Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 14 (30.9.1845)
- Date
- 1845-09-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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113 Anzahl ihrer Anhänger, geschweige denn bei der Gesammtheit des gläubigen Israels, auch nur der leiseste Zweifel vorherrsche, — davon kann keine Rede sein. Aber um nachzuweisen, wie weit sich diese Unwissenheit erstrecke, wie sie sich über jegliches Gebiet des religiösen Wissens ausbreite, wie weder Klein noch Groß davon verschont sei, deshalb geben wir folgende bezeichnende Stellen hiebei wieder: „Wir werden demnach über die geistige Capacität eines Rabbinen der modernen Richtung erst dann ein Urtheil haben, wenn derselbe durch literarische Produkte seines Geistes sich zu manifestiren Lust hatte. Daß dies bei vielen Mitgliedern der R.-V. allerdings geschehen, ist allgemein bekannt; nicht so allgemein jedochrder Erfolg. So hat z. B. Holdheim, der von seinen Kollegen selbst für den gelehrtesten Theologen in ihrer Mitte anerkannt wird, durch seine neueste Schrift „über den Eid" eine Zurechtweisung erfahren müssen, gegen deren Gründlichkeit er selbst nichts einwenden kann. Holdbeim scheint fast ein 1221X NVNO i-.ir^si 1122'^ PI zu sein. — Philippsohn hingegen beschenkt uns so eben mit einer Prachtbibel, die gewiß alles Vorangegangene in den Schatten zurückgcdrängt haben würde, wenn sie nickt auf jedweder Seite die unwiderleglichsten Beweise der krassesten Unwissenheit*) verriethe. ausführlichen Neccnsson eine andere Gelegenheit gesucht werden muß. Wir schlagen auf. es fällt N2 22^2- Hier heißt es von den N2 '22 2^82 '1 ->2X-Verbot von einem leben, humane P.. wegen 'tp. *7Z/2— Allein nicht vom Entfernen, sondern vom Essen, mein Hr. Rabbiner, ist hier die Rede, denn cs heißt: 1^2x5, 8ix'222 1L'2 ^X. — p.l ^z/2 1P8 ist nur ebenfalls eine 'O N'8V L'X*72 sp.1 L"I11 u. dgl. (S. "Np PX 5. 1-1; idiä. ^2 32. 6). — Ferner N212 - Pflicht der Noachiten, Gott anzubeten. — Li tscuisse», sapiens rnavsisses! Eine solche Pflicht ist nach der Meinung der Meisten 2P212, mit Ausnahme des 2"2Q^. nicht einmal mosaisch. ':i 2>212 heißt »Gott lästern!» Das ist den Noachiten verboten worden (26. a. p->-i:i22). Dies sollte der gelehrte Bibelübersetzer wissen aus 'er O'2^2 (2t. v. io. u. 13), ferner aus 21'X (I. v. 5. — 2. v. 5. u. 9.). — Auch sollte der Hr. Rabbiner wissen, daß die N182 's lediglich 'Q waren, weshalb schon die erste falsch angegeben ist. Don Geiger's talmudischer Gelehrsamkeit weiß die Welt eigentlich gar nickts, oder wenigstens nichts Gutes. Unverstandene Floskeln aus O"2l7i. dem j'2O^ 'riiLL.i 122 mögen seinen Breslauer Aposteln imponiren. Wir schlagen einmal seine wissenschaftliche Zeitschrift für jüd. Theologie (v. 1. S. 61) auf: „R. Ioße wandte ein" (->'12 ^222 fi» heißt ja bloß Bangigkeit vor Menschen, und der Sinn ist demnach an beiden Orten, daß sowohl Simson, als Samuel, vor Niemand zagen werden" rc. — Daß N. Ioße hieran nicht dachte, wird jeder Schüler einsehen, der die .->22'2 liest. Daß in Bezug auf den Nasiräer Simson nichts anders als „Scheermesser" bedeuten kann, ist klar, sonst wäre auch die von G. wohl angeführte Antwort des R. Nehorai logisch falsch. — Daß aber Nllv ebensowohl als „Furcht" bedeuten könne, wird N. Ioße wohl gewußt haben, und R. Nehorai nicht minder. Schade nur, daß Herr G. die allgemeine Regel: ''1.1X 21'MX") nicht weiß, sonst würden jene armen ll'X2ri nicht in seinen Augen Ignoranten sein. Uebrigens ist in jener 7I2NO eine X">12 x 2 wohl vorhanden. Aber Herr G. hat nicht einmal den Pentateuch hinlänglich studirt, wenn er in seinen der bevorstehenden R. - V. gewidmeten Präliminar- Artikeln (Zeit. d. Iudenth.) verlangt, ein j/12 solle dürfen in das gehen (natürlich um des Genusses seiner Traureden nicht verlustig zu sein), da wir ja doch Alle ziv 'X22 seien. Also weiß Herr G. nicht einmal, daß ein 22 X22 Pi2 dennoch nickt ^X2V.121122 essen, ein 12X1 i'2X 22 X22 Hi2 dennoch nicht einer inx 22 2x212 sich aussetzen dürfe. Es heißt ausdrücklich beim 0'22i in 2^2^7.-i ->P1 X811 2522 .P".12^> IX 22.1 2222!^;."2 ,^2X H2.1 2X ,X81'1 22221 12 P211 222 Z/22 OX PI ,22'221 12'22 °?2 Ipl? (1 .22X1 22X (S. ->'12 42) .Ipl'? ,2'Oz/D 'P iV'LX — Haben wohl diese Rabbinen einen Beruf, über Religionsfragen entscheidende Stimmen abzugeben!? — Von den andern Obskuren verlohnt es nicht einmal, die Namen zu nennen. Heß kennt bekannt- *) Hätte Hr. Rabbiner G. nur einige Aenntniß de^ -j'2N, so würde er gefunden haben X2X statt ixix (ii'PL" 2"' X"2). 222 '2 2'12^ 221 statt^ >.'21 (L'^lsl "1 '2). 2^1 statt X^l in 2'121 (X"' .'2), dagegen x-2 12^2 L"22122 in ''PL" (-'!>'') u. m. dgl.