Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 5 (29.7.1845)
- Date
- 1845-07-29
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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43 nete, schon Mitglied der vorjährige»', zu Braunschweig stattgehabten Nabbinerversammlung, harre sich trotz der diesem Institute gewordenen Anfeindungen nicht nur von ihm nicht adgewender, sondern er hat dasselbe schmerzlicher, aber unbedingt norhwendig wird es ihm, sich hiermit von der gegenwärtigen Nabbinervcrsammlung loszusagen. Sowohl die Arc und Weise der heute Vormittag stattgehabren Discussion und der hierauf erfolgte Beschluß, rep. die Erklärung der Majorität, für Annahme des Commisstonsantrags in Betreff der nur sehr beschrankten Beibehaltung der hebräischen Sprache beim Gebet im öffentlichen Gottesdienste, als auch die auf meine Anfrage erhaltene Auskunft, daß dieser Commissionsan rag auch die gänzliche Weglassung von hochwichtigen Gebetsstücken, wie des zweiten vire, widersprechen nach meiner innersten Ucberzeugung dem ausgestellten Grundsätze, daß die Nadbinerversammlung auf dem Boden des positiven historischen Zudenrhums sich befinde. Ich trenne mich daher von ihr, zwar mir aufrichcrgem Schmerze und mit tiefem Kummer, aber im Bewußtsein treuer Pflichterfüllung gegen Gott, gegen den Glauben und acgen Israel. Ich ersuche ein verehrl-ches Präsidium, dieses Schreiben der geehrten Rabbincrver>ammlung in deren nächsten Sitzung mikzucheilen und zu den Acren zu nehmen. Frankfurt, den 18. Juli 1815. Leopold Schott, Rabbiner aus Nandegg „ Baden. Mannheim. Dieser Tage fand hier eine Besprechung mehrerer Badischer Nabbinen statt, um sich gemeinsam über manche, größtenrheils loca>e Angelegen; Helten, zu verständigen. Daß die allgemeinen, religiösen Zeirverhaltnisse dabei berührt, braucht wohl kaum erwähnt zu werden; Beschlüsse sind indeß, in dieser Beziehung, keine gefaßt worden. Personalien. Unsere modernen Rabbmcn find in der Regel überaus klug; bisweilen rndeß — zu kl-ug, und das schadet! Der bekannte Reformer, Bezirks-Rabbiner G. zu L. in Rhein-Bayern, sonst rüstig und »volanf, fühlt sich plötzlich matt und erschöpft. Eine klimatische Veränderung, ein Bad, wird. Gesund Heils halber, anempfohlen, und dazu Homburg an der Höh-, 2 Stunden von Frankfurt a. M., als passendster Ort. so wie nreäio Juli, als die passendste Zeit gewählt. Der nach- und Orr, als zur körperlichen Wiederherstellung durchaus nicht geeignet, da die scharfe Luft von Frankfurt her zu aufregend wirken könne, und — dem armen Bezirks-Rabbiner wird der Urlaub — unbedingt abgeschlagen. Den Lesern unseres Blattes wird es erfreulich sein, zu erfahren, daß ein bekannter sranzöstscner Jude gleich Statistisches. Man hat in der neueren Zeit so häufig versucht, die deutsche Iudenheic als Repräsentant des Iudenrhums im Allgemeinen auszugeben, als ob dieses von jenem abhängig, nur so lange bestehen könne, als die Deutsch - Jüdische Bildung es bestehen lassen wolle, dahingegen fallen müsse, sobald sie den Gehorsam ihm aufgekündigt. Und zwar soll diese Bedeutsamkeit, diese Bevorzugung der Deutschen Juden, in ihrer hervorragenden Geistes - Bildung vor den Inden aller übrigen Nationen bestehen. Wir unsrerseits haben nun freilich hiebei einmal das Bedenken, daß diese, >o gewaltig überwiegende Oeisteeherrfchafc, denn doch wet kaum von den Französischen Englischen, Italienischen, Ungarischen, Holländischen Juden u. s. w. durchgängig