Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1845-10-07 · 15 (7.10.1845) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
15 (7.10.1845)
Date
1845-10-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2625941-2626064-2626079--0138-2627634
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

7" 122 Beweis von M'22 Herzfeld mit seinen Kollegen heute Synagoge waren und Sr. Hochw. Hr. G., würde er, und morgen nicht umstößt. Daß aber das Eisenbahnfähren am Sabbat nach I)r. H.'s Ansicht sowohl, als auch nach der Ansicht der sämmtlichen Mitglieder der Nabb.-Vers. erlaubt sein mag, glauben wir gern, denn diese Herren lieferten uns von ihrer talmudischen Unwissenheit und ihrem frechen Unglauben schon die genügendsten Beweise, von denen wir nur einen .anführen wollen. Sie erlaubten, sich der Badewanne zum Frauenbad (nach PH. in No. 34 der Allg. Zeit. d. Jud. nur „uralte Sitte") bedienen zu dürfen, weil P2H 218L'l'712ware (vergl. No. 34 der A. Z. d. Z.) — obgleich der Naschbam in 2"2, der Rosch (siche '"21 112) und der M'harik dies für 8W'11812 1128 erklären, und diese altrabbinische Autoritäten beim Sabbatfahren von H. so sehr berücksichtigt wurden, obgleich O'j)212.1 211 und der 8"21 sich gegen diese Ansichtentscheiden—».zeigten dadurch, wie sehr sie mit Blindheit geschlagen sind, da es sich hier nicht mehr um O'2182? 2'V, sondern um 2"!?22 .1^22 handelt, und dies nach allen 2's)212 ohne irgend eine Ausnahme 1128 8W'1181Q ist. Auch scheinen diese gelehrten Herren von dem 8ri"l18i-Grundfatz 111.12 '"p 1.1"11.1 gar Nichts gewußt HU haben. Solche Männer nun, die mit jener ihrer Aeußcrungen aufs Neue ihre schon längst bekannte Unkennmiß bekunde«, wollen über die heiligsten Gebote ihre Stimme erheben, Männer, die den Talmud kaum kennen, geschweige denn verstehen, wollen nach dem Sinne des Talmuds reformiren, resp. allmählig alles Positive zerstören, und dies nennen sie Zeitgeist. Erscheinungen, die jedem nur einigermaßen von Religiosität Durchdrungenen mit der größten Betrübniß erfüllen müssen. — Er aber, der seinem heiligen Gesetze ewige Dauer zugeschworen, weiß es auch zu erhalten und wird endlich die Irrlichter verscheuchen, die Nebel- und Wolkenmassen schwinden und den herrlichen Glanz der Sonne zum Heile Israels und aller Welt strahlen lassen. L. B. Aus der Rheinprovinz. Von der N.-V. zurückkehrend, besuchte Herr G. aus D. eine der größten Städte unserer Provinz, und dar um die Erlaubniß, eine Missionspredigt halten zu dürfen. Einer der Herren der Vorstände ließ ihm jedoch lakonisch erwiedern: „Wenn neun Leute, in der der Vorsteher, nicht mitberen," und — der Vogel flog vom Rhein zur Oder. N.-S. Um etwaigen Remonstrationen vorzubeugen, erkläre ich ausdrücklich nochmals, daß Hr. G. directum die Erlaubniß angehalken, predigen zu dürfen, nicht aber hiezu, von unzähligen Verehrern aufgefvrderr worden sei. Baden. Mannheim. Herr Redakteur! Sie haben in No. 10 Ihrer Blätter einen Artikel aus Mannheim gebracht, worin von der Addresse des hiesigen R.-B. an die Rabb.-Vers. zu Franks, und deren Repräsentant, Klausrabbiner Wagner, Erwähnung geschah; es blieb jedoch ein Umstand, den Repräsentanten betreffend, darin unangeregt, den ich Ihnen, besonders ferner komischen Seite wegen, znr Ergänzung mitzurheilen mir erlaube. Als nämlich der Repräsentant in der Versamml. einige Worte zur Empfehlung der Addresse sprechen wollte, da war ihm die Zunge noch nicht gelöst, und er mußte sich, ohne ein Wort herverbringcn zu können, wieder auf seinen Sitz niedersetzen, und das Sprechen geläufigeren Zungen überlassen. Daß zwar derselbe kein großer Redner sei, davon hat er uns durch eine Predigt, welche er nach Einholung der Erlaubniß des Synagogenrarhs in der großen Synagoge dahier abhielt, ein Pröbchen abgelegt, diese harre solchen Beifall, daß sich der Prediger nicht getraute , um eine zweite nachzusuchen. Daß derselbe aber für eine Sache, auf die er zur Vorbereitung Zeit genug hatte, nicht einmal wenige Worte finden konnte, und sich dennoch zum Repräsentanten des R.-V. hingab, beweist sowol einen nicht geringen Grad von Eitelkeit, als von Unfähigkeit. Eigenthümlich bleibt eS ferner, daß jener hiesige Verein, wie in der Wghl seines Stellvertreters , so auch in der seines Dieners äußerst unglücklich war. Nachdem nämlich mehrere Individuen zu diesem Dienste aufgefordert worden waren, aber erklärt hatten, daß sie sich zu solchen Dingen nicht hergeben würden, mußte man endlich seine Zuflucht zu einem solchen Subjekte nehmen, welches schon mehrere Jahre wegen Betruges im Correctionshause zugebrachk hatte. Sonst wüßte ich von hier nichts Wichtigeres mitzutheilen,. als von einem Streit, welcher sich

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.