Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 5 (29.7.1845)
- Date
- 1845-07-29
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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42 Hochachtung zu zeichnen, (ge;.) Obcrabbiner Dr. Z. Frankel. Frankfurt a. M., den 18. Juli 1815." (Frankfurt, 20. Zuli.) Zn der gestrigen Sitzung bei den Verhandlungen über das Quantum der in den Synagogen beizubehaltenden hebräischen Gebete und über die Frage, ob die ritualen Vorlesungen aus dem Pentateuch noch ferner in der Ursprache abzuhaltcn seien entfielen dem Munde einzelner Mitglieder über Geber und Bibel Aeußerungen, die, wenn auch zum Thcil vom Präsidenten gerügt, doch wohl geeignet erscheinen möchten, einem Geistlichen die fernere Collegialitat mit dem Plenum der Versammlung sehr zu erschweren. Ein christlicher Geistlicher, der auf der Bank der Zur Hörer (es war nur Eme in den Mittelreihen für die Zuhörer reservier geblieben, alle übrigen waren für die Zuhörerinnen durch das anordnende Comir^ in Beschlag genommen worden.') unser Nachbar war, entsetzte sich bei und bei der Behauptung des Nab. Zolowicz: was „daS Volk" in der Bibel nicht als Gottes Wort anerkenne, daS sei auch nicht Gottes Wort und müsse deßhalb bei den ritualen Vorlesungen ausgeschicden werden! Auch sofort erklarre, nur dann befolgen zu wollen, wenn er binnen Jahresfrist nichts Besseres finde — waS im grellen Abstich mit dem Commisstonsbcricht Maicr's steht, welcher, unrer Bezugnahme auf die Schriftslelle (Zer 2, 29): „denn, Zuda, die Anzahl deiner Städte war die Anzahl deiner Götter", es zu den Hauptaufgaben der Rabbiner-Versammlung recdneke, die noch bestehenden kleinen Abweichungen in den Ritualien verschiedener jüdischen Gemeinden zu entfernen. Hirsch aus Luxenburg erklärte, daß es zu solchem „Rath", den ohnehin seine Gemeinde schwerlich befolgen werde, keiner Nabbincrversammlung bedurft hätte, und Formr siecher aus Offcnbach äußerte, dieses „bloße Aussprer chen" der Versammlung, und zwar in einer Weise, wie sie keiner einzigen der ihm anverrrauren 16 Gemeinden zu genügen vermöge, sei „in die Luft gesprochen", und er werde ewig den schönen Vormittag bedauern, den ihm diese Debatte unnütz geraubt — wogegen freilich der Präsident die kurzweilige Anfrage an die Versammlung richtete: ob der Vormittag wirklich als verloren zu betrachten? welche Frage dann mit entschiedener Majorität verneint wurde. In Folge dieser Verhandlung sandte der Herr Rabb. Schott aus Randcgg im Badischen einen Absagebrief, der also lautet: