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Der treue Zionswächter · 1845-10-14 · 16 (14.10.1845) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
16 (14.10.1845)
Date
1845-10-14
Page
– (sequence 3)
Language
German
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127 Am heutigen Tage war es, als vor Jahrtausenden zum crstenmale des Allgütigen Stimme das unendliche Nichts dnrchtönt, Himmel und Erde ins Dasein zu rufen. Am heutigen Tage war es, als zuerst sein Vicht die Finsternis der Schöpfung erleuchtet, zum Vorbilde seiner großen Lehre. welche nach zwei Jahrtausenden, wo zum zweitenmale seine Stimme erschollen, ebenso das geistige Dunkel des Alls zu erhellen begann; zum Lorbilde der vollendeten Seligkeit endlich, welche einst, zumdrittenmale ertönend, seine Stimme verkünden wird, wenn daS geistige Licht seine Schöpfung durchdrungen. Und wie könnten wir schöner das Geburtsfest der Natur, des Himmels und der Erve feiern, als dadurch, daß wir sie uns im Geiste unsers großen Lehrers, als Zeugen für die Lehre Israels, als Muster ihrer Größe, ihrer Beständigkeit, ihres Segens aufstellen, um in ihr zu erstarken? Welches schönere Angebinde könnten wir dem Lichte am Tage seines Werdens, darbringen, als das.Bekenntuiß, daß in seinem Bilde die göttliche Lehre uns erscheint, das Dunkel der Seelen durchdringend, wie seine Strahlen das Erdendunkel? So vorbereitet, befestigt im Glauben und Gehorsam, können wir getrost der Zukunft entgegen blicken, und mit heiterer Miene wieder von einem Jahre unsers Lebens Abschied nehmen. Steigen wir damit auch eine Stufe weiter zum Grabe hinab, so giebt uns ja der Glaube das beseligende Bewußtsein, daß von der Erde der Weg zum Himmel führt, dessen Thore ein gottgeweihtes Erdenleben uns erschließen, um die Erdensaat dort zu erndten; giebt uns ja das beseligende Bewußtsein, daß auch hienieden schon Gehorsamen d,er Gotteslehre den Vorgeschmack himmlischer Seligkeit verschafft, und wir somit hoffen dürfen, das beginnende Jahr werde ein Jahr des Heils und des Segens sein. Der Zesrritismus im Jndenthume. Von H.) (Fortsetzung.) Vierter Brief. Fahren wir in unserm Vergleiche fort , fragen wir: I. Wie verhalten sich die Orthodoxen zn den Jesuiten? .-.'N' 1^'2X2 «die Lebensaufgabe de- Frommen ist sein Glaube"*), i'.ii'512^1 verharret in gäbe erfüll,-? .".>7-, 22p 12 O'H denke daran bei Tag und Nachr. Dies ist das Losungswort aller Derer, weiche zur Fahne der Airgläubigen schwuren. Dieses ist also die Ansicht des prophetischen Judenthnms, um einen Augenblick in die Ernrhcilung der Neueren in nörhia, sogleich zu erinnern, daß hier das Gegenrheil vom Jesuittsmus auftritr, nämlich das Prmzip der absoluten Herrschaft der Religion. Obgleich allerdings das Gegen- Zeiten hüten, als könnte doch der Gedanke einer späteren Erscheinung wenigstens als latente Potenz exisilrt haben :c. rc. Daher ist m unserer Zeit Vorsicht vor Allem löblich. Dle Consequenzen der eben ermähnten maßgebenden Aussprüche der Propheten folgen unmittelbar. Es ist nur solche Handlung zulässig und religiös, die der Abdruck religiöser Forschung ist, die durch und durch getragen und vergeistigt iA durch den göttlichen Gedanken. Es stehen daher die sittlichen, moralischen und religiösen Gesetze ft'»r ewige Zeiten unerschütterlich fest; inrer keiner Bedingung und in keiner Zeit kann Unsittliche» sittlich. Unmoralisches moralisch, UnreligiöieS religiös werden. Eine unmittelbare Folge dieses ausgestellten Prinzivs der Objektivität ist die rücksichtsloseste Offenheit Lauterkeit und Ausrichrigkei , welche in der prophetischen Zeit nachzuweisen, selbst der vberflachlichsten Betrachtung nicht schwer fallen kann. Ich will nur unter Andern» auf das Verhältnis des zu den aufmerksam machen, (. 2 2'272); ferner^' .1"^;'V 1"7 21'X; ' x"? '5 2'7.1.1 rc. :c. (Die Herren philosophischen Judenrhüm.'er werden doch hoffentlich und 2'^.iri wenigstens in die prophetische Zeit rechnen.) Also ein klares unumwundenes Hervortreteir mit seinen Ansichten ist grade ächc jüdisch, wenigstens noch, wie bewiesen, im Verlaufe-des Prophetismus. Wir könnten nun leicht den Schluß machen, daß bei einem so hohen Werthe des Gorteswortes die Freiheit des Einzelnen seine Ausdehnung haben müsse, da ja die Religion etwas Allgemeines für Jeden der Glaubensbrüder ist; allein ich will zur größeren Deutlichkeit und Beweisführung einige Worte anführen, deren Gott uns am großen Tage der Gesetzgebung gewürdigt hat. WI^ '1:1 V7171 27>xv «Ihr aber sollt mir ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk sein." Ferner O'2P.-I ^>22 .^1:2 «Ihr sollt mir auserwählt sein vor allen Völkern." Also Nichts *) Dies ist der Sinn jener mit unglaublicher Brüstung von den Neuerern in ihrem Sinne erklärten Stelle ^"2 N122. * und

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