Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 11 (1.6.1854)
- Date
- 1854-06-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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42 Moralische Sprüche aus dem Talmud. (Fälschung.) 81.) Die Worte (1. Chr. 1, 27) b'7> erklärt der Talmud folgendermaßen!: Zuerst da er nur ein vornehmer Herr und Lehrer des wahren Glaubens in seinem Geburtslande Aram (Mesopotamien) war, hieß er 2->zh--2-)h als er aber später durch seine vielen Reisen, noch mehr aber durch seine zahlreichen Nachkommen (dem israelitischen Stamme nämlich), welche den von'.ihm überkommenen wahren Glauben unter allen Völkern und in allen Erdwinkeln lehrten und verbreiteten, berükmt wurde, wurde er der Vater und Lehrer aller Welt, und wurde daher mit Recht vom AUweisen schon im . Voraus Vater einer Volksmenge genannt, (denn Hecht arabisch Volksmenge). Ebenso hieß seine Frau zuerst nur in Beziehung auf ihn und ihre Nation ")L, meine Gebieterin, später aber Gebieterin im Allgemeinen, (nämlich in, Anerkennung ihrer Tugend und ihres moralischen Wcrthes. 82) R. Josua S. Karcha sagte: Man muß deshalb den Abschnitt vvc (5. B. M. 6, 5—10) vor Len Abschnitt "e" (das. 11, 11—20) lesen, um mit den Worten des Ersteren das Glaubensbekenntniß an den wahren, einig-, einzigen Gott, dessen Vorsehung und väterlichen Weltregierung früher abzulegen, bevor man im Letzteren die Pflicht zur Beobachtung seiner Gebote auf sich nimmt, und diesen zweiten, obwol in der Thora sich später befindenden Abschnitt liest man deswegen doch noch früher als den bereits im (1. B. M. 15, 37—41) sich befindenden Abschnitt weil er das Gebot des heiligen GesctzesstudiumS enthält, dessen Erfüllung uns sowol bei Tag als Nacht obliegt, wohingegen das im dritten Abschnitte ausdrücklich vorkommende Gebot der Schaufädcn uns nur des Tags, nicht aber deS Nachts obliegen muß. 83) Es ward im Namen des Symakus gelehrt: Wer mit der Aussprache deS Wortes beim Lesen des Schema lange dehnt, (um indessen über diesen Glaubensartikel der Einheit Gottes gehörig Nachdenken und sich ihn tief ins Herz prägen zu können), dem werden zur Belohnung auch seine Lebensjahre und Tage auf lange ausgedehnt werden. Einst saß R. Jermiah vor R. Chaja S. Aba, als dieser an ihm bemerkte, daß er zu lange bei der Aussprache des verweilte,-sagte er zu ihm, sobald du dir bereis dabei gedacht hast, daß der einig einzige Gott oben im Himmel und unten auf der Erde nach allen vier Welrgegenden allein herrscht und regiert, brauchst du nicht länger bei der Aussprache dieses Wortes zu verweilen. 84) R. Joseph sagte: Auf dem Rücken oder auf dem Bauche liegend, darf man das Schema nicht lesen, weil diese Körperlage während dieser heiligen Handlung höchst unanständig wäre. Auf die Frage aber, daß R. Josua S. Lewi nicht nur das Schema-Lesen, sondern auch das Schlafen überhaupt in dieser Körperlage, als zur Sünde führend, höchst verpönt hat? (wie es auch die berühmtesten Aerzte der Neuzeit als höchst schädlich für die Sittlichkeit sowol, als für die Gesundheit erklären) wird geantwortet, daß man wvl auf diese Weise schlafen darf, inwiefern man sich nur einigermaßen auch zur Seite neigt; das Schema-Lesen ist aber auch auf diese Weise nicht gestattet, und nur R. Jochanan, der sehr beleibt war, sich daher nicht ganz auf die Seite legen konnte, erlaubte es sich, auch so das Schema zu lesen. 85) Ula sagte: Wer ohne das Morgen- Schema liest, (deren Anlegung in demselben als göttliches Gebot anbefohlen wird,) gleicht demjenigen der sich selbst vor Gericht eines Vergehens anklagt. R. Jochanan hingegen sagte, er gleicht demjenigen, der ein Ganzopfer ohne das dazu gehörige Speiseopfer, oder ein Freudenopfer ohne das dazu gehörige Trankopfer darbringt. 86) N. Jdi S. Abaje im Namen R. Jizchak auch keine Geschäftsreise unternehmen,, bevor man gebetet hat, so wie es (Ps. 85, 13 -heißt: Frömmigkeit (die Verrichtung des Gebetes nämlich) muß allem Andern vorangehcn und wer zuerst betet, setzte er hinzu, und dann sich erst auf die Reise begiebt, dessen Geschäfte wird der H. g. s. e. gelingen lassen, so wie es auch (das.) heißt: „Wenn Frömmigkeit beim Menschen vorangeht, so wird er (der Ewige) dessen Schritte auf dem Wege glücklich leiten. 87) R. Elieser sagte immer nach Beendigung der .i-ivL-Gebetes noch Folgendes: Es sei dein Wille, Ewiger unser Gott, unser Loos stets sein zu lassen, Liebe, Freundschaft, Frieden und Geselligkeit, wenn du auch unser Lehrhaus mit Schülern uberhäufen wirst. Lasse auch unser Ende hoffnungsvoll sein, und uns der jenseitigen paradiesischen Glückseligkeit theilhastig werden. Lasse uns auch auf dieser Welt stets sowol durch Einfluß guter Geselllchaft, als durch unser» eigenen Herzensantrieb auf rechtem Wege verbleiben und früh Morgens schon unsere Herzenslust nur dahin gerichtet sein, deinen Namen zu ehrfürchten. Mögen wir immer auch unsere innigsten Wünsche dir im Gebete nur zum Guten Vorbringen. 88) N. Jochanan betete nach Folgendes: Es sei dein Wille, E. u. G., unsere Schmach und mißliche Lage stets zu berücksichtigen, dich daher zu unserer Hülfe mit deinem Erbarmen bekleiden, mit deiner Macht bedecken, mit deiner Güte umhüllen, mit deiner Gnade umgürten, und stets nur deine