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
17 (21.10.1845)
Date
1845-10-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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135 auf die Allgemeinheit des freien Aufschwungs aufmerksam, welche sich unter Änderm in folgenden Worten aussprichr, vergi. n"7 21^ (n"2 -^2) „ein der Lehre Beflissener har den Vorzug vor degr ungebildeten Priester" (f. 2"'^ N"!7). Man vergleiche auch über diese völlige Unentschiedenheit der Gelehrten und Laien "r O128, jdirlem 7'2 72. Za diese Vermischung des gelehrten und praktischen Standes wird sogar gefordert .1^22 -.212 228)2 .-.27 i'817 2112 -2 „Lehre ohne weltliche Beschäftigung wird sich nicht erhalten. — Ueberhaupr hat einseitiges Wissen nie eine hohe Stellung im rhatenrcichen Zudenthume behauptet. Verql. 1'8 2128 illiü. 72.2.5; ebenso 2'2?)12 21'17- Dieser Grundsatz aber ist der Antipode der Vornehmthuerei der Gelehrten unserer Zeit, denn was die Thar betrifft, so stehen letztere, wie dies uns tägliche Erfahrung zeigt, hinter schlichten, von ihnen so oft belächelten Privatleuten weit zurück.*) Damit man endlich nur ja keine herrsüchtigen Pläne der Voiksführer-und Heranzieher zu ihrem Interesse vermurhe, wollen wir noch zum Schlüsse einige bezügliche Stellen hinzufügen. Man vergl. über die Anerkennung des Staarerechrs 2'222;l7'2^ 2"2 7"L? 'er ,2"2 o'-n; i"'p X2p >L22;721 '.i; ferner 2 'ü 2128- ' Für heute Dein Zmonuel. (Fortsetzung folgt.) Ein Märtyrer neuerer Zeit. Novelle von I. G e t t i g. (Fortsetzung.) INI »Es lebe die Republik", rief Meier als gewöhnlichen Gruß damaliger Zeit, in die finstere, dicht gefüllte Stube hinein, in die er zögernd einjrat. Sein Blick schweifte unruhig über die Sanskülotte vom schmutzigsten Ansehen saß, der lauernd gleichfalls nach ihm hinschiclte. Er durchkreuzte die Gruppen der Zechenden und Lärmenden, und rückte sich einen Stuhl an den ») Ueber die praktische Richtung der Frömmigkeit siehe man Schabb. 10ts. Ebenso heißt es: --Wer wahrhaft fromm sein will, sei genau in 2"?) 81'22 '12'2) '721 s82 l'p'l^-den RechisMen u. der Schäden--, also nichts als schlichte, praktische Rechtlichkeit ist wahre Frömmigkeit. Sonst ist ein Sclbstgeständniß der Frömmigkeit und Gelehrsamkeit nur dann erlaubt, weun es sich um die Anerkennung der objectiven Lehre und Gottesfurcht handelt, conk. R. G. A. des N. S- B. A» 81, vergl. auch 72 827 ,8"' '.1 21122 Nlv' 212-2» Tisch des Mannes aus dem Volke. »Ihr kommt spät-, rief dieser ihm entgegen, -ist's wol wieder eine Eurer verfluchten jetzt ledig,-- — tönte ein Bierbaß vom andern Ende der Stube, — -der Convent hat jetzt auch für's Judenvolk gesorgt und cs zu vernünftigen Burgern gemacht. Sie sind heute ihr Pfaffengewäsch so gut losgeworden, wie wir andern ehrlichen Bürger. Chaumette hat sie von dem Joche der cananitischen Pfäffereicn befreit und sie der Vernnnft unterworfen. ES lebe unsere neue Gottheit, die Vernunft, und Tod den Verräthern! — Und der Berichterstatter leerte sein Glas unter dem Hurrahruf derMenge. »Zch gratulire!--—schrie der Sanskülotte, indem er Meier die Hand drückte, -also auch Ihr Schachervolk vernünftig: S'st doch ein - großer Mann, der Hebert, er versteht Alles! Aber- — fuhr er mit gedämpfter Stimme fort — -wie gehen uns so ein Hundertchen von Assignaten bringen könnte?-- — »Die Aristokraten sind leider Gottes schon alle verbraucht,-- crwiederte Meier, »aber ich Hab ein ganz anderes Planchen, gegcn^die Andern, um nichts vom Gespräche hörbar werden zu lassen. — »Ihr wißt-, fuhr der Jude fort, «daß uns heute bei Todesstrafe jegliche Verehrung des einigen Gottes verboten wurde. Nun ist aber die Pariser Judenschaft ein zähes Volk, und cs naht eins ihrer heiligsten Feste, der Versöhnungstag.-- — »Und Ihr meint, da könnte eine sehr unversöhnliche Geschichte draus entstehen?- grinste der Andere und strich sein fettiges Haar, das wild hernicderhing, zurück. »Ihr versteht mich; man muß klug auftreten, denn die Höhle des Fuchses kann nur vom Fuchse aufgcspürt werden. Ein Einziger unter ihnen,—Daple ist sein Name,—kann Alle zu Allem vermögen, denn die Gewalt seiner Rede ist groß und sein Muth ist es nicht minder. Er ist mein Feind, denn schon der stolze Knabe war mir ein Gräuel, und seit er in den Vorstand der Gemeinde ausgenommen, behandelt er mich wie der Adler die Kröte. Wer aber mein Feind ist.- — und hier zogen sich Meiers Augenbrauen düster zusammen, und sein Auge blitzte in teuflischem Glanze, — »der riecht in dieser schönen republikanischen Zeit nicht lange mehr die Morgenluft, das wißt Ihr, Mathurin, denn wir kennen uns schon ein Paar Tage.» — Der Andere grinste wieder und winkte im Verständnis Meier zn, dieser zog den Kopf in die Schultern und murmelte: »Er hat mich nicht umsonst mit Schimpf verjagt, als ich um die Hand seiner Schwester anhielt, er hat nicht umsonst überall gesagt, er wolle keine Otterbrut in seiner Familie. — sein als alle Übrigen. Man wird mich zu allen Geheimnissen zieh», denn man nennt mich schon einen Frommen des Herrn. O,

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