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Der treue Zionswächter · 1845-09-23 · 13 (23.9.1845) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
13 (23.9.1845)
Date
1845-09-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
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104 bereits bekannt, der größte Theil unserer Leser, gerne sich Ln ein Feld hineinversetzt, das so belehrend, wie angenehm, gewiß nicht ohne Interesse für die Kenntniß unserer Nationalereignisse, als fördernd für den religiösen Sinn überhaupt angesehen werden muß. Wir lassen nun zuerst die Auszüge, den zweiten Tempel betreffend, folgen, die um so interessanter sein dürfen, als sie von nichtjüdischen, gleichzeitigen Verfassern niedergeschrieben sind, und ihre Wahrhaftigkeit dadurch an geschichtlichen Werth nur gewinnen kann. Doch lassen wir unsern Verfasser reden: „Ichfand eineRolte des Inhalts. Marcus, Eonsul von Rom, welcher als erster Landpsiegcr der Juden in Jerusalem bestellt war, wurde auf dringendes Verlangen des Senats aufgefordert, ihm einen Abriß des heiligen Tempels, indem sie nach derselben Art einen solchen Tempel erbauen wollten, zu schicken. Folgendes ist die Antwort: Das Volk, von jeher das glücklichste, das Volk, das bis an die Enden der Erde herrscht, die weisen Räthe der heiligen großen Stadt Roms, Gruß und Friede! Die von mir geforderte Sache ist unmöglich, indem nurder etwas genau und der Wahrheit gemäß beschreiben kann, der selbst Augenzeuge war. Doch die Juden erlauben es nicht, daß ein Fremder ihren Tempel betrete. weil dies gesetzwidrig wäre. Nur eine Halle dürfen Nichtisraeliten betreten; folglich von da an und weiter kenne ich den Tempel nur in so weit, als die Priester, die in demselben dienen, mir davon sagten; ebenso, was ich von außen, so weit mein Auge reichte, wahrnchmen konnte. Um es nun deutlich zu erklären, theile ich es in zehn Abschnitte, nämlich: 1) die wesentlichen Bestandtheile des Hauses, 2) der Ort, 3) die Erbauer, 4) die Kosten, 5) der Raum, 6) der Tempel selbst, 7) die Pforten, 8) die Gerüche, 9) die in demselben Beschäftigten, 10) die Art des heiligen Dienstes. I. Die wesentlichen Bestandtheile des Hauses waren aus zehn verschiedenen Stoffen genommen, nämlich: Steine, Cedern, Tannen, Almogimholz, Gold, Silber, Perlen, Eisen, Kupfer und Blei. Almogim soll, wie ich vernommen, das Ln Rom allbekannte rothe Holz, dem Almog ähnlich, oder auch wol dem Korallholz. Das Almogholz ist übrigens aus folgendem Grunde unbekannt geblieben, weil man nur kleine Stückchen, das größte von der Größe einer Hand je gesehen hatte. Dock die Priester sagten mir, daß ein wirkliches Almogholz vorhanden sei. Ich fragte, was man daraus gearbeitet? Hierauf antworteten mir dieselben, daß man die Balken zum Heiligthum und zum Allerheiligsten davon genommen. Ich staunte sehr, daß in solcher Größe Almogholz zu bekommen sei. Hierauf antworteten sie mir, daß dies ein Zeichen von der Weisheit Salomons sei, welcher dir geheimen Naturgesetze inne hatte. So wußte er, daß im Meere beim Libanon dieses Almogholz sich vorfindet, so wie auf der Oberfläche der festen Erde Cedern vom Libanon vorhanden seien. Er forschte daher, und nach wohlüberdachter Sache, verfiel er, seiner Klugheit angemessen, auf folgenden Plan: Er ließ nämlich ein großes Schiff voll mit Sand beladen, welches natürlich sehr schwer wurde; einem guten Schwimmer, der in des Meeres Tiefen sich eine geraume Zeit aufhalten konnte, befahl er, ein starkes Strick mit dem einen Ende an dem Almogbaum, und mit dem andern an dem Anker des Schiffes zu befestigen. Hierauf wurde das Schiff von seiner Last befreit, und so wie nun das Schiff sich erhob, brachte es das Almogholz mit sich herauf. Fortsetzung folgt. Zeitungsnachrichten. Kurfürstenthum Hessen. 2H2 r-lL'pl. HO - Weiche vom Bösen, thue Gutes, - OldL' suche den Frieden und jage nach demselben!- Der Streit zwischen den konservativen und modernen Israeliten im Kurf. Hessen, wegen Besetzung der dasigen Land-Nabbinerstelle scheint miasmatisch zu werden, und nachdem G. in W. Unterschriften contra F. gesammelt har, wobei sich G. mancherlei erlaubt haben soll, und sogar von einem Sohne in Abwesenheit seines VaterS sich deS Vaters Namen unterschreiben ließ, sind die Frommen in W. zusammengetreten, um xrv k. beim Kurfürst!. Minist, d. I. zu supplizire».

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