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Der treue Zionswächter · 1845-08-19 · 8 (19.8.1845) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
8 (19.8.1845)
Date
1845-08-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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habe, dürften nachstehende Erörterungen eklatant nachweifen. Die Stelle über die Einheit des Nationalheiligthums in der mosaischen Lehre lautet also (5 Mos. XM., 5—15): »Nur zu dem Orte, den der Ewige, euer Gott, aus allen eueren Stämmen erwählen wird, seinen Namen dahinzusetzen, zu dieser seiner Residenz sollt ihr wallen, dorthin sollst du kommen. Dorthin sollt ihr eure Brandopfer und Schlachtopfer, eure Zehnten, eure milde Hebe, Gelübde und freiwillige Gaben, wie auch die Erstgeburten eures großen und kleinen Viehes bringen. Ihr sollt aber nicht also thun, wie ihr setzt hier thur, ein Jeder was ihm beliebt (d. h. opfern an jedem beliebigen Orte); denn noch seid ihr nicht zu der Ruhe und dem Besitze gekommen, den der Ewige, dein Gott, dir geben wird. Ihr werdet aber über den Jordan gehen und in dem Lande wohnen, das der Ewige, euer Gott, euch zum Erbe geben will, und er wird euch Ruhe verschaffen vor allen euer» Feinden umher, und ihr werdet ganz sicher und ruhig wohnen; alsdann sollt ihr an den Ort, den der Ewige, euer Gott, erwählen wird, seinen Namen daselbst residiren zu lassen, dorthin sollt ihr alles dasjenige bringen, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure Zehnten, eure milde Hebe und die auserlesenen Gelübde, die ihr dem Ewigen zu Ehren geloben werdet. Hüte dich, daß du deine Opfer nicht an jedem Orte, der dir in die Augen fällt, darbringst. Nur an dem Ort, den der Ewige in einem deiner Stämme erwählen wird, dorthin sollst du deine Brandopfer bringen, und daselbst Alles verrichten, was ich dir gebiete." > Und also lautet die in Wahrheit dem Sinne des Tertes vollkommen entsprechende Erklärung der Mischna, Sebachim e. 14 u. Gemara S. 113—19: »Vor Errichtung der Stiftshütte waren die Höhen erlaubt, und den Dienst verrichteten die Erstgebornen, (11. Mos. 24), nachher wurden die Bamoth (Höhen) verboten, und der Dienst nur den Priestern aus dem Stamme Levi übertragen (IU. Mos. C. 8 u. 17). Als aber die heilige Lade (nach Moses Tod) nach Gilgal kam, und während der Eroberung und Vertheilung des Landes (eouf. Jos. C. 13, Richter C. 1—3) blieb, wäre» die Höhe» erlaubt, denn die Ruhe im Besitzthum des Landes (»—UNO NF12P) und der Friede, woran die Einheit des gottesdienstlichen Ortes nach den erwähnten Versen abhängig gemacht wird, hat Ln dieser Zeit nicht stattgefunden. Als aber das Heiligthum nach Schilo kam, zur Zeit, wo die Vertheilung des Landezu Ende, und einigermaßen Friede im Lande war (Richter UI., 11. f. f.), wurden die Höhen verboten, (denn Schilo ward nach I. Sam. 1., K, 14 ein N N'2 und also ein Ort, den der Herr erwählt hat, seinen Namen dort residiren zu lassen, waS von keinem andern Orte in der Richterperiode gesagt wird). Nach Schilo's Zerstörung und der Translocarion der Lade nach Nob und Gibeon, wurden die Höhen wieder erlaubt, denn die Schrift sagt ausdrücklich, die Höhen seien erlaubt, so lange ihr nicht gekommen seid zur Ruhe (welche begann zur Zeit der Errichtung des Heiligthums zu Schilo) und zum heiligen bleibenden Erbe (das ist Jerusalem); was aber in dem bewegten unruhigen Zeitraum, vom Tode Eli's bis Salomo, oder von der Zerstörung. Schilo's bis zum Ankauf des Jebusiten Arafna Besitzung auf Moria (II. Sam. 21; II. Chronik 3,1) nicht der Fall war. Erst mit der Erbauung des Tempels zu Jerusalem unter Salomo wurden die Höhen verboten, und können nie wieder erlaubt werden." Letzteres bedarf wol keiner weitläufigen Beweisführung. Kein Unbefangener kann unter dem AuSspruche der Schrift: nur an dem Orte, den der Herr aus allen euren Stämmen erwählen wird, seinen Namen daselbst residiren zu lassen, einen andern Ort verstehen, als denjenigen, den Gott selbst ausdrücklich auserkoren zu seinem Heiligthum, was wol bei Vergleichung der Stelle II. Sam. VII.; XXIV. 15 25; I. Chronik XX!., 28; XX!l., 1; VIII.; insbesondere XXII. Chron. III. 1 und I. Kön. III., 3, sich nur auf den Tempel zu Jerusalem beziehen kann, von welchem, Psalm 132, gesagt wird: »Zion hat der Herr auserkoren, beliebt zu seiner Ruhestätte; hier ist meine Ruhestätte auf ewig, hier throneich, hier gefällt mir's wohl", indeß vorher (V. 5) gesagt wird: Der Herr hatte keinen festen Wohnort, die Allmacht Jacobs keine Residenz."

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