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Der treue Zionswächter · 1845-07-17 · 3 (17.7.1845) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
3 (17.7.1845)
Date
1845-07-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
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21 unter solcher Larve lassen sich die wahren Beweggründe so wenig verbergen, wie unter dem Löwen- Felle der Fabel des Esels lange Ohren. Wir halten es für eine heilige Pflicht, auf's Feierlichste gegen solchen Mißbrauch kirchlicher Amts-Gewalt zu protestiren, und erklären hiemit entschieden unfern Vorsatz, i'ede derartige authentisch uns mitgetheilte Thatsache zu der unsrigen zu machen, ihre Beförderer zu bekämpfen, im Namen entweiheter Menschenwürde, ihnen aufzüdrücken den Stempel der Niedrigkeit, sie zu weihen der Verachtung aller Edeldenkenden. Zeitungsnachrichten. AuS der Provinz Starkenburg, Juli, 1845. Ich beeile micb, Ihnen nachstehende, von mehreren Hundert der Angehörigen des LandrabbinatS Darmstadt an den Landrabbinen, Herrn vr. Auerbach gerichtete Dankaddresse in Abschrift den Lesern Ihres geschätzten Blattes mirzutheilen, damit man auch im Norden erfahre, daß auch in unserer Mitte, Gottlob, ein gesunder Sinn, und einige Anhänglichkeit an die treuen Hirten Israels Walter, wenn gleich nicht in Abrede zu stellen, daß gerade in unserm Großherzogthum die Sümpfe und Pfützen sich befinden, aus welchen der »»Israelit deS neunzehnten Jahrhunderts" Stickluft schöpft, um Dummköpfen blauen Dunst vorzumachen. Wenn einige sogenannte gebildete, oder besser, eingebildete Vorstände unsers Landes, wie z. D. der Dgrmstädter, der Alzercr, in dem Frankfurter deutschen Journal mit Unwillen von der Protestation der 116 Rabbinen, hingegen mit großer Lobeserhebung und dankbarer Anerkennung von den lichtvollen, destruktiven Derathungen der Rabbiner- Versammlung zu Vraunfchweig sprechen, so ist dies ganz natürlich, suum euiyue xulekrum. Die Mitglieder, z. D. des Darmstc.d'er Vorstandes wenigstens der Majorität nach, haben schon vor Jahr und Tag Sabbat und Festtage durch öffentliches Waarengeschäst, da- Buch der Thora durch thatsächliche Uebenretung alle israelit. Speisegesetze profanirt, mit einem Wort: das Judenthum hintzr den Rücken geworfen, und bedürfen sie auch keiner Rabbiner-Versammlung, um Erleichterung in der Religion zu erstreben,— da sie, wir bereits bemerkt, schon vor vielen Jahren dem jüdischen Leben ein Valer zugerufen: so haben sie doch «in wohlbegründetes Recht, mir den Duodezrabbinlein zu Alzei, Dingen, Marienwerder, Stolp zu ftakernisiren, und diese Männchen von heute, wegen ihres löblichen Strebens, daS Judenthum den Juden unter der Hand unvermerkt zu eskamotiren, mit Dank und Lob zu beräuchern; was sie diesen thun, thun sie sich selbst, und Eigenlob-Wenn aber von dieser Seite behauptet wird, „die lichtvollen Derathungen, der in Braunschrveiq gehaltenen Rabbiner - Versammlung dürften als die Stimme der deutschen Israeliten, insbesondere des Großherzogthums Hessen gehalten werden": so müssen wir dem umsomehr widersprechen, als schon aus der Provinz Starkenburg allein, wo etwa im ganzen 900 jüdische Familien wohnen, über 600 Familien» worunter auch viele aus der Gemeinde Darmstad', eine Verwahrung gegen die Beschlüsse der sogenannten Rabbiner-Versammlung unterzeichnet, und mehrere Hundert derselben durch ihre Vorstände nachstehende Dankaddresse an den Herrn vr. Auerbach erlassen haben: Sr. Hochwürden, dem Herrn Landrabbinen Or. Auerbach in Darmstadt. „In der veröffentlichten Protestatio» der 116 „Rabbinen Deutschlands, Frankreichs und Ungarns „gegen die sogenannte „deutsche Rabbiner-Versammlung." wie auch in den hebräischen Verwahrungs- „schrifcen der Holländischen Rabbinen gegen diese Versammlung , haben wir Ihren werrhen Namen als „einen der ersten erblickt!" „Daß jeder J-raelit in unserm Lande, welchem „seine angestammte Religion, wie sie durch Schrift und „Tradition uns überkommen, mehr als irdische Güter „am Herzen liegt, sich hierüber innigst freuet, brauchen „wir Ihnen, würdiger Herr, nickt zu verbürgen. Aber „ein Work des gerührten Dankes öffentlich auszusprechen, „für den Muth, den Sie und Ihre geschätzten Amrs- „brüder, den eitlen Bestrebungen so mancher Irrlehren „in der Gegenwart gegenüber, hiermit bekunderhaben, „halten wir insbesondere zur Vermeidung deS Jrrthums, „als billige ein großer Theil des diesseitigen Landrabbi- „nars die Beschlüsse jener Versammlung, für höchst

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