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Der treue Zionswächter · 1845-07-17 · 3 (17.7.1845) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
3 (17.7.1845)
Date
1845-07-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
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„angemessen. Und so betheuern wir Ahnen aufs „Feierlichste, daß je augenscheinlicher in den Bestrebungen der sogenannten „deutschen Rabbiner-Versammlung" nur ein schlau und tückisch beabsichtigter „allmäliger Umsturz alles Positiven im Zudenthumö „hervorleuchret, wir mit desto innigerem Vertrauen „und sicherer Gewissensruhe uns Ihrer Leitung hin- „geben, und mit desto innigerem Danke alle Schritte „genehmigen, die Sie und Ähre würdigen Herren „Amrsbrüder gegen jene usurpatorische Versammlung „bereits unternommen haben, wie auch diejenigen, „welche Sie gegen ähnliche Versammlungen noch unternehmen werden." „Gott erhalte Sie und Ähre würdigen College» „zum Frommen des Guten, und zum Schutze unserS „heiligen Glaubens"! Am Zuni 1845. Die israelitische Religionsgemeinde zu Alsbach, Biblis, Bürstadt rc. rc. rc., im Ganzen 25 Gemeinden, und viele Mitglieder der israelitischen Gemeinde Darmstadt. Einsender dieses erlaubt sich noch folgende Bemerkung. Wenn eS handgreiflich ist, daß die religiöse oder irreligiöse Richtung unserer Stadtgemeinde-Vorstände, die, als in theologischer Beziehung völlig Unkundige, lediglich zur Negulirung der finanziellen Angelegenheiten der Gemeinden, und zur Besorgung der polizeilichen Aufsicht über Synagoge und Schule von dem Gesetze berufen, in Glaubenssachen nicht im entferntesten als Vorsteher, als Organ der Gemeinde erscheinen können, wenn cs gewiß ist, daß die religiöse Ansicht dieser Vorstände nur als eine individuelle gelte, keineswegs aber die der ganzen Gemeinde vertreten kann: mit welchem Rechte ist die in der Didaskalia vom 26. Zuni d. A. abgedruckte Dankaddreffe von Darmstadt an die Rabbiner- Versammlung mir den Worten: „der Vorstand der „israelitischen Religions-Gemeinde" unterzeichnet? oder nennt sich vielleicht der Vorstand in xleno die israelitische Neligionsgemeinde? — Dann freilich wollen wir die Rabbiner-Versammlung um die erhaltene Dankaddrcsse nicht beneiden, glauben vielmehr, daß es diese Versammlung nur geniren dürfte, von dieser Seite einen Oa-oaxo-Nuf zu vernehmen. Rechnen wir, Herrn Vr. Sr., der, dem Vernehmen nach, die Addresse nicht Unterzeichnete, ab, so bilden den Darmstadter Vorstand vier Gemeindeglieder , die aller religiösen und wissen' schaftlichen Bildung dermaßen baar sind, daß wir auf Ehre und Gewissen betheuern können, daß keiner von ihnen einen deutschen Brief richtig zu stilisiren, keiner von ihnen auch nur eine Parscha in der hebräischen Bibel zu übersetzen vermag. Und diese Herren glauben mit ihrer Dankaddreffe an die Rabbiner - Versammlung ein schweres Gewicht in die Wagschale jüdisch-theologischen Conrroversen zu werfen, die Destruktion unserer Heiligthümer zu fördern, wenn sie ihren Mandatarien applaudiren? Was sagt ihr dazu, ihr hundertundsechszehn Nabbinen, die ihr in deutschen und hebräischen Protestationen die Beschlüsse jener Rabbiner-Versammlung für null und nichtig erklärt habet? Was sagt ihr dazu, ihr tausend und abermals tausende Israeliten, die ihr in der bekannten Verwahrung gegen jene Beschlüsse feierlichst protestirt, und sie als eigenmächtig, und so weit sie euch betreffen, in jedem Betrachte für ungültig haltet? Ach denke, ihr rufet alle mit dem Propheten aus, (Zes. 8, 10): „Fasset nur Nachschluß, er wird „zernichtet; sprecht Urtheil, es besteht nicht; denn Gott „ist mit uns!" Zur Completirung dieses Gegenstandes theilen wir Ahnen schließlich die Verwahrung der Zsraeliten in der Provinz Starkenburg unter dem Bemerken mit, daß die Unterzeichneten Originale bis Ende August bei Herrn Salomon Bodenheim in Biblis, und jpärer bei Herrn Benjamin Niederhofheim in Frankfurt a. M. zu Ackermanns Einsicht bereit liegen werden. e r w a h r rr n g. Nachdem im Zuni v. Z. dreiundzwanzig Personengrößtencheils Nabbinen kleiner Landgemeinden , ohne irgend eine Vollmacht, oder ein Mandat zu solchem Zwecke je erhalten zu haben, aus eigenem Antriebin Braunschweig zusammengetreten, sich, weil sie zum großen Theile in Deutschland gebürtig sind, den vielsagenden Namen: „deutsche Rabbiner-Versammlung" anmaßlich beigclegt, und darauf verschiedene Beschlüsse durch Stimmenmehrheit gefaßt, und andere für eine nächste in Frankfut a. M. abzuhaltende Versammlung vorbereitet haben, und nachdem hierauf von 68 Nabbinen Deutschlands, denen sich 52 Nabbinen Ungarns, Frank-

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