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Der treue Zionswächter · 1854-11-03 · 22 (3.11.1854) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
10 (1854)
Issue
22 (3.11.1854)
Date
1854-11-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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86 fest ein, legen wir so den Grund für dauernde Anhänglichkeit in unsere heilige Thora, entfernen wir alles Schädliche, Verderbliche, jene Freigeisterei und Verachtung alles Erhabenen, womit jetzt die Jugend so groß thut, müder sie sich brüstet, als wenn die Aufklärung in der Desertion (im Niedertreten), und in der Destruction des Heiligen bestände. Eine Besserung kann nur durch gediegene Grundsätze der Erziehung erzielt werden. Ter Juden Handel und Wandel. (Beschluß.) Sie konnten sich jedoch, obgleich sie den Handel nach dem Osten und der Levante sehr im Großen trieben, als ein Volk, dessen große Masse zu den niedersten Klassen der Gesellschaft gerechnet wurde, auch in dieser Beschäftigung nicht lange auf einer hohen Stufe erhalten. Und wenn wir den Israeliten noch im sechsten Jahrhundert in Besitz von Handelsflotten sehen, so finden wir ihn bald auch nachher in dieser Hinsicht im Zerfall und allmälig zum Sklavenhändler herabgesunken. In den engsten Kreis des Bestehens unter den fremden Nationen zurückgedrängt, war der Jsraelüe zur Ucbnng seiner reichen Dcrstandcsgaben fast ausschließlich auf Gcldhandel und Spekulation verwiesen. Es ist indeß nicht wahr, daß Alles, was im Mittelalter, dessen finanzielle Begriffe so beschränkt waren, Wucher genannt wurde, diesen Namen wirklich verdiente. Daß ein Kapital eben so gut als ein anderer Besitz in Gütern oder Grundeigenthum seine Frucht trage und tragen müsse, davon war in diesen Zeiten der Vorurtheile keine Rede. Die Juden sind freilich, insofern sie den gesetzlichen Gewinn in absichtlichen Wucher verkehrt haben, an diesem Mißverstände und dieser Begriffsverwirrung großtenthcilS Schuld. Aber ihre Gegner nicht weniger. Der billige. Sach- und Menschenkundige Geschichtforschcr darf nicht übersehen, aus welchen zwei Elementen die Beschäftigung der Juden mit Geld- Handel und Gcldauslcihcn in dem christlichen Europa bestanden hat. Wißbegierde und Klugheit kommen bei der Untersuchung derselben eben so sehr in Betracht, als Geldgier. Der vielfache Nutze», den die Juden durch Einsicht und Erfahrung auf dem Gebiete der Finanzen gebracht haben, worunter z. B. ihr Beitrag zur Erfindung des Wechsels, macht auf Anerkennung Anspruch, wenn man auch bei Juden und Namcncbristen nicht ohne Empörung den Mißbrauch der übertriebenen Zinsforderungen und den schändlichen Wucherhandcl, der einen dem Anssatz ähnlichen Fluch über den bringt, der sich desselben schuldig macht, verwerfen muß. Wenn sich auch der Jude des Mittelalters in Hinsicht dieser außergewöhnlichen Uebcrtreibung des Geldhandels auf keinerlei Weise rechtfertigen kann, so läßt es sich doch allerdings zur Schande von Völkern erklären. Der Jude, unter der Macht des Lehnssystems von allen gesetzlichen und ehrbaren Lebensverhältnissen ausgeschlossen, seines Lebens, seines Gewinns, seines Eigenthums keinen Augenblick sicher, gegen Uebermuth und Ungerechtigkeit wehr- und waffenlos dastehend, fand kein Bedenken, sich mit den Waffen zu helfen, die ihm zu Gebote standen : fein angelegte List gegen Uebermacht und Gewalt, kluge Ueberlegung und Berechnung gegen die Willkür des Stärksten, die Kraft des Silbers gegen die des Eisens. Das Unrecht wurde von beiden Seiten nur auf entgegengesetzte Weise verübt. Und wer wird entscheiden, welcher von beiden der Schuldigere war, — der edle Ritter, welcher von den Felsennfcrn des Rheins den vorbeifahrenden Kaufmann ausplünderte, oder der unterdrückte Jude, der mit eben so wenig Mitleiden halbe Städte (Paris nicht ausgenommen) arm wucherte? Durch diese Geldherrschaft brachten die Juden die Wnth der Völker auf's äußerste. Gehaßt als Aussauger des Vermögens der Christenvölker, wurden sie im Mittelalter besonders der Gegenstand strenger Kirchen- und Staatsgesetze, der Feindschaft der Bürger und der Wnth des Pöbels. -»-L-L-Kc- Auszug aus dem Berichte des Amsterdam-Comite zur Entgegennahme der Gaben für '"st. Die Art und Weise der Vcrtheilung der Gelder. Unter dieser Rubrik wird uns ein vollständiger Bericht über die historische Entwicklung der Gelder- Vertheilung gegeben, den wir wegen des hohen Interesses für die Sache vollständig mittheilcn. „In früheren Jahren waren es die portugiesischen Gemeinden im heiligen Lande ausschließlich, unter welchen die. sämmtlichen Spenden zur Nertheiluug kamen, und zwar durch Vermittlung von 2'mbc, welche periodisch zur Empfangnahme der Gelder in's Ausland geschickt wurden. — Die portugiesischen Gemeinden waren es auch, die uns im Jahre p"o!> zuerst als und e'L-wb investirt haben; und die Vcrtheilung unter ihnen geschah zufolge der Bestimmungen der damaligen in folgender Weise: Die vortugiesische Gemeinde in . . . 1128 „ ' „ orr . . . 7/28 „ „ „ „ . . . 6/28 „ „ „ „ . . . 4/28 zusammen 28,28 Auf diesem Fuße erhielt es sich bis zum Jahre . <,ls ein von der ietziaen Gemeinde

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